Bergoglio als Umweltguru

Durch die politische Wochenzeitung „Neue Solidarität“ wurden wir darauf aufmerksam gemacht, daß sich hinter dem Schreiben Bergoglios vor allem ein Mann verbirgt, der aufgrund seiner schillernden Vergangenheit und seines derzeitigen politischen Einflusses nicht einfach übergangen werden sollte: Hans-Joachim Schellnhuber. Es heißt dort: „Der Kernaspekt dieser Enzyklika trägt die Handschrift einer Person: Hans Joachim Schellnhuber, seit 2005 auch bekannt als ‚Klimaguru‘ von Kanzlerin Merkel. Als neues Mitglied der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften soll er wesentlich an der Formulierung des Textes beteiligt gewesen sein, und er stellte ihn auch in einer Pressekonferenz in Rom am 18. Juni vor. Dort beschwor er mit zahlreichen Tabellen und Grafiken das nahe Ende unseres Planeten: Bis Ende des Jahrhunderts würden die Durchschnittstemperatur um 5° C und der Meeresspiegel um 50 Meter ansteigen. Frohlockend über seinen Sieg über die sog. Klimaskeptiker verglich er die Enzyklika mit den Kirchenreformen des Franz von Assisi vor Jahrhunderten und betonte, das neue Dokument des Vatikans sei eine große Herausforderung für traditionell eingestellte Katholiken in aller Welt.“

Und weiter: „Obwohl er Merkels Berater in Umweltfragen ist, ist Schellnhuber als ein Agent der malthusianischen Politik des Britischen Empire zu betrachten. So hat er in der Vergangenheit erklärt, die Erde könne nicht mehr als eine Milliarde Menschen tragen. Wie ähnliche Ideologen gibt Schellnhuber dem Industriezeitalter die Schuld an den Umweltproblemen der Welt. Das große Übel liege im Übergang in das ‚Kohlenstoffzeitalter‘ Ende des 18. Jahrhunderts, wir müßten in das vorindustrielle Zeitalter zurückkehren.“

In Rom bei der Vorstellung des Textes gab sich Schellnhuber zurückhaltender als in seinen sonstigen Veröffentlichungen. Er hat offensichtlich vorsichtshalber seine eigenen Ansichten zugunsten der gemäßigteren vatikanischen Vorgaben zurückgestellt.

Tilmann Kleinjung, ARD-Hörfunkstudio Rom, berichtet in „tagesschau.de“: „Der Leiter des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung, Hans Joachim Schellnhuber, hat die Enzyklika heute in Rom vorgestellt. Für ihn ist sie ein Beispiel dafür, dass Glaube und Vernunft, Moral und Wissenschaft keine Gegensätze sind: ‚In der Enzyklika werden diese beiden Welten zusammengebracht. Und sie widersprechen sich nicht, sie können nur zusammen der Komplexität der Schöpfung gerecht werden.‘ Papst Franziskus macht vor allem deutlich, wie weit sich die Erde von ihrem paradiesischen Urzustand entfernt hat. ‚Die Erde, unser Haus, scheint sich immer mehr in eine unermessliche Mülldeponie zu verwandeln‘, schreibt der Papst. Und zum Stichwort Artensterben fragt er: ‚Wer hat die wunderbare Meereswelt in leb- und farblose Unterwasser-Friedhöfe verwandelt?‘ Eine rhetorische Frage. Menschen verschandeln und verseuchen die Natur.“

Er fragt: „Wer ist für den Klimawandel verantwortlich?“ und bemerkt: „Papst Franziskus lehnt es allerdings ab, das rasante Bevölkerungswachstum als Ursache für den Klimawandel verantwortlich zu machen. Ein heißes Eisen für die katholische Kirche, die jede Form der künstlichen Empfängnisverhütung ablehnt. ‚Die Schuld dem Bevölkerungszuwachs und nicht dem extremen und selektiven Konsumverhalten einiger anzulasten, ist eine Art, sich den Problemen nicht zu stellen‘, schreibt Franziskus. Ein gewisses Maß an Unterstützung erhält Franziskus darin vom Wissenschaftler Schellnhuber: ‚Gerade zu Klimaproblemen kann ich ganz klar sagen: Es sind nicht die armen Massen, die das Klima verändern. Es ist der Konsum der Reichen. Die ärmste Milliarde der Menschen trägt praktisch nichts zum Klimawandel bei.’“

Sind also die Ärmsten schuld am Klimawandel? „Die Ärmsten bekommen allerdings die Folgen des Klimawandels zu spüren. Franziskus spricht von ‚ökologischer Schuld‘. Die Erwärmung der Erde, die durch den ‚enormen Konsum einiger reicher Länder‘ verursacht werde, habe Auswirkungen in den ärmsten Zonen der Erde. Mit den bekannten Folgen: Dürre, Hunger, Flucht. Dem Stöhnen der Erde, schließe sich ‚das Stöhnen der Verlassenen der Welt‘ an.“

Stellen wir dieser Darstellung das gegenüber, was in der Wochenzeitung „Solidarität“ über Prof. Schellnhuber berichtet wird: „Merkel warb auf dem jüngsten G7-Gipfel für die ‚Dekarbonisierung der Weltwirtschaft‘, auch diese Idee geht auf Schellnhuber zurück, genauso wie Merkels einseitiger Beschluß im März 2011, ganz aus der Kernenergie auszusteigen, wofür der Unfall von Fukushima als Vorwand diente. Aber die Vorstellung, eine Industriegesellschaft und ihre Bevölkerung ließen sich nur mit ‚erneuerbaren Energien‘ wie Wind, Sonne und Biomasse erhalten, ist ein gefährlicher Sophismus: das Resultat wäre eine Entvölkerung.“

Wir erfahren ferner: „Entsprechend seines britischen ideologischen Hintergrundes arbeitete ‚John‘ Schellnhuber 2001-05 für die Klimaforschungsabteilung der berüchtigten Universität East Angfia. Im ‚Klimagate‘-Skandal wurden kurz vor der Kopenhagener Weltklimakonferenz 2009 E-Mails der Universität bekannt, die bewiesen, daß dort Daten manipuliert und unterdrückt wurden. ‚John‘ war auch Umweltberater des damaligen britischen Premierministers Tony Blair bei der Vorbereitung des G7-Gipfels in Gleneagles 2005; wenig später wurde er von Königin Elisabeth II. persönlich während ihres Deutschlandbesuchs 2004 als Commander of the British Empire (CBE) ausgezeichnet – für Verdienste um das Empire.“

Der Wissenschaftler Schellnhuber scheint nicht gerade zimperlich zu sein, wenn darum geht, wissenschaftliche Beweismittel für seine Thesen zu finden – im Zweifelsfall hilft er einfach nach, es werden kurzerhand „Daten manipuliert und unterdrückt“. Zudem fragt man sich auch, warum Franziskus sich Berater mit einer solchen Vergangenheit und solchen politischen Verflechtungen aussucht?

Gehen wir diesen politischen Verflechtungen noch ein wenig nach. Der schon erwähnte Artikel der Wochenzeitschrift „Neue Solidarität“ greift auf dabei auf die Gründerin und Vorsitzende des Schiller-Instituts, Helga Zepp-La-Rouche zurück, die in ihrem Schlußwort bei der Pariser Konferenz des Instituts die malthusianische Politik, die hinter dem Schwindel der angeblichen menschengemachten globalen Erwärmung und Schellnhubers Rolle bei dessen Verbreitung steht, scharf angegriffen. Sie berichtete: „1974 fuhr ich zu der UN-Bevölkerungskonferenz nach Bukarest und hatte einen Entwicklungsplan bei mir, der im wesentlichen darauf beruhte, daß man einen umfangreichen Technologietransfer von den Industrieländern in den Entwicklungssektor brauchte. Damit wäre es sehr einfach gewesen, die Unterentwicklung zu überwinden. Aber was passierte dann? John D. Rockefeller III. präsentierte seinen eigenen Plan, worin erstmals die Begriffe ,nachhaltige Entwicklung’, ,angepaßte Technologie’ usw. auftauchten. ‚Angepaßte Technologie’ bedeutet, daß in Afrika niemals Eisenbahnen gebaut würden, sie würden kleine Schaufeln und kleine Brunnen in ihren Dörfern bekommen, womit sie Dinge tun könnten, die für sie ,angepaßt’ sind.“

Frau Zepp-La-Rouche schildert weiter: „Damals waren solche Ideen ganz neu, das sogenannte ,Umweltdenken’ gab es praktisch noch nicht, und alle linken Gruppen, die auf der Bevölkerungskonferenz in Bukarest waren, reagierten auf den Begriff ‚Bevölkerungsexplosion’, da Rockefeller von einer Explosion der Bevölkerungszahl gesprochen hatte und davon, daß man die Bevölkerung reduzieren müßte. Und alle die linken Gruppen sagten: ,Die Bevölkerungsbombe ist ein Rockefeller-Baby.’ Denn man wußte, daß dies ein oligarchisches Interesse war. Ich intervenierte auf der Konferenz und sagte, das, was Sie hier vorschlagen, ist in der Konsequenz tausendmal schlimmer als Adolf Hitler. Das war absolut wahr, wenn man die Zahl der Menschen berechnet, die infolge der Verweigerung von Technologie, infolge der IWF-Konditionalitäten für die Dritte Welt gestorben sind. Heute ist die Situation so, daß Herr Schellnhuber, ein CBE (Commander of the British Empire), – ein offener Betrüger und eine psychologisch sehr schwierige Person, um es diplomatisch auszudrücken, Einfluß auf die katholische Kirche ausübt, um die Weltwirtschaft zu ,dekarbonisieren’. Wir haben bereits dagegen gekämpft, als er dies der Bundesregierung vorschlug, denn es bedeutete, sämtliche fossilen Brennstoffe und natürlich auch die Kernenergie zu eliminieren. Und wenn man nur auf erneuerbare Energien (Wind, Sonne usw.) setzt, wird man am Ende eine Tragfähigkeit der Erde von nur noch etwa einer Milliarde Menschen haben.“

Sie fährt fort: „Wir haben die Nullwachstumsbewegung bereits seit Anfang der 70er Jahre bekämpft. Damals sagten einige Leute: Wir kann man die Bevölkerung reduzieren? Ja, sagten sie, es gibt die vier Reiter der Apokalypse – Krieg, Tod, Hunger und Seuchen -, und man läßt diese ihre Arbeit tun, so daß sich die Bevölkerung von selbst reduziert. Wenn es gelingen sollte, diese Politik in die Pariser Klimakonferenz in diesem Jahr einzubringen – was hoffentlich nicht passieren wird, aber es wird massive Versuche geben -, dann bedeutete dies, diese Institutionen in Einrichtungen für den Völkermord zu verwandeln, und wir müssen dagegen mit allen Mitteln vorgehen. Denn dies ist eine Form des Nazismus oder des Ökofaschismus. Wir müssen deswegen in allen Ländern der Welt mobilisieren, um das zu blockieren, und die letzte Diskussionsrunde unserer Konferenz gab uns dazu ausgezeichnete Munition. Diese Leute sind Betrüger. Vielleicht erinnern Sie sich noch an das alte Plattenlabel mit dem kleinen Hund, der in ein Grammophon schaut: His Master’s Voice: Auf diese Wissenschaftler trifft der Spruch zu: ,Wes Brot ich eß, des Lied ich sing.’“

Frau Zepp-La-Rouche zieht das Fazit: „Das sind keine Wissenschaftler, das sind Leute, deren Tradition auf die Versuche zurückgeht, Leibniz aus der Berliner Akademie zu verdrängen. Sie Veranstalten Wettbewerbe, bei denen dann die korruptesten Wissenschaftler gewinnen. Leute wie Kästner und Lessing kämpften gegen diese Kreise. Das ist ein alter Trick der Oligarchie, und heute werden viele dieser Wissenschaftler einfach gekauft. Sie sind keine Wissenschaftler, sondern sie tun nur das, wofür sie Förderungsgelder erhalten. Selbst die besseren Wissenschaftler benutzen eine grüne Fachsprache, um irgendwelche Fördergelder zu bekommen. Dann mogeln sie ihr kleines Projekt hinein, um überhaupt noch Forschung betreiben zu können, aber sie geben ihr einen grünen Namen, um an Gelder zu kommen. Die Korruption des Denkens ist unglaublich.“

Greifen wir nochmals den Artikel von Peter Helmes auf, der uns in der Sache durchaus einen Schritt weiterbringen kann: „So stammen die Kapitel 23-26 zum Klimawandel mit einiger Gewißheit nicht aus Franziskus’ Feder, sondern aus Potsdam. Dieser Textteil ist naturwissenschaftlich gesehen nicht haltbar. Unter Benedikt wurde 2007 noch das genaue Gegenteil verlautbart. Dieselben Akteure aus Potsdam wurden seinerzeit mit ’non convincono‘ (überzeugt nicht) abgefertigt. Schon der erste Satz in Kap. 23 ist schlicht unsinnig. Das Klima ist kein ‚gemeinschaftliches Gut von allen und für alle‘, sondern ein bloßer Rechenwert. Man kann nicht einmal sagen, daß das den Berechnungen zugrundeliegende Wetter in irgendeiner Weise ein ‚gemeinschaftliches Gut‘ sei. Unter dem anerkannten Wissenschaftler Benedikt XVI. schrieb noch das Giornale del Popolo: ‚Le tesi catastrofiste sul clima non convincono il Vaticano‘ (‚die Katastrophen-Thesen zum Klima überzeugen den Vatikan nicht‘). Daß jetzt auch Papst Franz auf den Zug des angeblich menschengemachten Klimawandels aufspringt, deutet eher auf das Mitwirken des PIK denn auf Einsicht durch Vernunft hin.“