Reinigung

von antimodernist2014

Sehet, ich sende meinen Boten, daß er den Weg vor mir her bereite. Und alsbald wird zu seinem Tempel der Herrscher kommen, den ihr suchet, und der Engel des Bundes, nach dem ihr verlangt. Sehet, er kommt, spricht der Herr der Heerscharen. Wer aber wird den Tag seiner Ankunft erfassen können und wer wird bestehen bei seinem Erscheinen? Denn er gleicht schmelzendem Feuer und dem Kraut der Walker. Und er wird sich setzen, das Silber zu schmelzen und zu läutern, und wird die Söhne Levis reinigen und sie läutern, wie Gold und wie Silber, daß sie dem Herrn Opfer und Gerechtigkeit darbringen. Dann wird dem Herrn die Opfergabe Judas und Jerusalems gefallen, wie in den Tagen der Vorzeit und wie in den längstvergangenen Jahren. (Mal 3, 1-4).

1. Die Kirche liest diese Weissagung des Propheten Malachias am Fest Mariä Reinigung (Lichtmess). An diesem Tag, als die Muttergottes den Heiland in den Tempel trug, um Ihn Gott aufzuopfern, fand sie ihre Erfüllung. Arndt-Allioli kommentiert: „Der Prophet ruft zuerst die Weissagung Isaias (40, 3) ins Gedächtnis zurück. Gott wird einen Vorläufer senden. Dieser ist der heilige Johannes der Täufer, wie die Evangelien bezeugen.“ Der Vater des heiligen Johannes, Zacharias, ist Priester und empfängt die Ankündigung der Geburt seines Sohnes durch den Erzengel Gabriel im Tempel während der Opferzeremonie. Der Kommentar von Arndt-Allioli zu der Stelle beim heiligen Lukas, der uns darüber berichtet (Lk 1, 5 ff), lautet: „Lukas beginnt mit der Erfüllung dessen, womit das Alte Testament als letzte Prophezeiung schließt“, nämlich genau jener Stelle beim Propheten Malachias, welcher der letzte Prophet des Alten Bundes war. „Die Geschichte der Geburt des heil. Johannes verleiht dessen Zeugnis von Christus mehr Bedeutung und weist auf die Erhabenheit des Herrn hin. Da der Messias nicht allein König, sondern auch Priester sein sollte (Ps 109, 4. Zach. 6, 13), ziemte es sich, daß, wie er selbst den Königsstamm, so sein Vorläufer den Priesterstand ehrte und daß Christi Priestertum, welches die Sünden der Welt hinwegnimmt, von einem Priester verkündet ward.“

2. Nach dem Vorläufer kommt der Heiland selber, und dieser wird genannt „der Herrscher“, d.i. Gott. Die Gottheit des Messias ist deutlich ausgesagt. „Er wird als Engel des Bundes kommen, als Gesandter, Vermittler des verheißenen Bundes. Im Messias werden in der Tat alle den Patriarchen gegebenen Verheißungen erfüllt und der mit jenen geschlossene Bund zur Vollendung gebracht, er bringt allen Segen und die reichste Fülle des Segens. Die Propheten bezeichnen die Ankunft des Messias oft als einen neuen Bund, dessen Mittler er ist, ebenso wie der heilige Paulus ihn den Mittler des Neuen Testamentes nennt (Hebr. 9, 15). So legt der letzte der Propheten ein herrliches Zeugnis von der Gottheit Christi ab. Denn der Herrscher und der Engel des Bundes sind die gleiche Person, wie der Parallelismus zeigt… Im Tempel pflegte einst die Herrlichkeit des Herrn im Schatten und Sinnbild zu erscheinen, so war es geziemend, daß der Messias sich im Tempel seinem Volke offenbarte.“

„Wenn der Messias kommt, wird er die Bösen und Verworfenen von Israel scheiden.“ Das war auch die Predigt von Johannes dem Täufer: „Ihr Natterngezücht! Wer hat euch gelehrt, dem zukünftigen Zorne zu entgehen? Bringet denn würdige Fürchte der Buße! Lasset euch nicht bedünken, bei euch selbst zu sagen: Wir haben Abraham zum Vater; denn ich sage euch : Gott kann dem Abraham aus diesen Steinen hier Kinder erwecken. Denn schon ist die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt. Ein jeder Baum also, der keine guten Früchte bringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen“ (Mt 3, 7-10). Gott kennt kein Ansehen der Person. Er schont Seines eigenen Volkes nicht. „Und er wird sich setzen, das Silber zu schmelzen und zu läutern, und wird die Söhne Levis reinigen und sie läutern, wie Gold und wie Silber, daß sie dem Herrn Opfer und Gerechtigkeit darbringen.“ Der Kommentar: „Das Gericht fängt beim Hause Gottes an, bei denen, welche anderen ein Vorbild sein sollten. Durch das Bild zeigt Gott auch, wie beschaffen die Diener seines Heiligtums sein sollen.“

3. Die Sünden der Diener des Heiligtums sind es, die in besonderer Weise den Zorn Gottes herausfordern. Der Heiland wird das Heiligtum säubern. Er wird es von den schlechten Priestern reinigen und ein neues, ganz heiliges Priestertum einsetzen: Sein eigenes. Er selber ist der Hohepriester des Neuen Bundes und wird Gott ein heiliges, reines Opfer darbringen. Auch dieses Opfer hat Malachias bereits vorausgesagt: „Nach 1, 11 wird zur Zeit des Messias nur noch eine reine Opfergabe da sein.“ Diese Opfergabe ist Unser Herr Jesus Christus selbst, Sein heiligster Leib und Sein kostbares Blut. Fortan wird nur noch dieses wahre und reine Opfer dargebracht werden im heiligen Meßopfer durch das Priestertum der Kirche. „Denn vom Aufgange der Sonne an bis zum Niedergange ist mein Name groß unter den Völkern und an allen Orten wird meinem Namen geopfert und reine Opfergabe dargebracht“ (Mal 1, 11). „Von Jerusalem und Juda nimmt das Messianische Reich seinen Ursprung: An die Stelle von Palästina (Juda und Jerusalem) als des Erbes Gottes tritt die ganze Welt.“ Diese Opfergabe wird Gott gefallen „wie in den Tagen der Vorzeit und wie in den längstvergangenen Jahren“. Arndt-Allioli: „In der hl. Messe wird gebetet: Wie du gnädig annehmen wolltest die Gaben deines gerechten Kindes Abel und das Opfer unseres Patriarchen Abraham.“ Das Opfer des Abel und das Opfer Abrahams waren Gott wohlgefällig wegen ihres Glaubens und der Gesinnung ihres reinen Herzens.

4. Schon die Propheten tadeln die falsche Opfergesinnung: „Was soll ich dir tun, Ephraim? Was soll ich dir tun, Juda? Eure Frömmigkeit ist wie Morgengewölk und wie der Tau, der früh dahinschwindet. Darum schlage ich durch die Propheten, töte sie durch die Worte meines Mundes und deine Strafgerichte werden dem Lichte gleich hervorbrechen. Denn an Erbarmen habe ich Wohlgefallen und nicht an Schlachtopfern, an Erkenntnis Gottes mehr denn an Brandopfern“ (Os 6, 4-6). Dasselbe wiederholt der Heiland gegenüber den Pharisäern: „Gehet aber hin und lernet, was es heißt: Barmherzigkeit will ich und nicht Opfer“ (Mt 9, 13).

Bitter beklagt sich Gott beim Propheten Ezechiel über Seine Diener: „Wehe den Hirten Israels, die sich selbst weideten! Sollten nicht die Herden von den Hirten geweidet werden? Ihr habt die Milch verzehrt und euch mit der Wolle gekleidet und, was feist war, geschlachtet, meine Herde aber habt ihr nicht geweidet. Was schwach war, habt ihr nicht gestärkt, was krank war, nicht geheilt, was beschädigt, nicht verbunden, was versprengt, nicht zurückgeholt, und was verloren war, habt ihr nicht gesucht, sondern mit Strenge und Gewalt habt ihr sie geleitet. So zerstreuten sich meine Schafe, weil sie keinen Hirten hatten; sie dienten allen Tieren des Feldes zum Fraße und zerstreuten sich. Auf allen Bergen und auf allen hohen Hügeln irrten meine Herden umher, über die ganze Fläche des Landes hin zerstreuten sich meine Herden und niemand war, der nach ihnen fragte, ja niemand, sage ich, der nach ihnen fragte“ (Ez 34, 2-6). Ist das nicht auch heute so?

Darum die Drohung: „Darum, ihr Hirten, vernehmet das Wort des Herrn: So wahr ich lebe, spricht der Herr, Gott: Dafür, daß meine Herden zum Raube geworden sind und meine Schafe allen Tieren des Feldes zum Fraße gedient haben, weil kein Hirt da war (denn meine Hirten fragten nicht nach meiner Herde), sondern die Hirten weideten sich selbst, aber meine Herden weideten sie nicht, darum, ihr Hirten, höret das Wort des Herrn: So spricht der Herr, Gott: Sehet ich will an die Hirten und werde meine Herde aus ihrer Hand fordern und werde machen, daß sie die Herde nicht mehr weiden und auch sich selbst nicht mehr weiden, ich werde meine Herde ihrem Rachen entreißen und sie soll nicht fürder ihnen zur Speise werden. Denn also spricht der Herr, Gott: Sehet, ich selbst will nach meinen Schafen sehen und sie heimsuchen“ (Ez 34, 7-11).

Es folgt die Prophezeiung: „Wie ein Hirt seine Herde heimsucht am Tage, wo er inmitten seiner Schafe, die zerstreut waren, ist, so werde auch ich meine Schafe heimsuchen und sie erretten aus allen den Orten, an die sie versprengt wurden am Tage des Gewölkes und der Finsternis. Und ich werde sie von den Völkern herausführen und sie aus den Ländern sammeln und sie in ihr Land führen und werde sie auf den Bergen Israels, an den Bächen und auf allen Wohnplätzen des Landes weiden. Auf sehr reiche Weide werde ich sie führen, auf den hohen Bergen Israels soll ihre Weide sein, daselbst sollen sie ruhen auf grüner Flur und auf fetten Triften weiden über die Berge Israels hin. Ich selbst werde meine Herden weiden und ich selbst werde sie lagern lassen, spricht der Herr, Gott. Was verloren war, werde ich aufsuchen, was versprengt, zurückführen, was gebrochen, verbinden, was schwach, kräftigen, was feist und stark, bewahren; ich werde sie weiden wie es billig ist“ (Ez 34, 12-15). Auf diese Prophezeiung nimmt der Heiland Bezug, wenn Er von sich sagt: „Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt setzt sein Leben ein für seine Schafe. Ich bin der gute Hirt und kenne die meinen, und die meinen kennen mich, wie mich der Vater kennt und ich den Vater kenne; und ich gebe mein Leben für meine Schafe“ (Joh 10, 11. 14-15).

5. Gott beklagt ein Doppeltes bei Seinen Dienern: einen Niedergang des Opfers und der Opfergesinnung sowie, damit zusammenhängend, das Nachlassen in der Hirtensorge. Er kündigt eine Säuberung an, Strafe für die nachlässigen Hirten, zugleich aber eine unübertreffliche Wiederherstellung und Erneuerung des Priestertums: Er selbst wird kommen als der Gute Hirte und Sein Leben geben für Seine Schafe als reines, Gott wohlgefälliges Opfer. Eben mit dieser Gesinnung betritt der Heiland am heutigen Tage auf den Armen der allerseligsten Jungfrau das Heiligtum Gottes. Das Priestertum ihres Sohnes ist aufs Engste mit ihr verbunden und in ihr verwurzelt.

6. Die Prophetie hat oft mehrere Ebenen. Mehrere Ereignisse werden zusammen geschaut, da sie in Zusammenhang stehen. Es ist die Mutter des Hohenpriesters, die Königin der Propheten selbst, welche die Prophezeiung des Malachias fortführt. In La Salette klagt sie im Jahr 1846: „Die Priester, Diener meines Sohnes, die Priester sind durch ihr schlechtes Leben, ihre Ehrfurchtslosigkeiten, ihre Pietätlosigkeit bei der Feier der heiligen Geheimnisse, durch ihre Liebe zum Gelde, zu Ehren und Vergnügungen, Kloaken der Unreinigkeit geworden. Ja, die Priester fordern die Rache heraus und die Rache schwebt über ihren Häuptern. Wehe den Priestern und den gottgeweihten Personen, die durch ihre Treulosigkeiten und ihr schlechtes Leben meinen Sohn von neuem kreuzigen! Die Sünden der gottgeweihten Personen schreien zum Himmel und rufen nach Rache, und siehe, die Rache ist vor ihren Türen; denn es gibt niemand mehr, der die Barmherzigkeit und die Verzeihung für das Volk erfleht; es gibt keine großherzigen Seelen mehr; es gibt niemand mehr, der würdig wäre, das makellose Opferlamm dem Ewigen zugunsten der Welt aufzuopfern.“

Abermals ist das Priestertum herabgekommen, ebenso wie das Priestertum des Alten Bundes es damals war, als der Heiland erschien. Und wiederum wird die Reinigung angekündigt: „Zittert, Erde und ihr, die ihr Gelübde zum Dienste Jesu Christi abgelegt habt und die ihr innerlich euch selbst anbetet, zittert! Denn Gott geht daran, euch seinen Feinden zu überliefern, da die heiligen Orte in Verderbnis sind. Zahlreiche Klöster sind nicht mehr Häuser Gottes, sondern die Weiden des Asmodeus (d. h. des Teufels der Unkeuschheit. Anm. d. Übersetzers) und der Seinen.“ „Gott geht daran, euch seinen Feinden zu überliefern“! Darin liegt die Strafe. Gewiß stecken feindliche Kräfte mit ihrer Niedertracht hinter dem Niedergang des Priestertums, wie wir es heute erleben. Sie haben es so weit getrieben, daß sie sowohl die Weihegewalt als auch die Hirtengewalt weitgehend zum völligen Erliegen gebracht haben. Aber sie hätten es nicht vermocht, hätte Gott es nicht zugelassen.

7. Gleichzeitig aber bereitet Gott eine Erneuerung des Priestertums und damit Seiner heiligen Kirche vor: „Das Evangelium wird überall gepredigt werden, und die Menschen werden große Fortschritte im Glauben machen, weil es Einigkeit unter den Arbeitern Jesu Christi geben wird und die Menschen in der Furcht Gottes leben werden.“ Gott wird das Priestertum neu beleben, ihm einen neuen Geist einhauchen. Das werden die „Apostel der letzten Zeiten“ sein, von welchen Unsere Liebe Frau von La Salette spricht: „Endlich rufe ich auf die Apostel der letzten Zeiten, die treuen Jünger Jesu Christi, die ein Leben geführt haben der Verachtung der Welt und ihrer selbst, in Armut und Demut, in Verachtung und in Schweigen, in Gebet und in Abtötung, in Keuschheit und in Vereinigung mit Gott, in Leiden und in Verborgenheit vor der Welt. Die Zeit ist da, daß sie ausziehen, um die Welt mit Licht zu erfüllen. Gehet und zeiget euch als meine geliebten Kinder. Ich bin mit euch und in euch, sofern euer Glaube das Licht ist, das euch in diesen Tagen der Drangsale erleuchtet. Euer Eifer macht euch hungrig nach dem Ruhm und der Ehre Jesu Christi. Kämpfet, Kinder des Lichtes, ihr, die kleine Zahl, die ihr sehend seid; denn die Zeit der Zeiten, das Ende der Enden ist da.“

Der heilige Ludwig Maria Grignion von Montfort, seinerseits ein Prophet, beschreibt diese Schar: „Das sind die Missionäre, die Du in Deine Kirche senden willst. Ein Menschenauge werden sie haben gegen ihren Nächsten, ein Löwenauge gegen Deine Feinde, ein Stierauge gegen sich selbst und ein Adlerauge, das stets auf Dich gerichtet ist. Diese Nachfolger der Apostel werden mit so großer und überwindender Kraft predigen, virtute multa, virtute magna, daß sie durch ihre Predigt alle Geister und Herzen rühren werden. Ihnen wirst Du Dein Wort geben, selbst ‚Deinen Mund und Deine Weisheit, der keiner von ihren Feinden widerstehen kann‘ (Luk 21,15).“

8. In seinem prophetischen Flammengebet bestürmt er den Ewigen Hohenpriester: „Du allein, o Jesus, König des Himmels und König aller Könige, wirst diese Missionäre als Könige von der Welt ausscheiden, damit sie in ihrer Reinheit weißer werden als der Schnee auf dem Berge Selmon. Berge Gottes sollen sie werden, prangend in üppiger Fülle, und starke Berge, auf denen Gott in wunderbarer Weise sein Wohlgefallen findet, sodaß er Wohnung bei ihnen nimmt, um bis ans Ende bei ihnen zu weilen. O Herr, Gott der Wahrheit, wer ist dieser geheimnisvolle Berg, von dem Du uns so viele Wunderdinge offenbarst? Wer anders als Maria, Deine teure Braut, deren Fundamente Du auf dem Gipfel der höchsten Berge gegründet hast? Fundamenta ejus in montibus sanctis (Ps. 86,1) … mons in vertice montium (Mich 4,1).“

Er jubelt in übernatürlicher Schau: „Glücklich die Priester, die Du dazu auserwählt und vorherbestimmt hast, mit Dir auf diesem üppigen, göttlichen Berge zu weilen, um dort durch ihre Geringschätzung der Welt und durch ihren Aufschwung zu Gott zu Königen der Ewigkeit zu werden. Ja, tausendmal glücklich jene Priester, die berufen sind, durch ihre Vereinigung mit Deiner ganz reinen und makellosen Braut Maria weißer zu werden als der Schnee und sich mit dem Tau des Himmels und dem Fett der Erde, d.h. mit allen zeitlichen und ewigen Segnungen zu bereichern, von denen Maria überströmt. Von der Höhe dieses Berges werden sie, wie Moses, durch ihre feurigen Gebete Pfeile gegen ihre Feinde herniederschleudern, um sie zu vernichten oder zu bekehren. Durch den Mund Jesu selbst werden sie auf diesem Berge Christi das Verständnis der acht Seligkeiten erlernen und mit ihm verklärt werden, wie auf Tabor. Wie auf Kalvaria werden sie mit ihm sterben und mit ihm wie auf dem Ölberg zum Himmel auffahren.“

9. Sie werden die Wiederkunft des Ewigen Hohenpriesters und Obersten Hirten vorbereiten. Dann wird das Priestertum des Neuen Bundes seine Vollendung erlangen als das himmlische Priestertum in Ewigkeit. „Dann werden Wasser und Feuer die Erde reinigen und alle Werke des menschlichen Hochmuts vertilgen, und alles wird erneuert werden. Dann wird Gott gedient und verherrlicht werden“, wie Unsere Liebe Frau von La Salette verheißt.

10. Wir müssen aber um diese Erneuerung des Priestertums beten. Denn so sagt der heilige Ludwig Maria: „Von Dir, o Gott, allein hängt es ab, durch Deine Gnade diese Schar zu erwecken. Wollte der Mensch die erste Hand daran legen, so würde er nichts erreichen, wollte er dabei von dem Seinen mit dem Deinigen mischen, so würde er alles verderben und umstürzen. Tuae Congregationis: Dein Werk soll es sein, o großer Gott! Vollbringe Dein göttliches Werk, schare, rufe, sammle aus allen Orten Deines Reiches Deine Auserwählten, um sie als starkes Heer gegen Deine Feinde zu senden.“