Vom Lehramt zum Leeramt IV.2

Weiterer Lebenslauf Wojtylas

    1980 – Zelebration der Messe in Nairobi in Affenfellornat mit Federschmuck und Amuletten der Stammeszauberer bekleidet.
    25.5.1982 – Teilnahme an einem anglikanischen Kult zusammen mit dem Hochgrad Erzb. Runcie in der Kathedrale von Canterburry, wobei er zusammen mit dem anglikanischen „Erzbischof“ die Menge segnet.
    27.11.1983 – Die Exkommunikation der Freimaurer wird im Codex gestrichen.
    11.12.1983 – Predigt in der lutherischen Kirche in Rom, wobei er sagte, man müsse „Luthers Prozess auf objektivere Weise wiederaufrollen.“
    10.5.1984 – Besuch bei den höchsten buddhistischen Priestern mit tiefer Verbeugung vor dem auf einem Thron sitzenden Oberpriester
    11.12.1984 – Entsendung eines offiz. Vertreters zur Grundsteinlegung der größten Mosche Europas in Rom
    24.6. 1985 – Teilnahme an heidnischen u. satanischen Riten bei Lome (Togo), in Kara und Togovolle
    19.8.1985 – Bestätigt öffentlich in Marokko vor Moslems: „Wir haben den gleichen Gott“.
    2. 2. 1986 – Empfang des Tilak-Zeichens in vollem Ornat im Stadion Neudelhis durch eine Shiva-Priesterin
    13.4.1986 – Besuch der Synagoge in Rom und gemeinsames Zitieren von Psalmen mit dem Oberrabbiner
    27.10.1986 – Tag der Weltökumene in Assisi unter der Regie der B’nai B’rith Loge
    6.11.1986 – Als Dank für Assisi Verleihung des Kompturkreuzes des päpstl. Gregoriusordens an Josef Lichten, ital. Leiter von B’nai B’rith
    1992 – Rehabilitierung von Galileo Galilei
    15.6.1994 – Der Vatikan und Israel nehmen diplomatische Beziehungen auf.
    1998 – Der Papst erkennt die Mitschuld von Christen am Holocaust an und bedauert diese zutiefst.
    3.2000 – Johannes Paul II. bittet im „Mea Culpa“ um Vergebung für die Sünden, die Christen in der Kirchengeschichte an Juden, Frauen und Urvölkern verschuldet haben.
    2000 – Die Reise nach Israel und ins Westjordanland hat ihre Höhepunkte in den Besuchen der Klagemauer und der Holocaust-Gedenkstätte.
    6.5.2001 – Johannes Paul II. betritt als erster „Papst“ ein islamisches Gotteshaus, die Omajaden-Moschee in Damaskus.
    8.2004 – Johannes Paul II. unternimmt seine letzte von 104 Auslandsreisen, und zwar nach Lourdes.

Johannes Paul II. und die anderen Religionen

Nachdem wir die theologische Grundlage des Gebetstreffens von Assisi ein wenig nachgezeichnet haben, verwundert es uns auch nicht mehr, daß Johannes Paul II. alias Karol Wojtyla keinerlei Probleme gesehen hat, Riten anderer Religionen zu vollziehen.
Nach der Lehre der Kirche ist dies freilich nicht ohne den Abfall vom eigenen Glauben möglich. In Assisi ging es um das erste Gebot. Es standen sich der Eine Dreifaltige Gott der Offenbarung und die Götter der vielen Religionen gegenüber – kommt es zur Konfrontation oder etwa zur Versöhnung der Götter?

1. Johannes Paul II. und das Judentum

„Die erste Ebene dieses Dialogs, also die Begegnung zwischen den Angehörigen des Alten Bundes, der von Gott nie widerrufen wurde, und des Neuen Bundes ist zugleich ein Dialog innerhalb unserer Kirche, das heißt zwischen dem ersten und dem zweiten Teil ihrer Bibel. Juden und Christen sind als Kinder Abrahams aufgerufen, ein Segen für die Welt zu sein [vgl. Genesis 12,2], indem sie sich gemeinsam dem Frieden und der Gerechtigkeit zwischen allen Menschen und Völkern verpflichten … Im Lichte dieses Versprechens und dieser Aufforderung Abrahams blicke ich gemeinsam mit Ihnen auf das Schicksal und die Rolle Ihres Volkes unter den Völkern. Ich bete freudig gemeinsam mit Ihnen für die Vollständigkeit des Schalom für all Ihre Brüder in der Nationalität und im Glauben, und auch für das Land, auf das die Juden mit besonderer Ehrfurcht blicken … Mögen alle Völker in Jerusalem schon bald versöhnt und gesegnet sein in Abraham!“

Johannes Paul II. gab vor den Juden obige recht ungewöhnliche Erklärung ab. Er behauptet darin, der Alte Bund, Gottes Bestimmung der Juden als auserwähltes Volk, wurde nie widerrufen. Damit wird natürlich das Ziel, die Juden zu bekehren, aufgegeben und ihre Erlösung als Volk akzeptiert, wodurch die Ansicht, daß ihre Taufe zum Heil erforderlich sei, aufgegeben wird. Damit stellt sich die Kirche Wojtylas in Widerspruch zu anderen christlichen Konfessionen, welche die Taufe noch als notwendig für das Heil betrachten.

Zudem behauptet Wojtyla, die „Katholiken“ müßten die Gleichwertigkeit der hebräischen Bibel, das heißt des Alten Testaments, mit dem Neuen Testament anerkennen. Diese Äußerung widerspricht der traditionellen Lehre, daß der katholische Glaube eine Religion des Neuen, nicht des Alten Testaments sei. Johannes Paul II. dagegen betont, beide – der Alte wie der Neue Bund – behielten ihre Gültigkeit. Ein andermal sagt er zu den Juden: „Indem die Christen über das Geheimnis Israels und seiner ‚unwiderruflichen Berufung‘ nachdenken, erforschen sie auch das Geheimnis ihrer Wurzeln.“

2. Johannes Paul II. und der Islam

Johannes Paul II. sagte in der Omaijadenmoschee in Damaskus, am 6. Mai 2001 folgendes: „Während wir unseren Weg durchs Leben und auf unsere himmlische Bestimmung zugehen, spüren die Christen die Gegenwart Marias, der Mutter Jesu; auch der Islam verehrt Maria und preist sie als »vor den Frauen aller Welt erwählt« (Koran, III, 42). Die Jungfrau von Nazaret, Unsere Liebe Frau von Saydnaya, hat uns gelehrt, daß Gott die Demütigen beschützt und die »zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind« (Lk 1,51). Mögen sich die Herzen von Christen und Muslimen mit Empfindungen der Brüderlichkeit und Freundschaft einander zuwenden, damit uns der Allmächtige mit dem Frieden segnet, den allein der Himmel geben kann. Dem einen, erbarmungsvollen Gott sei allezeit Preis und Ehre. Amen.“ Er geht also fraglos davon aus, daß wir unseren Weg durchs Leben und auf unsere himmlische Bestimmung zugehen – wir, Christen und Mohammedaner – und daß der Gott der Mohammedaner auch der Gott der Christen sei, dem allezeit Preis und Ehre sei.

Am 14. Mai 1999 küßte Johannes Paul II. den Koran, das Gesetzbuch des Islam, in dem unter anderem geschrieben steht:

    „Wer Allah (einen Sohn) beistellt, dem verwehrt Allah das Paradies. Seine Heimstätte ist das Feuer“ (Sure 5:72).
    „Und es sprechen die Nazarener: Der Messias ist Gottes Sohn. Solches Wort ist das Wort ihres Mundes. Allah schlage sie tot! Wie sind sie ohne Verstand!“ (Sure 9:30).
    „Tötet diejenigen, die nicht an Allah glauben und nicht an den letzten Tag und nicht verbieten, was Allah und sein Gesandter verboten haben, und die nicht die Religion der Wahrheit befolgen – von denjenigen, denen die Schrift gegeben wurde.“
    Und: „Die den Glauben verweigert haben, sind gleich denen, die der Schrift anhängen und denen, die weitere Götter machen“ (Sure 98:1). „Glaubensverweigerer“ (Lebensunwürdige), denen die Schrift gegeben wurde, sind also die Leute der Bibel, Juden und Christen.
    „Und die Juden haben gesagt: Uzair ist der Sohn Allahs und die Christen haben gesagt: Der Messias ist der Sohn Allahs. Das ist ihr Wort mit ihren Mündern. Sie entsprechen dem Wort derjenigen, die vorher den Glauben verweigert haben. Allah tötet sie, weil sie als Glaubensverweigerer die Muslime betrogen haben“ (Sure 9:30).
    „Tötet die Götzendiener (andere Übersetzung: die Trinitarier = die an die Dreieinigkeit glauben), wo ihr sie findet, und ergreift sie und belagert sie und lauert ihnen in jedem Hinterhalt auf“ (Sure 9:5). „Bestimmt haben schon diejenigen den Glauben verweigert, die sagten: Allah ist ja ein Dritter von Dreien, und es gibt keinen Gott außer einem einzigen Gott, und wenn sie nicht aufhören mit dem, was sie sagen, bestimmt trifft diejenigen von ihnen, die den Glauben verweigert haben, schmerzhafte Strafe“ (Sure 5:73).

Abschließend noch zwei Suren, damit man die islamischen Terroristen versteht: In Sure 4:66, sagt Allah: „Und wenn wir ihnen vorgeschrieben hätten, dass sie sich selber töten oder aus ihrer Heimat ausziehen sollten, sie würden es nicht getan haben, außer einigen wenigen von ihnen, und wenn sie es tun würden, wozu sie ermahnt wurden, wäre es besser für sie gewesen und sie hätten eine große Belohnung bekommen.“ Siehe auch Sure 8:74. Dazu noch Sure 8:12-14: „Ich werde in die Herzen der Kufar (der Lebensunwürdigen) den Schrecken werfen, darum schlagt ihnen die Köpfe und alle Fingerkuppen ab, weil sie Allah und seinen Gesandten abgelehnt haben.“ Nochmals: Das Buch, in dem dies steht und noch vieles mehr, küßte Johannes Paul II. am 14. Mai 1999 in Rom.

3. Johannes Paul II. und der Hinduismus

Auf seiner Indienreise vom 1. bis zum 10. Februar 1986 empfing Johannes Paul II. aus freien Stücken von einer Shiva-„Priesterin“ eine Schminke aus rotem Pulver, die den Namen „Tilak“ trägt und als „das Zeichen der Dankbarkeit der Anhänger Shivas“ bezeichnet wird. Es ist dies ein Einweihungsritus zur Erinnerung an den großen Verbreiter der Hauptreligion Indiens. Das rote Pulver wird hergestellt aus der Asche aus dem Dung einer „heiligen“ Kuh! Dabei sollte man wissen, die „Shiva“ genannte Gottheit steht in Verbindung mit dem Tantrismus, einer grauenhaften Anhäufung „heiliger Ausschweifungen“.

Über den Sinn dieser sog. „großen shivaistischen Einweihung“, die Karol Wojtyla in voller Amtstracht und Mitra vor Tausenden von Zuschauern aus den Händen einer „Priesterin“ oder auch „heiligen Dirne“ des Hinduismus empfing, schreibt Pater Fillion in seinem Kommentar zur Offenbarung des Johannes 13, 16: „Und es [das Tier] brachte alle dazu, die Kleinen und Großen, die Reichen und Armen, die Freien und die Sklaven, sich ein Malzeichen zu machen auf ihrer rechten Hand oder auf ihrer Stirn.“ Dazu erklärt P. Fillion: „Die Heiden ließen sich bisweilen auf solche Weise mit einem Zeichen ihres Lieblingsgottes markieren, um anzuzeigen, daß sie ihm mit Leib und Seele gehörten … Durch dieses auf der Stirn getragene götzenhafte Malzeichen werden die Christen somit dazu genötigt, vom Glauben abzufallen oder sich selbst preiszugeben.“ Für die Hindus bedeutet dieser Einweihungsritus, den Karol Wojtyla vollzogen hat, den öffentlichen Abfall von seinem Glauben!

Manche traditionelle Konzilskatholiken, aber auch sog. Traditionalisten wenden hier ein, Johannes Paul II., der Theologieprofessor und Papst ihrer Kirche, habe nicht gewußt, was er tat. Bekanntlich hat die französische Schlagersängerin, Mireille Mathieu – unwissend wie sie sein müßte, wenn schon ein Theologieprofessor und Papst nichts davon weiß – sich geweigert, diesen Ritus zu vollziehen, weil sie Katholikin bleiben wollte! Eine Schlagersängerin wußte also Bescheid – Johannes Paul II. dagegen nicht!

Welche Wirkung hat ein solch heidnisches Ritual? In dem Buch von Charles Nicoullaud „Die Einweihung in die Geheimgesellschaften – die maurerische Einweihung“ kann man lesen: „Die Sakramente des Bösen wirken, wie jene der Heiligen Kirche, in gewissem Sinne ‚ex opere operato‘ (also durch sich selbst), sogar ohne das Wissen des Adepten, der, oft ohne es zu ahnen, einen regelrechten Pakt mit dem Satan abgeschlossen hat. Die Folgen dieses Paktes beeinflussen sein ganzes Leben, außer wenn eine ehrliche Rückkehr zur Kirche seine Auswirkungen zunichte macht, was aber manchmal nur unter schmerzhaften Opfern, Kasteiungen und Sühnegebeten möglich ist. Obschon die Materie, aus der Satans Sakramente bestehen, lächerlich ist (beispielsweise Staub), sind diese nichtsdestoweniger die Zeichen eines – mehr oder weniger stillschweigenden – Paktes zwischen Satan und einem mit Vernunft begabten Menschen, der sie aus freiem Willen und ohne Zwang empfängt. Der unheilvolle Zauber wirkt, mag sich das Opfer dessen auch nicht bewußt sein.“ In den magischen Riten ahmt Satan die Sakramente der Kirche nach, und Gott läßt es zu, daß diese Riten, ähnlich den Sakramenten der Kirche, eine Wirkung haben, die jedoch nicht Segen, sondern Fluch ist. Deswegen ist es durchaus nicht harmlos, solche Riten zu vollziehen – wissentlich oder unwissentlich! Auch das sollte ein Papst doch eigentlich wissen.

4. Johannes Paul II. und der Voodoo-Kult

Im Tagesspiegel vom 26.03.2012 schreibt Roman Rhode über die „Göttin der Liebe und Erotik – Der Voodoo-Kult der Santería auf Kuba“ über den anstehenden Papstbesuch: „Eine (der verschiedenen Wahrheiten über Kuba) davon vertritt Yanisleidi, die unbedingt an der päpstlichen Messe teilnehmen will, um so dem in Weiß gekleideten Friedensbringer Obatalá zu huldigen. Zuvor aber wird sie den Geburtstag des Schutzheiligen ihrer Patin feiern. Dort ruft man, wie jedes Jahr, die Ahnen mit geweihten Trommeln und gesungener Yoruba-Litanei herbei. Neben dem geschmückten Altar, auf einem kleinen weiß gedeckten Tisch, stehen fünf Gläser mit Wasser, eine Vase mit roten Nelken, ein Kruzifix und ein Flacon mit billigem Parfüm: Spiritismus, Christentum und Ahnenkult zusammen auf engem Raum. Der betörenden Perkussion, aber auch Rum und reichlich Essen, bleiben selbst überirdische Wesen nicht lange fern. Irgendwann, wenn sich die Tropfen des Weihwassers mit dem Schweiß der Tanzenden vermischt haben, wird ein ‚Toter‘ – so heißen die Ahnen – in jemandes Körper fahren. Was folgt, ist ein Taumel zwischen Ekstase und Epilepsie: der Besessene verdreht die Augen, setzt in seinem zuckenden Tanz ungeahnte Kräfte frei, manchmal trifft er sogar Weissagungen mit der Stimme des Verstorbenen. Die Präsenz der vergöttlichten Ahnen, der Rausch des Sonderbaren, schließlich die selige Erschöpfung – all das wirkt wie ein Akt kollektiver Befreiung.“