Wahre Prophetie

von antimodernist2014

Von den letzten Tagen des Kampfes um Jerusalem besitzen wir einen Augenzeugenbericht. Josephus Flavius berichtet im 6. Buch des „Jüdischen Krieges“ darüber:

„Unterdessen hatten die Soldaten bereits Feuer an die Tore gelegt, und das überall schmelzende Silber eröffnete den Flammen den Zugang zu dem hölzernen Gebälk, von wo sie prasselnd hervorbrachen und die Hallen ergriffen. Als aber die Juden ringsum den Brand auflodern sahen, da entsank ihnen mit der Leibeskraft auch der Mut; vor lauter Schrecken getraute sich niemand, Widerstand zu leisten, sondern wie gelähmt standen sie da und sahen zu. So niederschlagend übrigens der Brand auf sie einwirkte, so dachten sie doch nicht im entferntesten daran, ihren Sinn zu ändern; vielmehr zeigten sie sich nur um so erbitterter gegen die Römer. Den ganzen Tag und die folgende Nacht hindurch wütete das Feuer; denn die Römer konnten die Hallen nur einzeln und nicht alle zugleich in Brand setzen.
Tags darauf beorderte Titus einen Teil des Heeres zum Löschen und ließ zugleich bei den Toren einen regelrechten Weg anlegen, um den Legionen den Aufstieg zu erleichtern. Dann beschied er die sechs vornehmsten Offiziere zu sich … und hielt mit ihnen allen Kriegsrat wegen des Tempels. Die einen meinten, man solle dem Kriegsrecht freien Lauf lassen; denn solange der Tempel, dieser Sammelpunkt aller Juden, noch stehe, würden sie niemals aufhören, an Empörung zu denken. Andere äußerten ihre Ansicht dahin, daß man, wenn die Juden den Tempel räumten und niemand mehr zu seiner Verteidigung das Schwert ziehe, ihn erhalten, wenn sie dagegen bei ihrem Widerstand beharrten, ihn verbrennen solle; denn dann sei er eben eine Festung und kein Tempel. Auch würden im letzteren Falle nicht die Römer sich einer Gottlosigkeit schuldig machen, sondern lediglich die, welche sie dazu genötigt hätten. Titus aber hielt dafür, man solle, selbst wenn die Juden vom Tempel herab sich wehren würden, seine Rache nicht an leblosen Dingen statt an Menschen auslassen und unter keinen Umständen ein so herrliches Bauwerk den Flammen preisgeben… Darauf entließ der Cäsar [Titus] die Versammlung und befahl den Offizieren, ihren Truppen Ruhe zu gönnen, damit sie in den kommenden Gefechten desto kräftiger losschlagen könnten; nur aus den Kohorten las er eine bestimmte Anzahl Leute aus, die den Weg durch die Trümmer bahnen und das Feuer löschen sollten. …
Am folgenden Tage kam es zu einem Handgemenge zwischen der Besatzung des Tempels und denjenigen Mannschaften, die das Feuer in den Gebäuden des inneren Vorhofes löschen sollten. Als nun die letzteren den zurückweichenden Juden nachsetzten und bis zum Tempelgebäude vorgedrungen waren, ergriff einer der Soldaten, ohne einen Befehl dazu abzuwarten oder die schweren Folgen seiner Tat zu bedenken, wie auf höheren Antrieb einen Feuerbrand und schleuderte ihn, von einem Kameraden emporgehoben, durch das goldene Fenster, wo man von Norden her in die den Tempel umgebenden Gemächer eintrat, ins Innere. Sowie die Flammen aufloderten, erhoben die Juden, entsprechend der Größe des Unglücks, ein gewaltiges Geschrei und rannten, ohne der Gefahr zu achten oder ihre Kräfte zu schonen, von allen Seiten herbei, um dem Feuer zu wehren: denn es drohte unterzugehen, was sie bisher vor dem Äußersten zu bewahren gesucht hatten.
Ein Eilbote meldete es dem Titus. Schnell sprang dieser von seinem Lager im Zelt, wo er eben vom Kampfe ausruhte, auf und lief, wie er war, zum Tempel hin, um dem Brande Einhalt zu tun – ihm nach die sämtlichen Offiziere und die durch den Wirrwarr erschreckten Legionen. Wie bei der ungeordneten Bewegung einer solchen Menschenmenge leicht erklärlich, entstand nun ein fürchterliches, mit betäubendem Lärm untermischtes Getümmel. Der Cäsar wollte durch Schreien und Handbewegungen den Kämpfenden zu verstehen geben, man solle löschen; sie aber hörten sein Rufen nicht, da es von dem noch lauteren Geschrei der anderen übertönt wurde, und die Zeichen, die er mit der Hand gab, beachteten sie nicht, weil sie teils von der Aufregung des Kampfes, teils von ihrer Erbitterung völlig eingenommen waren. Keine gütlichen Vorstellungen, keine Drohungen vermochten den stürmischen Andrang der Legionen aufzuhalten: die Wut allein führte das Kommando. An den Eingängen kam es zu einem so schrecklichen Gedränge, daß viele von ihren Kameraden zertreten wurden; viele auch gerieten auf die noch glühenden und rauchenden Trümmer der Hallen und teilten so das Schicksal der Besiegten. In die Nähe des Tempels gekommen, stellten sie sich, als hörten sie nicht einmal die Befehle des Feldherrn, und schrien ihren Vordermännern zu, sie sollten Feuer in den Tempel werfen. Die Empörer hatten übrigens die Hoffnung, den Brand noch eindämmen zu können, völlig aufgegeben; denn allenthalben wurden sie niedergemetzelt oder in die Flucht getrieben. Auch ganze Haufen von Bürgern, lauter schwache, wehrlose Opfer, fielen, wo der Feind sie traf, dem Schwert zum Opfer. Besonders um den Altar her türmten sich die Toten in Massen auf: stromweise floß das Blut an seinen Stufen, und dumpf rollten die Leichen derer, die oben auf ihm ermordet wurden, an seinen Wänden herunter.
Als nun der Cäsar dem Ungestüm seiner wie rasend gewordenen Soldaten nicht mehr zu wehren vermochte und die Flammen immer weiter um sich griffen, betrat er mit den Offizieren das Allerheiligste und beschaute, was darin war. Alles fand er weit erhaben über den Ruf, den es bei den Fremden genoß, und ganz entsprechend der fast prahlerisch hohen Meinung, welche die Einheimischen davon hatten. Da übrigens das Feuer bis in die innersten Räume noch nicht vorgedrungen war, sondern nur erst die an den Tempel anstoßenden Gemächer verzehrte, glaubte er, und zwar mit Recht, das Werk selbst könne noch gerettet werden. Er sprang also hervor und suchte nicht nur persönlich die Soldaten zum Löschen anzuhalten, sondern befahl auch dem seiner Leibwache angehörenden Centurio Liberalis, die Widerspenstigen durch Stockschläge zu zwingen. Aber Erbitterung, Judenhaß und die allgemeine Kampfwut erwiesen sich stärker als die Rücksicht auf den Cäsar und die Furcht vor seiner Strafgewalt. Die meisten freilich feuerte die Aussicht auf Raub an, da sie der festen Überzeugung waren, es müsse, weil sie außen alles von Gold gefertigt sahen, das Innere erst recht von Schätzen aller Art strotzen. Während nun der Cäsar heraussprang, um die Soldaten zurückzuhalten, hatte schon einer von denen, die in das Innere eingedrungen waren, im Dunkel Feuer unter die Türangeln gelegt, und da jetzt auch von innen plötzlich die Flamme hervorschoß, zogen sich die Offiziere mit dem Cäsar zurück, und niemand gab sich mehr die Mühe, die außen um das Heiligtum streitenden Soldaten von weiterer Brandlegung abzuhalten. Auf diese Weise ging der Tempel gegen den Willen des Titus in Flammen auf“ (Jüd. Krieg VI, 4,1-7).

So erfüllte sich die Prophezeiung unseres Herrn Jesus Christus über den Untergang Jerusalems, dieser Untergang Jerusalems, der IHM, wie gesagt, als Vorbild, als Typus für das Weltende dient, weil er von den vielen Menschen im eingeschlossenen Jerusalem sicherlich auch als solcher erlebt wurde.

Die Weherufe

Es sei noch ein Gedanke hinzugefügt, der unsere Erwägungen einen Schritt weiterführt. Unser göttlicher Heiland gab diese Prophezeiung in der letzten Woche Seines irdischen Lebens, also nach dem Palmsonntag und vor Seinem bitteren Leiden und Sterben. Am Palmsonntag bereiteten die Volksscharen dem göttlichen Heiland einem triumphalen Einzug und Empfang in Jerusalem. Mit Palmen in den Händen riefen sie in nicht abreißenden Sprechchören dem Herrn zu: „Gebenedeit sei der König, der im Namen des Herrn kommt; Friede im Himmel und Ruhm in der Höhe“ (Lk 19, 38). Das Volk war über die Maßen begeistert, weshalb Matthäus bemerkt: „Die ganze Stadt geriet in Erregung“ (Mt 21, 10). Der hl. Lukas ergänzt dazu: „Das ganze Volk war gespannt, ihn zu hören“ (Lk 19, 48). Als Jesus die Händler aus dem Tempel getrieben hatte, begann Er das Volk zu lehren. Da senden auch die Pharisäer und Sadduzäer ihre Leute zu Ihm, um Ihm in einer Rede zu fangen. Da ihnen dies jedoch nicht gelingt, durchschaut Er doch ihre hinterhältigen Gedanken und Pläne, hält unser Herr Jesus Christus Seine große Abrechnung mit seinen Gegnern. Mit äußerster Schärfe greift Er öffentlich die Hüter des Gesetzes an, wie uns der hl. Matthäus im 23. Kapitel berichtet:

„Wehe euch, Schriftgelehrte und heuchlerische Pharisäer, ihr verschließt das Himmelreich vor den Menschen. Denn ihr selbst geht nicht hinein, noch laßt ihr, die hineingehen wollen, eintreten.“
„Wehe über euch, Schriftgelehrte und heuchlerische Pharisäer, ihr bereist Meer und Land, um einen einzigen Überläufer zu machen, und wenn er es wird, macht ihr ihn zu einem Höllensohn, doppelt so schlimm wie ihr.“
„Wehe über euch, blinde Wegführer, die ihr sagt: Wenn einer beim Tempel schwört, so gilt es nicht, wer aber beim Gold des Tempels schwört, ist gebunden. Ihr Toren und Blinde! Was ist denn größer, das Gold oder der Tempel, der das Gold heiligt?“
„Wehe über euch, ihr Heuchler! Ihr bindet schwere und untragbare Lasten zusammen und legt sie den Menschen auf die Schultern. Ihr selbst aber wollt keinen Finger krumm machen.“
„Wehe über euch, heuchlerische Pharisäer, ihr reinigt das Äußere des Bechers und der Schüssel; aber das Innere strotzt von Raub und Schmutz.“
„Wehe über euch, ihr Prasser! Ihr verlebt die Häuser der Witwen und sagt dafür lange Gebete her.“
„Wehe über euch, ihr Wölfe in Schafspelzen! Wehe über euch, ihr blinden Führer des Volkes! Wer wird euch bewahren vor dem baldigen Gericht?“

Wenn man diese Worte hört und ernst nimmt, ergreift einen großes Erstaunen und auch eine gewisse Furcht. Wie konnten die damaligen Autoritäten nur so blind sein? Wie konnten sie so verkehrten Sinnes sein, daß sie schließlich sogar den Sohn Gottes ans Kreuz schlagen ließen? Das ist das „Geheimnis der Bosheit“, das schon am Werk ist. Menschen, die Gott und Seiner Gnade ausdrücklich, wissentlich und willentlich widerstehen. Diese Verblendung und Bosheit der Hüter des Gesetzes bleibt bis zum Untergang Jerusalems bestehen, bis „zum baldigen Gericht“! Die Juden rennen in ihr Verderben, weil sie in ihrer Verblendung meinen, selbst die Weltmacht Rom herausfordern und besiegen zu können. Man kann sicherlich zurecht sagen, daß diese „blinden Führer des Volkes“ die Hauptschuld an dieser Misere und deren Folgen hatten. Nur so erklären sich auch die überaus scharfen Worte unseres göttlichen Heilandes. Es ist Sein letzter Versuch, die verstockten Herzen zu treffen und zur Einsicht zu bewegen. Im Grunde aber wußte ER, daß Seine Worte nichts mehr erreichen werden, Jerusalem wird untergehen.

Schauen wir nun nochmals auf La Salette. Wir sahen, daß auch Maria über das neue Jerusalem geweint hat. Auch ihre Mahnworte wurden geringgeachtet, wie damals die Worte unseres göttlichen Herrn. Es ist doch auffallend, auch die weinende Gottesmutter richtet ebenfalls ihre Weherufe gegen die blinden Führer des Volkes des Neuen Bundes:

„Die Priester, Diener meines Sohnes, sind durch ihr schlechtes Leben, ihre Ehrfurchtslosigkeiten, ihre Pietätlosigkeit bei der Feier der heiligen Geheimnisse, durch ihre Liebe zum Gelde, zu Ehren und Vergnügungen Kloaken der Unreinigkeit geworden. Ja, die Priester fordern die Rache heraus, und die Rache schwebt über ihren Häuptern.“
„Die Häupter, die Führer des Gottesvolkes, haben das Gebet und die Buße vernachlässigt, und der Dämon hat ihren Verstand verdunkelt; sie sind irrende Sterne geworden, die der alte Teufel mit seinem Schweife nach sich zieht, um sie zu verderben.“
„Die Zahl der Priester und Ordensleute, die sich von der wahren Religion trennen, wird groß sein; unter diesen Personen werden sich selbst Bischöfe befinden.“
„Im Jahre 1864 wird Luzifer mit einer großen Menge von Teufeln aus der Hölle losgelassen. Sie werden den Glauben allmählich auslöschen, selbst in Menschen, die Gott geweiht sind. Sie werden sie in einer Weise blind machen, daß diese Menschen, falls sie nicht eine besondere Gnade empfangen, den Geist dieser bösen Engel annehmen werden. Viele Ordenshäuser werden den Glauben völlig verlieren und viele Seelen mit ins Verderben ziehen.“
„Es wird Kirchen geben, in denen man diesen bösen Geistern dient. Manche Personen werden von diesen bösen Geistern von einem Ort zum anderen versetzt, und sogar Priester, weil diese sich nicht vom guten Geiste leiten lassen, der ein Geist der Demut, der Liebe und des Eifers für die Ehre Gottes ist.“
„Zittert, Erde und ihr, die ihr Gelübde zum Dienste Jesu Christi abgelegt habt und die ihr innerlich euch selbst anbetet, zittert! Denn Gott geht daran, euch seinen Feinden zu überliefern, da die heiligen Orte in Verderbnis sind. Zahlreiche Klöster sind nicht mehr Häuser Gottes, sondern die Weiden des Asmodeus (d. h. des Teufels der Unkeuschheit. Anm. d. Übersetzers) und der Seinen.“

Diese Worte treffen ins Mark – und besonders diese Worte waren es, die die meisten Priester und Bischöfe nicht hören wollten. Aber immerhin Pius IX. hörte die Worte – und glaubte! Auch wenn damals der Zustand des Klerus noch nicht so hoffnungslos wie heute war, konnte die Hirtin von La Salette schon nicht mehr ihren Schmerz verbergen, den der Anblick des Klerus ihr verursachte. Am 10. Juli 1882 schreibt sie aus Castellamare:

„… Der Krieg, den der Klerus gegen das Geheimnis führt, erstaunt mich nicht, die Verfolgung gegen Christus und seine Kirche verwundern mich nicht mehr. Ich fürchte die Verfolger der Religion nicht, ich fürchte nicht die Gottlosen, die Freimaurer, noch die Atheisten etc. Was ich fürchte, ist der Mangel an Glaube beim größten Teil des französischen Klerus.
Wenn die ersten Apostel des Heilandes noch leben würden, sie hätten gekämpft, sie hätten gekämpft bis zum Blutvergießen, um die Sache ihres göttlichen Meisters zu unterstützen…
Das Geheimnis bietet nur die Beobachtung des Gesetzes Gottes an und ?ndet nur kein Gefallen an der Mißachtung desselben Gesetzes, und es droht Züchtigung und Geißeln den Übertretern dieses heiligen Gesetzes.
Im übrigen wissen wir nicht, daß unser Herr verurteilt und gekreuzigt wurde durch die Priester? Waren es nicht die Priester, die die bittersten Vorwürfe von Seiten des Sohnes Gottes erhielten? Und heute noch sind die Priester die Ursache an all unserem Unglück, weil sie ihrer Berufung nicht treu sind.
Der französische Klerus ist (von wenigen Ausnahmen abgesehen) stolz, profitgierig, hochmütig und weitgehend unreligiös, er ist voll von Eitelkeit und Ehrgeiz; Gott wird ihn in seiner Barmherzigkeit demütigen und seinen Glauben auf die Probe stellen…
Die Pfarrer lassen alles laufen und sagen nichts. Sie wollen keine Martyrer für ihren Eifer werden… Beachten sie das erste Gebot, das uns befiehlt, Gott über alle Dinge zu lieben? Vor allem vor dem Geld…“

Diese Beschreibung der Zeitsituation ist sicherlich durch die Worte unserer weinenden himmlischen Mutter inspiriert. Es ist auffallend, auch Melanie weist auf die Zeit Jesu hin und erinnert daran: „Im übrigen wissen wir nicht, daß unser Herr verurteilt und gekreuzigt wurde durch die Priester? Waren es nicht die Priester, die die bittersten Vorwürfe von Seiten des Sohnes Gottes erhielten? Und heute noch sind die Priester die Ursache an all unserem Unglück, weil sie ihrer Berufung nicht treu sind.“

Wie sieht es erst heutzutage aus? Sind nach dem sog. Konzil nicht alle Dämme gebrochen und der gesamte Klerus in einen Strudel des Abfalls hineingezogen worden? Wie war es möglich, gleichsam über Nacht die ganze Struktur der Kirche Jesu Christi umzufunktionieren und eine daraus Menschenmachwerkskirche zu machen? Auch hierzu sei ein Brief der Hirtin von La Salette zitiert:

St. Barnabas, 2. Januar 1892
„… Die Kirche wird immer bestehen, Unser Herr hat es gesagt. Aber wie viele Verräter, wie viele Apostaten (Abgefallene), Bestochene und Sektierer sind unter den lehrenden Gliedern (Bischöfe und Priester) der Kirche, die den Charakter oder das Zeichen des Tieres mit den zehn Hörnern haben, von dem der hl. Johannes in seiner Vision auf Patmos spricht. Dieses Tier scheint einem Lamm ähnlich, das aus der Erde kommt, aber ist es nicht das Bild der untreuen (ungläubigen) Geistlichen? Ich glaube es fest. Glücklich alle, die in der Gnade mit Gott verharren, denn jene, die es erleben, werden traurige und schreckliche Dinge sehen. Wir sind noch nicht am Anfang vom Ende…“

Wie wir sehen, befinden wir uns plötzlich inmitten der Geheimen Offenbarung des hl. Johannes – aber auch inmitten der heutigen Wirklichkeit: „Bestochene und Sektierer sind unter den lehrenden Gliedern (Bischöfe und Priester) der Kirche, die den Charakter oder das Zeichen des Tieres mit den zehn Hörnern haben, von dem der hl. Johannes in seiner Vision auf Patmos spricht.“ Wer nicht einsehen will, daß dies heutzutage nicht nur ein paar sind, sondern der allergrößte Teil des höheren Klerus, der ist schon verloren. Denn eines wissen wir inzwischen sicher: Auch die Weherufe der himmlischen Mutter haben nichts genützt und bewirkt, der Untergang des neuen Jerusalem schreitet unaufhaltsam voran, soweit dies Gott zulassen wird. Dabei läßt Gott viel mehr zu, als wir uns jemals haben träumen lassen, denn wir durchleben die Zeit der Verfinsterung der Kirche: „Die Kirche wird verfinstert“. Für diese Zeit aber ist uns die Große Botschaft von La Salette vom Himmel als Hilfe geschenkt worden.

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