Vom Lehramt zum Leeramt IV.2

Johannes Paul II. hat sich mit verschiedenen Vertretern des Voodoo-Kults getroffen. In seiner Ansprache erklärte er: „Daher kommt unsere respektvolle Einstellung gegenüber den wahren Werten, wer immer sie vertreten mag, unser Respekt vor allem für den Menschen, der aus diesen Werten zu leben versucht, welche ihm helfen, die Furcht zu bannen. Sie sind stark mit den Traditionen verbunden, welche Sie von Ihren Ahnen übernommen haben. Es ist legitim, Dankbarkeit gegenüber seinen Vorfahren an den Tag zu legen, welche einem den Sinn für das Heilige, den Glauben an einen einzigen und gütigen Gott, die Freude an der Feier, die Wertschätzung für das moralische Leben sowie die Harmonie in der Gesellschaft vermittelt haben.“

Jeder, der auch nur eine rudimentäre Ahnung über den Voodoo-Kult hat, kann sich nur wundern über so viel Weltfremdheit – oder ist diese zur Schau gestellte Naivität Absicht? Jedenfalls ist der Gott des Voodoo-Kult etwa auf Haiti oder Kuba oder Afrika nicht der einzige und gütige Gott, sondern dieser Kult scheint vielmehr „Gott“ mit den Pythonschlangen zu identifizieren. Die Voodoo-Anhänger verehren nämlich den vermeintlich „einzigen und gütigen Gott“ im Tempel der Python. Dort thront eine Statue aus grauem Stein, welche eine äußerst korpulente Eingeborenenfrau mit nacktem Oberkörper und einer Python als Halsband darstellt. Im Tempel gibt es auch lebende Pythonschlangen, die nachts gemächlich durch die Stadt kriechen und beim ersten Tageslicht sich wieder in ihre Behausung zurückziehen. Welcher Gott die Schlange ist, dürfte jedem auch nur einigermaßen bibelfesten Christen klar sein.

Johannes Paul II. macht sich darüber keine weiteren Gedanken, sondern er respektiert sogar die Rituale des Voodoo-Kultes – wir haben in dem einleitenden Text einen kleinen Vorgeschmack davon bekommen – lassen wir uns noch etwas mehr über die wahren Werte dieser Religion aufklären. In dem Heft „Sodalitium„, Nr. 32, Mai 1993, S. 44 war zu lesen:

„Am 16. Februar 1993 wurde in der Sendung ‚Geo‘ im italienischen Fernsehkanal RAI 3 ein Dokumentarfilm über den Voodoo-Kult in Haiti ausgestrahlt. Die ‚Freude an der Feier‘ nimmt dort die Gestalt eines rituellen Tanzes nackter Männer und Frauen an, die sich im Schlamm wälzen. Was nun den ‚Sinn für das Heilige‘ anbelangt, so konnte man in diesem Film bewundern, wie ein Voodoo-Priester ein Mädchen unter Drogen setzte, bis es scheintot war, worauf er es begrub, ‚auferstehen‘ ließ und es seinen Befehlen unterwarf (d.h. zum Zombie machte), ehe er es in einer psychiatrischen Klinik in Port-au-Prince ablieferte.
Ein wahrhaft einzigartiger Ausdruck der ‚Wertschätzung für das menschliche Leben sowie die Harmonie in der Gesellschaft‘, die Wojtyla dem Voodoo-Kult zuschreibt! Noch ein letztes Detail: ‚Ein erheblicher Teil der Voodoo-Anhänger sind katholische Christen. Dies gilt selbst für ihre Priester‘, sagt mit mißbilligender Miene Pater Raymond Dornas, Rektor der Basilika der Unbefleckten direkt gegenüber dem Pythontempel (Marco Tosatti).
Johannes Paul II. hat somit nicht nur Zauberer, sondern – was noch schlimmer ist – Abtrünnige von der christlichen Religion empfangen.“

Der Schlangenkult kommt in vielen heidnischen Religionen vor. Msgr. Gaume schreibt in seinem „Traktat über den Heiligen Geist“ über dessen Verbreitung in den verschiedenen Ländern:

„Heben wir hervor, daß Satans Wahl, sich vor der Versuchung Evas in eine Schlange zu verwandeln, gerechtfertigt war. Schlange ist er durch seine List, Schlange ist er durch sein Gift, Schlange ist er durch seine Kraft, Schlange ist er durch seine Faszinationsgabe. Solcher Art ist die Macht, die verführt. Findet sich der Kult dieses Dämons in Schlangengestalt denn nicht rund um den Globus und in allen Zivilisationen?…
Die ältesten Traditionen lehren uns, daß im Orient, in Persien, in Phönizien, in Ägypten, in allen Orten nahe dem irdischen Paradies sich der Dämon in Schlangengestalt nicht nur als oberster Gott, sondern auch als Fürst der Gesetzgeber, als Quelle von Recht und Gerechtigkeit anbeten ließ.
Schon zur Zeit Daniels stand der Schlangenkult in voller Blüte. Der berühmte Tempel Baals, der im Zentrum von Babylon prangte, diente einer gewaltigen Schlange als Heimstatt, welcher die Babylonier Anbetung erwiesen. Auf dem First dieses riesenhaften Tempels stand eine Statue Rheas. Die Göttin saß auf einem goldenen Wagen, an ihre Knie schmiegten sich zwei Löwen, und ihr zur Seite befanden sich zwei gewaltige silberne Schlangen. Diese monströsen Figuren ließen schon von weitem die Gegenwart der lebendigen Riesenschlange sowie den massiven Götzenkult erkennen, der um sie getrieben wurde.
Da das westliche Heidentum bekanntlich vom östlichen abstammt, verwundert es nicht, daß wir den feierlichen Schlangenkult auch in Griechenland, in Italien, ja sogar bei den Völkern des Nordens antreffen. Bei den bacchantischen Kulthandlungen steht eine durch geheime Riten geweihte Schlange im Zentrum.
Wir erwähnen diese Schändlichkeiten hier, um an die unsägliche Entartung zu erinnern, in welche Satan die heidnische Welt geführt hatte, aber auch an die unendliche Dankbarkeit, die wir dem erlösenden Wort [= Christus; vgl. Joh. 1, 1-18] schulden, sowie an die tiefe Weisheit der Kirche in ihren Erlassen gegen die Dämonen. Das ekelhafte Reptil erfreute sich bei den Griechen solcher Verehrung, daß Alexander der Große sich rühmte, es zum Vater zu haben! Deshalb ist er auf den Medaillen, die ihn darstellen, auch in Gestalt eines Kindes zu sehen, das aus dem Rachen einer Schlange kriecht.
Kein Tier wurde bei den Griechen als Gott verehrt außer der Schlange.
Die Voodoo-Priester, die es an Unmoral mühelos mit den Mormonen aufnehmen können, ja diese noch übertreffen, verbreiten Furcht und Schrecken. Man hält sie für die Hüter wichtiger Geheimnisse, die es ihnen erlaubten, entsetzliche Frevel zu begehen, deren Wirkungen höchst unterschiedlicher Art sind. Die einen töten wie der Blitz, die anderen trüben den Verstand oder zerstören ihn völlig.
Voodoo-Priester versammeln sich stets bei Nacht, in abgelegenen Gebäuden, in den Bergen oder inmitten dichter Wälder, und beten dort die Schlange an.
Was den Schlangenkult betrifft, so zeigt die Erfahrung, daß er bei fast allen Völkern, die ihn betreiben, Hand in Hand mit Menschenopfern geht. Ist dies etwa kein klarer Beweis dafür, daß die Schlangenverehrung nichts anderes als die Vergötterung des Großen Menschenmörders ist?“

Der wahre Gott von Assisi

In der Sondernummer von Chiesa viva „Wer ist Don Luigi Villa?“ Herausgegeben von Ing. Franco Adessa, wird am Ende die Frage nach der geplanten Heiligsprechung Johannes Paul II. angesprochen, gegen die Don Villa 2010 eine eigene Nummer der Zeitschrift zusammengestellt hatte – „96 Seiten mit 217 Fotografien, einschließlich einer kurzen Biographie Karol Wojtylas, seiner internationalen Reisen, seiner Ideen, seiner Philosophie, seiner Theologie, seiner Beziehungen zur Freimaurerei und zum Kommunismus, seiner ‚Fakten‘ und ‚Sprüche‘, seiner ‚Marienlehre‘, seiner Stellung zum Primat des Petrus und seiner ‚Theologie des Leibes‘ mit einer Reihe von, um es gelinde auszudrücken, peinlichen Fotos. Auf der Rückseite des Buchumschlags ist ein Foto abgebildet, ein ganzseitiges Bild des Papstes in Flammen, aufgenommen in seiner Heimatstadt, genau ein Jahr nach seinem Tod“, – die leider nicht in Deutsch erhältlich ist. Der Autor bringt in Zusammenhang mit Johannes Paul II. einen Gedanken, der unsere kurze Darstellung über das Denken und Schreiben und Leben Karol Wotylas abschließen soll. Dieser Gedanke gibt auch die Antwort, wer denn nun eigentlich der Gott von Assisi sein muß.

„Aber Don Villa war bereits tätig geworden, um eine Sonderausgabe der ‚Chiesa viva‘ über Johannes Paul II. zu produzieren. Es sollte ein vollständiges und für die breite Öffentlichkeit zugängliches Werk werden, und sollte alle dunklen und verstörenden Seiten dieses ‚wandernden‘ Papstes offenbaren, der die meiste Zeit seines Pontifikats damit verbrachte, dem Trugbild der Vereinigung aller Religionen zu einer einzigen Weltreligion nachzujagen.
Aber um diese Absicht, welche das höchste Ziel ist, wonach die Köpfe der weltweiten Freimaurerei trachten, um ihren Traum von der Weltherrschaft zu verwirklichen, umzusetzen, muss man Jesus Christus als den einzigen Erlöser und Retter der Menschheit eliminieren, muss man die Wahrheit ignorieren und mit Füßen treten, muss man den Primat des Petrus neu interpretieren, muss man die katholischen Tugenden verderben, muss man die katholische Morallehre verändern, muss man eine neue katholische Obrigkeit bilden, um sie in den Dienst und unter die Macht des Antichristen zu stellen.
Aber Luzifer hat die absolute Macht verloren, die er über die Menschheit hatte, dank dem Opfer Christi am Kreuz, das er selbst mit dem GÖTTERMORD verursachte. Seine höllische Wut ist also ganz auf diesen Akt der Erlösung Jesus gerichtet und konzentriert, und auf seine ‚unblutige Erneuerung‘ im Opfer der heiligen katholischen Messe!
Es gibt jedoch eine radikale Lösung für dieses Problem: die Göttlichkeit Jesu Christi zu leugnen. Diese schreckliche Gotteslästerung beseitigt das Opfer Christi am Kreuz an seiner Wurzel und öffnet die Tür für all die ‚Neuheiten‘ und all die ‚Aktualisierungen‘, die notwendig sind, um die Kirche Christi ‚in den Schatten zu stellen‘ und eine ‚Neue Kirche‘ zu erschaffen, damit sie zur ‚Hure von Babylon‘ werde!
Dann kann das Opfer Christi am Kreuz, das Jesus dem Vater anbot, durch das priesterliche Ministeramt, das uns die Erlösung und das Heil der Seele anbietet, zur Erneuerung des Gottesmordes werden durch den priesterlichen Dienst des Freimaurers, der ihn einem anderen ‚Gott-Vater‘ anbietet: Luzifer. Der, indem er sich als Vater des Tempels des universellen Friedens unter den Menschen darstellt, uns seine gnostische Erlösung anbietet und, mit einer diabolischen Täuschung, den universellen Frieden unter den Menschen.
Aber dieser ‚Gott-Vater‘ ist nichts anderes als der ‚Gott‘ der Freimaurerei, und sein Name ist BAPHOMET, der auf Hebräisch geschrieben zum TEMpli, Omnium, Hominum, Pacis, ABbas, (Vater des Tempels des universellen Friedens unter den Menschen) wird“ (S 59f).

Johannes Paul II. ein Heiliger?

Am Samstag, den 2. April 2005, starb Johannes Paul II. im Vatikan. „Santo subito“, so war auf vielen Transparenten bei der Beerdigung zu lesen und in manchen Sprechchören zu hören, wodurch die gläubigen Konzilschristen dokumentierten, daß die Bewußtseinsveränderung im Kirchenvolk Erfolg gehabt hatte. Die gläubigen Konzilschristen sahen in Johannes Paul II. alias Karol Wojtyla einen heiligmäßigen Mann. Die Menge war gerührt von einem Leben, das die Kirche ruinierte. „An der Begräbnisfeier in Rom waren höchste Verantwortliche der Weltpolitik, der Weltreligionen und der christlichen Kirchen und Gemeinschaften gemeinsam mit Millionen von Menschen aller Lebensalter, zumal mit unzähligen Jugendlichen, beteiligt… Auf dem schmucklosen, aus Zedernholz gefertigten Sarg des Papstes lag ein schmales Evangelienbuch. Ein immer wieder aufkommender Wind blätterte in dessen Seiten. Schließlich hob ein starker Windstoß die rechte Hälfte des heiligen Buches auf, ließ sie auf den anderen Teil fallen und verschloss es auf diese Weise. Das erschien vielen als ein Symbol für ein abschließendes Amen Gottes als Siegel auf ein langes Leben in unermüdlichem Einsatz für das Evangelium. Es wurde auch berichtet, aber nicht offiziell bestätigt, dass der Papst sein Leben mit einem letzten, fast unhörbar gehauchten Amen beendet habe“ (Aus: Egon Kapellari, Und dann der Tod… ?Sterbe-Bilder, Verlag Styria, 2005).

Eigentlich hätte jeder Katholik, der Augen hat zu sehen, es sehen müssen: Karol Wojtyla hat die Verwandlung der Konzilskirche in eine Menschenmachwerkskirche vollendet. Und diese neue Kirche dient durchaus nicht mehr dem wahren Gott, sondern dem Frieden in der Welt und dem Menschen und damit dem „Vater des Tempels des universellen Friedens unter den Menschen“. Die Allerlösungslehre Karol Wojtylas, die letztlich der modernen Gnosis entspringt, entpuppt sich als eine alles verwandelnde, oder man könnte auch sagen zerstörende Kraft. Der übernatürliche Glaube wird hinweggefegt, die göttliche Kirche in die Katakomben vertrieben. Wie es Johannes Dörmann in wenigen Sätzen umschreibt, vereinnahmte Johannes Paul II. die „alte“ Kirche, um sie im Sinne der modernen Gnosis umzugestalten: „Das Hineinlesen der «Lehre des Konzils» in die bisherige Lehre der Kirche führt jedoch in Wirklichkeit zu einer tiefgreifenden Sinn-Mutation des gesamten überlieferten Glaubens im Sinne der Allerlösungsthese, und weil es sich «nur» um die Ausweitung der objektiven auf die subjektive Universalität der Erlösung handelt, zu einer schillernden Doppeldeutigkeit zahlreicher Texte. Nach dieser sublimen Sinn-Mutation macht es keine Schwierigkeit, ‚die gesamte frühere Lehre der Kirche in der Lehre des letzten Konzils wieder(zu)erkennen‘“ (Dörmann II/3, S 39).

Das mag auch ein Grund dafür sein, weshalb die allermeisten „Katholiken“ nicht einmal merkten, was eigentlich mit ihnen geschehen ist – und diesen Mann bald als Heiligen ihrer Kirche verehren werden. Wir jedoch legen dagegen Protest ein, der freilich nur von den wenigsten gehört werden und deswegen sicher nicht viel bewirken wird, außer womöglich bei der kleine Herde, die bereit ist, dem Herrn auch in die Wüste zu folgen.