Die zehn Lebensregeln des Jorge Mario Bergoglio alias Franziskus

Die von Gott gegeben 10 Gebote beginnen wie gesagt nicht mit dem Menschen, sondern mit Gott. Ruhen doch die Pflichten gegenüber dem Nächsten auf den Pflichten gegenüber Gott auf. Denn Gott ist die einzige und wahre Grundlage von Recht und Gerechtigkeit. Mitmenschlichkeit ohne Gott ist darum von vorneherein zum Scheitern verurteilt, auch wenn uns die modernen Medien das Gegenteil suggerieren wollen. Hat sich etwa Jorge Mario Bergoglio von diesen täuschen lassen und das Märchen für wahr gehalten, daß der Atheist der bessere Mensch sei?

Die Aufforderung, sich stets weiterzuentwickeln in Verbindung mit dem Hinweis „Stille Wasser werden schnell faulig“ in diese hektische, streßüberladene Zeit gesprochen, scheint doch genau das Gegenteil von dem zu sein, was der Mensch heute notwendig braucht. Bauen Sie sich inmitten des Lärmes eine Oase der Stille und des Gebetes, so müßte man raten.

Die zweite Regel: „Seien Sie großzügig zu sich und zu anderen. Der Papst warnt davor, sich nur mit sich selbst zu beschäftigen: ‚Wenn Sie sich in sich selbst zurückziehen, riskieren Sie, egozentrisch zu werden.’“

Liest man die verschiedenen Regeln, dann fällt einem grundsätzlich eines auf: Es geht in all den Regeln niemals um das wahre Gut. Es ist also nicht nur so, daß Gott einfach nicht erwähnt wird, nicht namentlich genannt wird, es ist so, als würde er gar nicht existieren. Die Begriffe werden deswegen völlig wertneutral gebraucht, man könnte auch sagen bedeutungslos. Großzügig sein ist zunächst einmal neutral. Es kommt doch darauf an, in welcher Weise und in welchem Zusammenhang jemand großzügig ist. Sich mit sich selbst beschäftigen ist ebenfalls zunächst neutral. Es kommt doch darauf an, wie ich mich mit mir selbst beschäftige, mit welcher Absicht, welchem Ziel. Die Ausführungen Jorge Mario Bergoglios bewegen sich letztlich niemals auf einer objektiven Werteebene, darum sind sie im Grunde bloße Schlagwörter. Schlagwörter gehören aber wesentlich zu Ideologien, denn bei Schlagwörtern geht es niemals um Wahrheit, vielmehr schlagen sie die Wahrheit tot. Seien sie nicht egozentrisch! Das hört sich zwar ganz gut an, aber was heißt das denn nun genau und auf den Punkt gebracht? Christlich formuliert müßte man beim Thema des nur allzu weit verbreiteten Egoismus über die geordnete Selbstliebe sprechen, die jedoch ohne Gottesliebe unmöglich ist. Aber von Gott redet ja Jorge Mario Bergoglio nicht.

Entsprechend lautet seine dritte Regel: „Gewinnen Sie Gelassenheit. Er beruft sich auf die Erzählung ‚Don Segundo Sombra‘ des argentinischen Autors Ricardo Güiraldes. In ihr blickt der Protagonist, ein Gaucho, auf sein Leben zurück – und wie er im Laufe der Jahre immer gelassener wurde: ‚Er sagt, dass er in seiner Jugend ein Fluss voller Steine war, die er mit sich herumschleppte. Als Erwachsener war er ein fließendes Gewässer. Im Alter floss er immer noch, aber langsam, wie das Wasser in einem See.’“

Was wir oben gesagt haben, gilt auch hier: Gelassenheit ist weder gut noch schlecht. Sie kann gut sein, wenn damit etwa Geduld im Alltag gemeint ist, sie kann schlecht sein, wenn sie gleichgültig, träge, untätig usw. ist. Dementsprechend ist auch die Ausführung des Gaucho nur eine literarische Ausfaltung eines an sich unbestimmten Begriffs der Gelassenheit. Diese sagt nichts über das wahre Leben aus, ob nämlich das Leben in Gott ist, denn Er, Gott ist unsere wahre Gelassenheit, was man am besten am Beispiel der Märtyrer sehen kann. Allein diese gottgeschenkte Gelassenheit führt zum wahren und ewigen Ziel des Lebens.

Die vierte Regel: „Machen Sie den Fernseher aus und verbringen Sie Zeit miteinander. Zu viel Fernsehen sei die Ursache dafür, dass Kindern ‚der Spaß an Kunst, Literatur und dem Spiel miteinander‘ verloren ginge. Fernsehen während der Mahlzeiten führe dazu, dass Familien nicht mehr miteinander sprächen.“

Der Fernseher gefährdet das gesellschaftliche Zusammensein der Familie und führt zu einer krankhaften Tatenlosigkeit, das ist sicher richtig. Doch mit dieser Feststellung befinde ich mich noch ausschließlich auf der Ebene des Verhaltens und es ist noch nichts über die Inhalte des heutigen Fernsehens gesagt; nichts über die geistigen Gefährdungen, die moralischen Defizite, die brutale Gewalt usw. Nichts darüber, daß die modernen Medien den Menschen entmündigen, denn sie machen ihn glauben, er könne selber denken, obwohl er nur mehr oder weniger dumm nachplappert, was er im Fernsehen „gesehen“ hat. Darum müßte man vielmehr als Regel aufstellen: Ein erwachsener Mensch schaut nicht fern, weil er gelernt hat, sich selbst zu beschäftigen, weswegen er keine Unterhaltungsmaschine braucht. Das wäre doch der richtige Ansatz, wenn man schon über das Thema Fernsehen vernünftig sprechen möchte, oder etwa nicht?

Die fünfte Regel: „Arbeiten Sie am Sonntag möglichst nicht. ‚Der Sonntag gehört der Familie‘, sagt Franziskus.“

Früher hat der Sonntag Gott gehört, heute gehört er, gemäß Franziskus, höchstens noch der Familie. Angesichts der statistischen Erhebungen über den Gottesdienstbesuch am Sonntag wäre es doch erwartbar gewesen, daß Jorge Mario Bergoglio auch darüber eine Regel formuliert. Oder ist ihm noch gar nicht aufgefallen, daß die Gotteshäuser immer leerer werden? Kennt er etwa nur den modernen Event-Katholizismus und nicht das wirkliche Leben?

Die sechste Regel: „Unterstützen Sie die Jugend, sorgen Sie dafür, dass sie würdige Berufe findet. ‚Wir müssen erfinderisch sein mit jungen Leuten. Wenn sie keine Möglichkeiten haben, verfallen sie den Drogen.’“

Ob man mit dieser Regel die Jugendlichen vor den Drogen schützen kann, das darf sicher mit guten Gründen bezweifelt werden. Denn die Wurzeln der Sucht liegen viel tiefer. Außerdem scheint Jorge Mario Bergoglio der völlige Verlust des Glaubens bei den meisten Jugendlichen der westlichen Welt in keiner Weise zu beschäftigen, denn vom Glauben oder von Gott spricht er wiederum mit keinem Wort.

Siebte Regel: „Respektieren Sie die Natur. ‚Ist die Menschheit dabei, Selbstmord zu begehen mit dieser rücksichtslosen und tyrannischen Ausbeutung der Natur?‘, fragt Franziskus besorgt.“

Wer ist die Menschheit? Dieses Abstraktum taucht immer dann auf, wenn die wirklichen Verantwortlichen nicht genannt werden wollen oder sollen. Franziskus scheint ganz politisch korrekt zu denken, zu reden und Lebensregeln zu formulieren.