Die Traditionalisten im hl. Evangelium

Es macht einen jeweils recht nachdenklich, wenn man die Pharisäer am Werke sieht. Ihr Verhalten ist gar nicht so einfach zu begreifen, denn immerhin, sie durften mit unserem Herrn Jesus Christus zusammenleben, sie durften Seine Worte hören, Seine Wunder sehen und Seine Tugenden bewundern – man möchte sie dafür direkt beneiden – aber was hat es ihnen genützt? Nichts!

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Der getunte Ratzinger II

Es ist schon eine Zeit her, daß wir uns mit dem getunten Ratzinger beschäftigt haben. Wie wir aber erst kürzlich gezeigt haben, taugt Ratzinger immerhin für manche Traditionalisten tatsächlich sogar als Ersatzpapst, womit doch wohl zweifelsfrei erwiesen ist, daß das Tuning Ratzingers immer noch täuschend auf die Gemüter wirkt. Diesen Traditionalisten fehlt es nun einmal an klaren Einsichten in das katholische Dogma. Da reichen dann schon ein paar konservative Floskeln Ratzingers aus, um einen Ersatzpapst herzugeben.

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Wahre Askese II

Johannes Cassian und die Weisheit der Wüstenväter

Im ersten Teil dieser Arbeit haben wir dargelegt, daß der hl. Johannes Cassian in der Ägyptischen Wüste das Mönchsleben erlernt hat und sodann zurückgekehrt nach Gallien dort gebeten wurde, ein Kloster nach den Gebräuchen der Ägyptischen Mönchsväter zu gründen. Daher schrieb er seine Mönchsregel nieder. Darin handelt er auch über die acht Hauptlaster, die es auch im Kloster zu überwinden gilt.

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Der Ersatzpapst

Der Katholik lebt in einer Gemeinschaft, in einer übernatürlichen Gemeinschaft sogar, die katholische Kirche umfaßt schließlich die triumphierende, die leidende und die streitende Kirche. Die Mehrheit dieser Gemeinschaft lebt also im Jenseits, entweder schon im Himmel wie die Engel und Heiligen oder im Fegfeuer wie die Armen Seelen. Wir auf Erden gehören zur streitenden Kirche, weil unser ewiges Heil noch nicht gesichert ist. In unserem irdischen Teil der Kirche gibt es deswegen eine sichtbare Hierarchie, welche von Gott den Auftrag und die Befugnis erhalten hat, die von Gott anvertraute Herde zu weiden. D.h. im katholischen Glauben und in der heiligmachenden Gnade zu erhalten, indem die rechtmäßigen Hirten den wahren Glauben predigen, die gottgeschenkten Sakramente spenden und die hl. Kirchenordnung aufrechtherhalten und bewahren. Das ganze geistige Gebäude dieser übernatürlichen Gemeinschaft ruht auf dem Papst als dem Stellvertreter Jesu Christi auf Erden. Das weiß jeder Katholik, und all die Jahrhunderte war darum der Kampf um den hl. Glauben immer wieder auch ein Kampf um das Amt des Petrus, ein Kampf, der sich mit der Zeit immer mehr verschärfte. Denn die Feinde der Kirche erkannten immer deutlicher, daß sie die Kirche nicht überwinden konnten, solange sie den Felsen Petri nicht überwunden haben. 

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Wahre Askese

Johannes Cassian und die Weisheit der Wüstenväter

Die sog. Bewegung der Tradition stottert sich großteils nur noch so durchs Zeitgeschehen – man könnte auch sagen, sie hinkt auf beiden Füßen. Mit den beiden Füßen sind die Glaubenslehre und die Glaubenspraxis gemeint. Wie jeder Katholik weiß, ist beides unlösbar miteinander verbunden, darum wundert er sich nicht darüber, daß es heutzutage nicht nur an der klaren Glaubenslehre, sondern genauso an der Glaubenspraxis mangelt. Beide Mängel haben inzwischen eine recht lange Geschichte aufzuweisen. Genauso wenig wie die meisten Katholiken den schleichenden Wandel in der Glaubenslehre nicht mehr wahrgenommen haben, haben sie auch den Wandel im Leben geflissentlich übersehen. Die Entscheidung stand eigentlich schon mit der Reformation an, denn die Reformation bestand neben den vielen Irrlehren auch in einem, diesen Irrtümern angepaßten, neuen Lebensentwurf. Den gnädigen Gott, den Luther angeblich suchte, glaubte er in einem neuen Glauben zu finden. Einen Glauben ohne Werke, d.h. letztlich einen Glauben ohne sittliche Anstrengung, einen Glauben ohne Tugenden, einen Wohlfühlglauben à la Modernisten. Wenn alle Protestanten so ernst gemacht hätten mit ihrem Glauben wie Martin Luther, dann wären Sodom und Gomorrha in Windeseile über Europa hereingebrochen. Weil nur wenige Menschen ganz konsequent sind, hat das etwas länger gedauert, wenn auch gleich mit der sog. Reformation eine Welle sittlichen Verfalls über Europa hinwegrollte – aber jetzt ist es soweit, ganz Europa, ja die ganze ehemals christliche Welt, gleicht Sodom und Gomorrha.

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Aufruhr und Unmut im Tradiland

oder: Wie Herr Bergoglio das berühmteste aller Motu Proprio einfach in Luft auflöste

Das Leben im Tradiland bleibt spannend – dank Jorge Mario Bergoglio! Nun haben die Tradis wieder einmal einen echten, nachhaltigen Grund, sich moralisch zu entrüsten, denn Herr Bergoglio hat ihnen einfach ihr Lieblingsspielzeug weggenommen, wenn auch noch nicht ganz. Dennoch, was für eine rücksichtslose Gemeinheit, jawohl! Wenn Ratzinger noch da wäre, ja wenn Ratzinger noch wäre, dann wäre das ganz anders, denn Ratzinger war ein wahrer Freund der Tradition, jawohl das war er…

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Petrus und Paulus

Die beiden Apostelfürsten, der hl. Petrus und der hl. Paulus, waren recht unterschiedliche Männer, was allein schon aus ihren unterschiedlichen Aufgaben im Reich Gottes, der hl. Kirche, ersichtlich wird. Petrus war der erste Papst, Paulus als der Völkerapostel der Theologe. Zwar wird in der Tradition von den Evangelisten der hl. Johannes als der Theologe bezeichnet, dennoch ist es aufgrund des ins Neue Testament aufgenommenen umfangreichen Schrifttums des hl. Paulus sicherlich berechtig, diesen ebenfalls als Theologen zu benennen. Wobei immer mitzubedenken ist, daß die Paulusbriefe Teil des Schriftkanons sind, also Wort Gottes im eigentlichen Sinn des Wortes, woraus folgt, der eigentliche Autor dieser Schriften ist der Heilige Geist. Das gilt gleicherweise auch für alle anderen Texte des Neuen und Alten Testaments, und damit auch für die des hl. Petrus, von dem ebenfalls zwei Briefe zum neutestamentlichen Kanon gehören.

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Vorläufer und Früchte der „Reformation“

Konrad Algermissen (1889-1964) war Professor für Dogmatik und Moraltheologie am Bischöflichen Priesterseminar in Hildesheim. Als Fachmann für „Konfessionskunde“ wirkte er am „Lexikon für Theologie und Kirche“ mit und veröffentlichte mehrere Arbeiten zu diesem Thema, als wichtigste sein gleichnamiges Hauptwerk, das 1930 erstmals erschien. 1939 kam eine Neuauflage der „Konfessionskunde“ heraus, aus der wir folgende Abschnitte entnommen haben (S. 260-267).

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Zwei ungleiche Schwestern

Sie sind wohl die bekanntesten Schwestern in den vier hl. Evangelien und noch recht ungleiche dazu, die hl. Maria Magdalena und die hl. Martha. Beide hatten bekanntermaßen noch einen Bruder, Lazarus mit Namen, mit dem zusammen sie ein reiches Erbe von ihren Eltern erhielten. Es heißt, daß Maria bei der Verteilung des Erbes das Schloß oder andere meinen den Flecken Magdalon erhalten hatte, weshalb sie auch Maria Magdalena genannt wurde.

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Antimodernist Juli 21

Die Ausgabe Nr. 30 unserer Zeitschrift „Antimodernist“ für Juli 2021 ist eben erschienen. Wie immer zitieren wir aus dem begleitenden Rundbrief:

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