Die Liebe zur ewigen Weisheit

von antimodernist2014

Der hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort hat ein Buch über „Die Liebe zur ewigen Weisheit“ geschrieben. Er möchte den Leser darin anregen, sich „die Erkenntnis unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus, der menschgewordenen Weisheit“ anzueignen, damit wir infolgedessen die irdische Weisheit fliehen lernen und dafür die ewige Weisheit in allem suchen.

Die Weisheit der Welt ist nämlich feindlich gegen Gott. Sie „besteht in einer vollkommenen Übereinstimmung mit den Grundsätzen und Gebräuchen der Welt. Sie ist ein beständiges Streben nach Größe und Ehre. Sie ist eine beständige und geheime Sucht nach Vergnügen und nach dem eigenen Vorteil, zwar nicht auf grobe, schreiende Art, wobei man sich anstoßerregende Verfehlungen zuschulden kommen ließe, sondern auf feine, trügerische, schlaue Weise. Sonst wäre dies nach dem Urteil der Welt nicht mehr Weisheit, sondern Liederlichkeit.“ Darum ist der Weltweise ein Mensch, „der, weil er sich nur vom Licht der Sinne und der natürlichen Vernunft leiten läßt, sich nur den Schein eines Christen und rechtschaffenden Menschen geben will, ohne sich indessen darum zu kümmern, Gott zu gefallen und durch Bußfertigkeit die Sünden zu tilgen, die er gegen die göttliche Majestät begangen hat“. Sein Sinnen geht allzeit aufs Irdische, denn er hängt sein Herz an seine Besitztümer und tut alles, um reich zu werden. Doch kümmert er sich nicht um sein Seelenheil und die übernatürlichen Heilsmittel, wie Beichte, hl. Kommunion, Gebet usw., außer nur hie und da auf oberflächliche Weise, um die Sache erledigt zu haben und um den guten Schein zu wahren.

Während die Weltweisheit vom erbsündlich geschwächten Menschen und vom Vater der Lüge stammt, stammt die ewige Weisheit von Gott und ist eine Gnade. Die ewige Weisheit „ist ein Hauch der Kraft Gottes und ein reiner Ausfluß der Klarheit des allmächtigen Gottes, darum kommt nichts Unreines zu ihr. Sie ist nämlich der Glanz des ewigen Lichtes und der makellose Spiegel der Herrlichkeit Gottes und das Bild seiner Güte.“ Sie sagt von sich selbst: „Ich bin eingesetzt von Ewigkeit, von Alters her, ehedem die Erde geworden. Die Tiefen waren noch nicht, und ich war schon empfangen.“

Der hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort fragt nun: „Kann man lieben, was man nicht kennt? Kann man feurig lieben, was man nur unvollkommen kennt? Warum liebt man die ewige und menschgewordene Weisheit, den anbetungswürdigen Jesus, so wenig, wenn nicht deshalb, weil man ihn entweder gar nicht oder doch nur sehr wenig kennt?“ Unser Herr Jesus Christus, die menschgewordene Weisheit, ist die Offenbarung des Vaters, denn: „Niemand hat Gott je gesehen. Der Einzigerzeugte, Gott, der im Schoß des Vaters ist, er hat Kunde gebracht“ (Joh 1,18). Der hl. Ludwig Maria klagt: „Beinahe niemand vertieft sich mit dem Apostel in die alles überragende Wissenschaft Jesu, und doch ist sie 1. die edelste, 2. die süßeste, 3. die nützlichste und notwendigste aller Wissenschaften im Himmel und auf Erden.“

Die höchsten Güter sind meist nur schwierig zu erreichen. Das gilt schon besonders für geistige „Güter“, die ihrem Wesen nach für unsere Sinne unzugänglich sind, aber noch mehr für alles Übernatürliche. Eine der größten Gnaden, die Gott einem Menschen schenken kann, ist die Weisheit. Denn die Weisheit hat eine Unzahl anderer Güter im Gefolge. Sagt sie doch von sich selbst: „Ich bin die Mutter der schönen Liebe und der Furcht, der Erkenntnis und der heiligen Hoffnung. Bei mir ist alle Gnade des Wandels und der Wahrheit, bei mir alle Hoffnung des Lebens und der Tugend“ (Jesus Sirach 24,24f). Im Katechismus des hl. Petrus Canisius wird im ersten Teil von der Weisheit gehandelt. Auf die Frage: „Wie läßt sich die christliche Lehre zusammenfassen?“, gibt der Katechismus die Antwort: „Dass ein Christ das kennt und beachtet, was sich sowohl auf die Weisheit als auch auf die Gerechtigkeit bezieht. Die Weisheit, wie auch AUGUSTINUS gezeigt hat, beschäftigt sich mit den theologischen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe (1 Kor 13,13), wodurch der größte und gütigste Gott in diesem sterblichen Leben rein verehrt wird. Die Gerechtigkeit wird durch zwei Teile vollendet: durch das Meiden des Bösen und das Tun des Guten, wie der königliche Prophet sagt: Meide das Böse und tu das Gute. (Ps. 37,27) Aus diesen Quellen, nämlich der Weisheit und der Gerechtigkeit, wird leicht alles Übrige geschöpft, das mit dem christlichen Unterricht und der Disziplin übereinstimmt.“

Aus der Erkenntnis der Weisheit und dem Üben der Gerechtigkeit „wird leicht alles Übrige geschöpft, das mit dem christlichen Unterricht und der Disziplin übereinstimmt“. Wie notwendig ist es aber gerade heute, sich die Weisheit anzueignen? Ist der Katholik doch viel mehr als in den vergangenen Jahrhunderten auf sich selbst gestellt, leben wir doch in einer papstlosen Zeit. Die Weisheit hilft uns dazu, den Überblick nicht zu verlieren, d.h. das Wesentliche vom Nebensächlichen und das Wahre vom Falschen zu unterscheiden und damit das Ganze des hl. Glaubens festzuhalten. Um also zu dieser heilsnotwendigen Weisheit zu gelangen, an wen sollten wir uns wenden, wenn nicht an den Sitz der Weisheit, die allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria? Sagt doch der heilige Thomas von Villanova: „Wegen ihrer ganz besonderen und erhabenen Weisheit ließ ihr der himmlische Meister, als er zum Vater zurückkehrte, seine Schule und Lehrkanzel zurück, nicht zwar, damit sie die Schäflein weide wie Petrus, sondern damit sie seine Jünger mit der himmlischen Weisheit unterrichte, die sie von ihm gelernt hatte, denn weil sie einen so erhabenen Verstand hatte und so lange in der Schule Jesu Christi gewesen war, war sie auch weiser und gelehrter als alle Jünger.“ Wenn auch wir uns diese Weisheit aneignen wollen, müssen wir sie also kennenlernen und durch Maria in die Schule Jesu Christi gehen. Lassen wir uns darum vom hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort einmal die drei Eigenschaften dieser himmlischen Wissenschaft etwas näher erklären (Alle Texte sind genommen aus „Die Liebe zur Ewigen Weisheit“ vom Hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort, Linz-Verlag, Feldkirch). Nach ihm ist die Weisheit:

„1. Die edelste Wissenschaft
Sie ist erstens die edelste aller Wissenschaften, denn ihr Gegenstand ist das Edelste und Erhabenste, was es gibt: die unerschaffene und menschgewordene Weisheit, die in sich die ganze Fülle der Gottheit und Menschheit, ja alles einschließt, was es im Himmel und auf Erden Großes gibt, alle sichtbaren und unsichtbaren, geistigen und körperlichen Geschöpfe.
Der hl. Johannes Chrysostomus sagt, Jesus Christus sei ein Inbegriff der Werke Gottes, ein Sammelbild allerVollkommenheiten, die sich in Gott und in der gesamten Schöpfung finden. Jesus Christus, die Ewige Weisheit, ist alles, was du wünschen kannst und sollst. Verlange nach ihm, suche ihn, denn er ist jene einzige und kostbare Perle, für deren Erwerb du gerne bereit sein sollst, alles zu verkaufen, was du hast (vgl. Mt. 13,45f). ‚Dessen rühme sich, wer sich rühmt, daß er Einsicht hat und mich kennt‘ (Jer. 9,24). Der Weise soll sich seiner Weisheit nicht rühmen, noch der Starke seiner Stärke, noch der Reiche seiner Reichtümer, sondern wer sich rühmen will, rühme sich, daß er mich kennt, und nicht, daß er etwas anderes kennt.“

Die göttliche Weisheit, die verborgen war im Schoß des Vaters, ist Mensch geworden und damit für uns in wunderbarer Weise sichtbar und erkennbar. In Jesus Christus ist der ganze Reichtum Gottes eingeschlossen. Der hl. Petrus wünscht darum: „Gnade und Friede möge euch zuteilwerden in der Fülle der Erkenntnis Gottes und unseres Herrn Jesus. Seine göttliche Macht hat uns alles für das Leben und die Frömmigkeit Notwendige geschenkt durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch seine Herrlichkeit und Kraft“ (2 Petr 1,2f). Ein neues, aber unsichtbares Leben der Gnade ist uns in Jesus Christus geschenkt worden. Wir müssen lernen, in diesem neuen Leben zu wandeln, wie der hl. Paulus an die Kolosser schreibt: „Seitdem wir davon (nämlich von der Liebe der Kolosser zu ihm, dem Völkerapostel) Kunde haben, flehen wir unaufhörlich für euch und beten, ihr möchtet mit der Erkenntnis seines Willens in aller geistlichen Weisheit und Einsicht erfüllt werden, damit ihr des Herrn würdig wandelt, ganz so, wie es ihm wohlgefällt: fruchtbar an allen guten Werken, wachsend durch die Erkenntnis Gottes, gestärkt mit großer Kraft dank seiner machtvollen Herrlichkeit zu aller Geduld und Langmut, mit Freude dem Vater dankend, der euch befähigt hat, am Erbe der Heiligen teilzunehmen im Licht“ (Kol. 1,9-12). Je mehr der Christ von aller geistlichen Weisheit und Einsicht erfüllt ist, desto geradliniger ist sein Lebenswandel. Das wunderbare, über alles heilige Beispiel des Lebens Jesu ist ein ständiger Ansporn, weiter aufzusteigen auf der Stufenleiter der Heiligkeit. „Denn der Gott, der sprach: ‚Aus der Finsternis erstrahle Licht‘, der ist aufgeleuchtet in unseren Herzen, so daß für uns licht wurde die Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Antlitz Christi“ (2. Kor 4,6).

„2. Die süßeste Wissenschaft
Es gibt nichts Süßeres als die Kenntnis der göttlichen Weisheit.
Glücklich jene, die auf sie hören.
Glücklicher jene, die nach ihr verlangen und sie suchen!
Aber glückselig jene, die ihre Wege bewahren, und in ihrem Herzen die unendliche Süßigkeit verkosten, welche die Freude des Ewigen Vaters und der Ruhm der Engel ist! Wüßte man, welche Wonne eine Seele verkostet, die die Schönheit der Weisheit kennt und die Milch aus dieser Brust des Vaters trinkt, mamilla patris, so würde man mit der Braut im Hohen Liede ausrufen: ‚Meliora sunt ubera tua vino‘ (‚Lieblicher als Wein sind deine Brüste‘, Hohelied 1,1). Die Milch deiner Brust ist süßer als der vorzüglichste Wein und als alle Süßigkeiten der Geschöpfe, besonders dann,wenn die Ewige Weisheit der sie betrachtenden Seele die Worte zu verstehen gibt: gustate et videte, verkostet und sehet‘ (Ps. 33,9); comedite et bibite, esset und trinket (Hohel. 5,1); et inebriamini, und berauschet euch (ebd.) an meinen Süßigkeiten; denn mein Umgang hat nichts Bitteres und meine Gesellschaft nichts Widriges an sich, sondern man findet bei mir nur Befriedigung und Freude (Weish. 8,16).“

Dem irdischen Menschen, dem Weltmenschen ist die übernatürliche Freude fremd. Für ihn ist Freude gleich Vergnügen, Unterhaltung, Spaß. Man könnte auch sagen, sein geistiger Geschmacksinn ist verdorben, darum kann er die wahre Süßigkeit des Lebens, die geistig, ja sogar übernatürlich ist, nicht mehr verkosten. Nur das beharrliche Suchen nach der wahren Weisheit läßt uns begreifen: „Es gibt nichts Süßeres als die Kenntnis der göttlichen Weisheit.“ Im Vergleich zu dieser schmeckt alle irdische Weisheit bitter wie Galle. Doch nur durch ein brennendes Verlangen, beharrliches Gebet und vollkommene Abtötung gelangt man dazu, die übernatürliche Süßigkeit der göttlichen Weisheit zu verkosten. Die wenigsten aber sind bereit, diese Mittel anzuwenden, weshalb auch die wahren Freunde Jesu Christi so selten sind. Aber was für ein großer Verlust ist es, Jesus Christus nicht zu kennen? Ist doch die menschgewordene Weisheit:

„3. Die nützlichste und notwendigste Wissenschaft
Die Kenntnis der Ewigen Weisheit ist nicht nur die edelste und süßeste, sondern auch die nützlichste und notwendigste, weil das ewige Leben darin besteht, Gott und seinen Sohn Jesus Christus zu kennen (vgl. Joh. 17,3). ‚Dich kennen‘, ruft Salomon aus, indem er von der Weisheit spricht (Weih. 15,3), ‚ist vollkommene Gerechtigkeit; deine Gerechtigkeit und Macht begreifen ist die Wurzel der Unsterblichkeit.‘
Wollen wir also in der Tat das ewige Leben erlangen, so laßt uns die Kenntnis der Ewigen Weisheit besitzen.
Wollen wir in dieser Welt die vollkommene Heiligkeit erreichen, so laßt uns die Weisheit erkennen.
Wollen wir in unserem Herzen den Keim der Unsterblichkeit tragen, so laßt uns in unserem Geiste die Erkenntnis der Weisheit haben.
Jesus Christus, die unerschaffene Weisheit, kennen, heißt genug wissen; alles wissen und ihn nicht kennen, heißt nichts wissen.
Was nützt es dem Bogenschützen, rechts oder links neben das Ziel zu schießen, wenn er das Ziel selbst nicht trifft?
Was nützen uns alle anderen zum Heile notwendigen Wissenschaften, wenn wir nicht die Wissenschaft Jesu Christi besitzen, welche die allein notwendige ist und das Zentrum, auf das alle anderen hinzielen müssen?
Obwohl der große Apostel Paulus so viel wußte und in den menschlichen Wissenschaften so sehr bewandert war, sagte er doch, er glaube nichts anderes zu kennen, als Jesus Christus, den Gekreuzigten (1. Kor. 2,4). Sprechen wir daher mit ihm: Ich verachte alle Wissenschaften, deren ich mich bisher gerühmt, im Vergleich zur Wissenschaft meines Herrn Jesus Christus. (vgl. Phil. 3,7f) Ich sehe jetzt und erfahre, daß diese Wissenschaft so ausgezeichnet, so vortrefflich, so vorteilhaft und so bewunderungswürdig ist, daß ich alle anderen Kenntnisse für nichts erachte, die mir vorher so sehr gefielen. Jetzt erscheinen sie mir so leer und lächerlich, daß es Zeitverlust ist, sich damit abzugeben. ‚Dies sage ich, damit euch niemand täusche mit hochfahrender Rede‘ (Kol. 2,4). ‚Sehet zu, daß euch niemand verführe durch die Weltweisheit und eitlen Trug.‘ (Kol. 2,8). Ich sage euch, Jesus Christus ist der Abgrund aller Wissenschaften, damit ihr euch nicht durch schöne und hochfahrende Worte der Redner täuschen lasset, noch durch die trügerischen Spitzfindigkeiten der Weltweisen. „Wachset in der Gnade und in der Erkenntnis unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus‘ (2 Petr. 3,18).“

Das übernatürliche Erkenntnislicht unseres hl. Glaubens erhebt uns in die Welt des dreifaltigen Gottes. Für jeden Katholiken ist diese Welt eine erfahrbare Wirklichkeit. Besonders mit Hilfe der hl. Sakramente, des hl. Meßopfers, der hl. Kommunion und der hl. Beichte wird er im Himmel mehr und mehr beheimatet, sofern er der Gnade treu bleibt. Je vertrauter einem der Himmel wird, desto vergänglicher und nichtiger erscheint die Erde, wie es im Buch Kohelet so eindringlich gelehrt wird. „Erwägungen Kohelets, des Sohnes Davids, Königs zu Jerusalem. ‚Eitelkeit über Eitelkeit!‘ – sagte Kohelet, ‚Eitelkeit über Eitelkeit… Alles ist Eitelkeit!‘“ (Kohelet 1,1f). Der Schreiber dieser Zeilen bekennt etwas später weiter: „Ich habe jegliches Tun gesehen, das sich abspielt unter der Sonne – doch siehe: Alles ist eitel und Haschen nach Wind! Was krumm ist, kann man nicht strecken, was fehlt, läßt sich nicht zählen. Da sprach ich also zu meinem Herzen: Siehe, da habe ich mir nun größere und höhere Weisheit erworben als alle, die vor mir geboten über Jerusalem. Viel des Wissens und viel der Weisheit lernte mein Geist. Doch, da ich nun meinen Sinn darauf lenkte, zu erkennen, was es um Weisheit (dieser Welt) und Wissen, um Torheit und Tollheit sei, kam ich zur Einsicht: Auch das ist Haschen nach Wind. Denn wo viel (Welt-)Weisheit, da ist viel Kummer; mehrt sich das Wissen, mehrt sich auch das Leid“ (Kohelet 1, 14-18).

Oder mit den Worten des Völkerapostels ausgedrückt: „Ja, in der Tat, ich erachte alles als Verlust angesichts der alles übertreffenden Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, um dessentwillen ich das alles aufgegeben habe und es geradezu für Kehricht halte, damit ich Christus gewinne“ (Phil 3,8).

Wer von der alles überragenden Schönheit der göttlichen Weisheit einmal berührt wurde, der wird von ihr nicht mehr loskommen. Er wird vielmehr alles verkaufen, um die eine Perle zu erwerben. Nach dem hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort ist es aber notwendig, die entsprechenden Mittel anzuwenden, wenn man bei der Suche nach der Weisheit auch Erfolg haben möchte. Die Mittel sind: 1. Ein brennendes Verlangen; 2. Beharrliches Gebet; 3. Vollkommene Abtötung in allem.

Nachdem er diese drei Mittel angeführt hat, erwähnt der Heilige noch ein weiteres Mittel, nämlich: „Viertes Mittel: Eine zärtliche und wahre Andacht zur Allerseligsten Jungfrau.“ Dieses Mittel ist zugleich die Grundlage und notwendige Ergänzung der anderen drei Mittel. Zudem ist in dieser außerordentlichen, papstlosen Zeit unsere Verehrung der Gottesmutter als „Sitz der göttlichen Weisheit“ ein notwendiger Ausgleich für das Fehlen des Lehramtes. Wir dürfen und müssen uns am Glauben Mariens festhalten, indem wir ihren Glauben ausdrücklich nachahmen.

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