Bergoglios Crash-Tests

Also wiederum: Auto an die Wand gefahren, Insassen tot! Da möchte man nun wirklich kein Seelsorger mehr in dieser Menschenmachwerkskirche sein. „Kardinal“ Schönborn meint hierzu: „Viele Katholiken erhofften sich ein klärendes Wort des Papstes zu strittigen Themen wie dem Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen oder Homosexuellen. Papst Franziskus betont zu unterscheiden. Das Unterscheiden sei auch die große Aufgabe des Schreibens. Diese verantwortungsvolle Unterscheidung überlässt er den Seelsorgern, den Gemeinden und den Betroffenen. Franziskus setzt nicht Normen und geschriebene Gesetze an die erste Stelle, sondern die Ausrichtung auf die Liebe sei das Wichtigste.“

Schönborn scheint nicht einmal gemerkt zu haben, wie unsinnig sein Gedankengang ist: Einerseits betont er, „Papst“ Franziskus gehe es darum zu unterscheiden, was sogar die große Aufgabe dieses Schreibens sei. Anderseits wird aber gerade nicht unterschieden, vielmehr wird die Aufgabe der Unterscheidung auf die Basis verlagert. Die einzige römische Vorgabe dabei ist, daß niemand ausgeschlossen werden darf. Das gilt selbst für Homosexuelle, denn Bergoglio ergänzt, daß jeder „unabhängig von seiner sexuellen Orientierung, in seiner Würde geachtet und mit Respekt aufgenommen werden soll und sorgsam zu vermeiden ist, ihn in irgendeiner Weise ungerecht zurückzusetzen oder ihm gar mit Aggression und Gewalt zu begegnen“. Wobei aber eine Verbindung zwischen homosexuellen Menschen (noch) nicht mit der Ehe gleichgestellt werden darf.

Wir sehen, Bergoglio macht es möglich, den Tod der Seele, die schwere Sünde, nennt man nunmehr „eigenverantwortete Gewissensentscheidung jedes einzelnen“. Damit ist der Weg auch innerhalb der Menschenmachwerkskirche endgültig frei für die freie Liebe der 68er Generation. Was nur diejenigen in Erstaunen versetzt, die weder Wojtyla noch Ratzinger richtig gelesen haben. Bergoglio kann weitgehend auf ihre Vorarbeit verweisen. Außerdem sind im Nachhinein nun auch all jene Erklärungen mancher Bischofskonferenzen zur Enzyklika „Humanae vitae“ Montinis alias Paul VI. gerechtfertigt. Diese haben, genauso wie jetzt Bergoglio, die letzte Entscheidung dem Gewissen des Einzelnen überlassen.

„Allerdings haben die Bischöfe damals eingeräumt, daß es dem einzelnen Gläubigen möglich sein müsse, bei einer vom Lehramt der Kirche abweichenden Gewissensüberzeugung dieser ‚zunächst‘ zu folgen, sofern die Bereitschaft zur weiteren Auseinandersetzung mit der in Frage stehenden Norm gegeben sei. Gerade diese auf dem Hintergrund einer angezielten pastoralen Vermittlung formulierte Annahme der Bischöfe wurde bald Anlaß zu gezielter Opposition gegen die in ‚Humanae vitae‘ bezüglich der Empfängnisverhütung vertretene katholische Lehre“, so schreibt Prof. Dr. Josef Spindelböck auf www. St Josef.at über die sogenannte „Maria-Troster-Erklärung“ der österreichischen Bischöfe, die diese am 22. September 1968 im Anschluß an die Enzyklika Papst Pauls VI. „Humanae vitae“ verabschiedeten. Und er führt Bischof Krenn an, der in seinem Pastoralschreiben an die Priester und Gläubigen der Diözese „25 Jahre seit Humanae vitae“ meint: „Der Versuch, ein irrendes und im Widerspruch zur Lehre der Kirche stehendes Gewissen als rechtes Gewissen dennoch zuzulassen und ihm eine gewisse allgemeine und objektive Gültigkeit zuzugestehen, war die bedauerliche Inkonsequenz der sogenannten ‚Maria-Troster-Erklärung’ der österreichischen Bischöfe vom 22. September 1968.“ Unter Bergoglio sind nun alle zu dieser bedauerlichen Inkonsequenz verpflichtet!

Test Nummer 6: Franziskus ein neuer Luther?

Doch kommen wir allmählich zum Schluß unserer Erwägungen. Es ist nun schon öfters von der Barmherzigkeit die Rede gewesen, nicht von der Barmherzigkeit Gottes, sondern von der Bergoglios. Hierzu ist uns bei der Quellensuche für diese Arbeit ein Text in die Hände gefallen, der uns ein Verständnisschlüssel zum Denken dieses Mannes zu sein scheint. Thomas Jansen von der KNA fragt sich, ob nicht Franziskus ein neuer Luther sei? Er gibt auf diese Frage die durchaus bedenkenswerte Antwort: „Falls sich Franziskus und Bedford-Strohm (Vorsitzender der „Evangelischen Kirche in Deutschland“) doch über Theologie unterhalten wollten, wäre Benedikt XVI. der geeignete Stichwortgeber. Der emeritierte Papst schlug jüngst eine kühne theologische Brücke zwischen Martin Luther und Franziskus. Seine These: Franziskus‘ Kurs der Barmherzigkeit sei die Rechtfertigungslehre des Reformators in modernem Gewand. Für den heutigen Menschen hätten sich die Dinge gegenüber der Zeit Luthers in gewisser Hinsicht umgekehrt. Was früher die Rechtfertigung durch den Glauben gewesen sei, das sei heute die Barmherzigkeit Gottes. So lasse sich der Kern der Rechtfertigungslehre heute ‚neu verstehen und erscheint wieder in seiner ganzen Bedeutung‘. Ist Papst Franziskus also ein neuer Martin Luther? Soweit ging Benedikt XVI. freilich nicht.“

Man muß nun gar nicht so kühn sein, um das zu bejahen, was Josef Ratzinger zur Barmherzigkeit Bergoglios äußerte. Diese ist eindeutig, genauso wie Luthers Rechtfertigung durch den Glauben, nichts anderes als ein vermessentliches Vertrauen auf die Barmherzigkeit Gottes. Beides, Luthers Rechtfertigung durch den Glauben und Bergoglios Barmherzigkeit, ist somit eine Sünde gegen den Heiligen Geist – und wenn auch Bergoglio kein neuer Martin Luther sein mag, so wandert er dennoch, genau wie dieser, stramm auf dem Weg in die Hölle, denn: „Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben, aber die Lästerung gegen den Geist wird nicht vergeben“ (Mt. 12,31).

Keinen, der aufmerksam die hier aufgezeigten Taten Bergoglios im Licht des wahren Glaubens mitverfolgt hat, dürfte deswegen auch unser letzter Crash-Test Bergoglios überraschen. KNA berichtet:

Vatikanstadt. Papst Franziskus hat die katholische Kirche zu mehr Offenheit gegenüber den Protestanten aufgerufen. In einem Redemanuskript ermuntert er Katholiken und Lutheraner, gemeinsame Gespräche fortzusetzen.
Der Papst halte es für grundlegend, „dass die katholische Kirche mutig eine aufmerksame und ehrliche Neubewertung der Absichten der Reformation und der Person Martin Luthers unternimmt“, heißt es in einem Redemanuskript des Papstes.
Franziskus hatte die Ansprache ursprünglich bei seinem Besuch in der deutschsprachigen lutherischen Gemeinde Roms am Sonntag verlesen wollen, dann jedoch eine freie Rede gehalten. Stattdessen wurde sie jetzt von der Vatikanzeitung „Osservatore Romano“ veröffentlicht.
Katholiken hätten die gleiche Taufe erhalten wie Protestanten, so der Papst darin. Die Entstehung der evangelischen Gemeinschaft sollten sie vor dem Hintergrund einer „Ecclesia semper reformanda“ sehen, einer stets zu reformierenden Kirche, fordert er. Dies folge auch der „großen Spur“ des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965), mit dem sich die katholische Kirche für die moderne Welt geöffnet habe.
Weiter ermuntert Franziskus Lutheraner und Katholiken, ihr theologisches Gespräch fortzusetzen. „Nach fünfzig Jahren ökumenischen Dialogs zeigen uns die erreichten Bemühungen, dass all das, was uns verbindet, schon viel mehr ist als das, was uns noch trennt.“ Mit der richtigen Zuversicht in diesen Dialog könnten auch die Fragen nach dem Verständnis von Kirche, Eucharistie und Amt angegangen werden.
Schon jetzt können die Konfessionen nach seinen Worten aber durch die gemeinsame Arbeit für Arme, Alte, Flüchtlinge und andere Notleidende auf dem Weg zur Einheit weiter vorangehen. Dies gelte auch für das gemeinsame Gebet und ökumenische Gottesdienste. (KNA)

Da 2017 ein außerordentliches Reformationsgedenkjahr bevorsteht, wird der religiöse Dialog mit den sog. Protestanten sicherlich in den kommenden Monaten in den Vordergrund treten. Vorneweg hat „Papst“ Franziskus schon einmal seine „Kirche“ dazu aufgerufen „mutig eine aufmerksame und ehrliche Neubewertung der Absichten der Reformation und der Person Martin Luthers“ zu wagen. Bergoglio wird nicht müde werden zu zeigen, „dass all das, was uns verbindet, schon viel mehr ist als das, was uns noch trennt“. Dabei kann er sich darauf verlassen, daß nur noch eine verschwindende Minderheit ihm hierin widersprechen wird. Denn nur diejenigen, die noch den übernatürlichen Glauben bewahrt haben, wissen, daß es keine Gemeinsamkeiten mit den Protestanten geben kann. Der wahre göttliche Glaube ist eine unteilbare Einheit. Entweder nimmt man den ganzen Glauben an – oder man hat gar keinen übernatürlichen Glauben. Nimmt man nämlich nicht den ganzen Glauben an, wählt man selber aus, was man glauben will oder nicht, womit das eigene Urteil zur letzten Instanz des Glaubens wird, so ist es nur noch ein rein natürlicher Glaube.

Noch ein Hinweis ganz zum Schluß

In den angeführten Kommentaren ist mehrmals vom 2. Vatikanum die Rede gewesen. Meistens wird gesagt, schon im Konzil seien die zur Sprache kommenden neuen Interpretationen grundgelegt worden. Unter den Traditionalisten gibt es von Anfang an eine Debatte darüber, wie man dieses „Konzil“ beurteilen soll. Manche sagen, man müsse es als Ganzes ablehnen, manche, man müsse es im Licht der Tradition interpretieren und nur die Passagen ausblenden, in welchen Lehren gegen die Tradition formuliert worden seien. Was ist dazu zu sagen?

Wir sind der Meinung: Das 2. Vatikanum war der Super-Crash-Test der Feinde der Kirche. Durch die Feinde der Kirche wurde auf dem 2. Vatikanum kurzerhand eine neue Gegenkirche gegründet, eine Antikirche mit einem Gegenglauben, mit Gegensakramenten und Gegengesetzen – und die allermeisten Katholiken haben es nicht einmal bemerkt. Sie haben es bis heute nicht bemerkt und bemerken es trotz der bergoglioschen Crash-Tests immer noch nicht, daß sie nicht mehr zur wahren Kirche Jesu Christi gehören, sondern zu einer von Menschen gemachten Afterkirche, einer dämonischen Nachäffung.

Eindeutig: An die Wand gefahren und alle Insassen waren tot!