Gewissensentscheide im Tradiland (2/2)

Wir setzen unseren Beitrag von voriger Woche fort mit einer Ehrenrettung Kardinal Newmans gegen seine Vereinnahmung durch Modernisten und Traditionalisten.

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Geheimnisse des Glaubens

Die Allerheiligste Dreifaltigkeit 

und

das Allerheiligste Altarsakrament

Es ist äußerst schwer, dem modernen Menschen noch einen echten Geheimnisglauben – wobei dieser im eigentlichen und echten Sinne allein der katholische sein kann – nahezubringen, gleitet dieser doch gewöhnlich unwillkürlich in die Esoterik ab. Schon viel länger als man gemeinhin anzunehmen bereit ist, ist das katholische Glaubenswissen verloren gegangen. Infolgedessen findet sich auch unter den modernen „gläubigen Katholiken“ nicht wenig Esoterik, früher sagte man Aberglauben. Der Grund dafür ist wohl vor allem, es fehlt dem modernen „Glauben“ grundsätzlich die vernünftige Basis. Religiöser Glaube entspringt beim modernen Menschen seinem Gefühl, ist doch – so wendet man ein – Gott nicht mit unserer Vernunft begreifbar. Ein allzu vernünftiger Glaube ist dem modernen Menschen schon vorneweg verdächtig. So vermischen sich bei ihm gewöhnlich seine Gottesvorstellungen mit allerlei Irrationalem, jeder reimt sich seinen eigenen „Glauben“ zusammen. Man kann wirklich immer wieder feststellen: Nichts ist unmöglich! 

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Gewissensentscheide im Tradiland (1/2)

Die Traditionalisten sind moderne Menschen und wie diese haben sie große Angst um ihre moderne Freiheit, von der sie im Grunde gar nicht wissen, was sie ist. Diese Aussage wird freilich vielen Lesern als eine unverschämte Behauptung vorkommen, ziehen doch gerade die Traditionalisten in den Krieg gegen die moderne Freiheit – so wenigstens scheint es zu sein. Aber stimmt das? Nun, etwas zu verteidigen, das man gar nicht kennt, ist gar nicht so einfach, weswegen diese Verteidigung nicht selten ins Absurde abgleitet. Jeder Katholik weiß, daß der moderne Mensch vordringlich seine „Freiheit“ gegen die Wahrheit verteidigt bzw. verteidigen muß, ist doch seine Freiheit gleichbedeutend mit Willkür. Freiheit, das heißt für den modernen Menschen: „Tue, was du willst!“

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Die hl. Katharina Labouré

und die Wunderbare Medaille

Die Heilsgeschichte verzeichnet einen ganz anderen Verlauf als die weltliche Geschichte, die man heutzutage sowieso nur noch als atheistische Geschichtsschreibung vermittelt bekommt. Während ab 1789 in der weltlichen Geschichte die Französische Revolution über das Land hinwegfegte und schließlich 1799 Napoleon zum Alleinherrscher Frankreichs ernannt wurde, der durch seine Feldzüge ganz Europa in die Revolution hineinzog, so daß schließlich auf dem Wiener Kongreß Europa neu geordnet wurde, bereitete Gott im Stillen eine ungeahnte Gnadenoffensive vor. 

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Disput im Tradiland

Wie wir inzwischen wissen, muß derjenige, der mit Alice ins Wunderland gerät, sich darauf einstellen, daß dort alles etwas anders ist als gewohnt. Es ist ein merkwürdiges Land, in dem merkwürdige Sachen passieren. Nachdem etwa Alice den Kuchen zum Wachsen völlig aufgegessen hatte, weil zunächst nichts geschah und sie zu wenig Geduld hatte, länger zu warten, wurde sie derart in die Länge geschoben, daß es zum Verzweifeln war. Ihre Füße entfernten sich immer mehr, weshalb sie zu weinen begann, und zwar einen ganzen Tränensee voll Tränen. Als sie in der Entfernung Schritte hörte, hörte Alice auf zu weinen, trocknete sich schnell die Tränen und sah das Kaninchen in vollem Hofstaat daherstolzieren. In ihrer Not rief Alice es an: „Bitte, lieber Herr!“ Da fuhr das Kaninchen derart zusammen, daß es die weißen Handschuhe und den Fächer fallen ließ. So schnell es konnte, lief es davon in die Nacht hinein.

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Alice im Tradiland

Das Tradiland ist schon ein recht merkwürdiges Land, es ist eine recht eigenartige Mischung von Phantasiewelt, Wunschwirklichkeit und religiös verbrämter Kirchenkritik. Im Tradiland wohnen recht eigenartige Leute, ein Katholik käme sich darin vor wie Alice im Wunderland. Auch im Wunderland der Alice ist die Wirklichkeit abhandengekommen, und es zeigen sich dort eigenartige Gestalten, recht merkwürdige Wesen und Fabeltiere – wie etwa der verrückte Hutmacher und der Faselhase oder die grinsende Katze, die häßliche Herzogin und die Suppenschildkröte oder auch sprechende Spielkarten samt ihrer Königin und viele andere. Was zeichnet diese Phantasiegestalten aus? Sie alle leben nach ihrer je eigenen Unsinnslogik. Ohne Wirklichkeit zerbricht nämlich jede wahre Logik und jeglicher Sinn verwandelt sich irgendwie in Unsinn. 

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Österlicher Trostbrief

Eigentlich weiß jeder Katholik, daß es in der Welt keinen wahren Trost gibt, sondern höchstens ein Ver-trösten. Denn mit was sollte die Welt einen dauernden und damit wahren Trost spenden? Die Welt mit all ihrer Pracht vergeht oder wie es der hl. Apostel Johannes in seinem ersten Brief schreibt: „Doch die Welt vergeht samt ihrer Begierde, wer aber den Willen Gottes tut, bleibt in Ewigkeit“ (1 Joh 2, 17).

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Antimodernist Ausgabe April

Die Ausgabe Nr. 29 unsere Zeitschrift „Antimodernist“, April 2021, ist eben erschienen. Wie üblich zitieren wir aus dem beigelegten Rundbrief:

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Der heilige Benedikt

Mönchsvater des christlichen Abendlandes

II. Sein Leben und sein Werk

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Schuster bleib bei deinem Leisten

Der traditionalistische Blätterwald ist ein recht bunter geworden – und zudem ein kahler, denn immer mehr leere Gedanken beherrschen ihn. Er gleicht eher einem Wald im Spätherbst als im Sommer. Die meisten Blätter sind welk geworden und abgefallen. Ein recht trostloses Bild der Vergänglichkeit alles Irdischen.

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