Ein allgemeiner Krieg

Der Ruin des ehemals christlichen Abendlandes

Die Ankündigung dieser Ereignisse folgt in der Großen Botschaft auf die andere Ankündigung von dem Greuel der Verwüstung an den Heiligen Stätten und dem geistigen und moralischen Ruin des Ordensstandes – denn der Teufel wird alle seine Bosheit aufwenden, um in den religiösen Orden Leute unterzubringen, die der Sünde ergeben sind.

Jedem nüchternen Zeitgenossen ist es ersichtlich, die Voraussagen haben sich nicht nur erfüllt, sie haben sich so erfüllt, daß man es kaum noch fassen kann. Der Teufel hat wirklich ganze Arbeit geleistet und das christliche Abendland ruiniert – d.h. alles, was noch irgendwie an das Christentum erinnern könnte, der Lächerlichkeit preisgegeben. Die meisten Neuheiden in Europa, die schon in der 2. oder 3. Generation abgefallene Katholiken sind, sind nicht einfach nur ungläubig, sie sind antichristlich: Die Bösen werden ihre ganze Bosheit entfalten und die Massen verführen. So wird Für eine Zeitlang … Gott weder Italiens noch Frankreichs gedenken, weil das Evangelium Christi ganz in Vergessenheit geraten ist. Italien und Frankreich waren zusammen mit Spanien und Portugal noch die katholischen Kernländer. Davon ist nichts mehr übriggeblieben, die Revolution des sog. 2. Vatikanums hat alle katholischen Wurzeln ausgerissen und den katholischen Glauben vollkommen zerstört. Darum überläßt Gott die Menschen für eine Zeit lang ganz ihren sündigen Neigungen, er läßt sie in eine weltweite Katastrophe hineinschlittern: Revolutionen, Aufstände und schließlich einen allgemeinen Krieg.

Ältere übereinstimmende Endzeitprophezeiungen

Viele Leser werden bei diesen Ankündigungen der weinenden Gottesmutter von La Salette an andere Prophezeiungen erinnert werden. Im süddeutschen Raum sind es vor allem die Gesichte des Brunnenbauers von Freilassing, Alois Irlmaier, und noch etwas früher des Mühlhiasls. Aber diese stehen durchaus nicht allein da mit ihren düsteren Zukunftsschauungen. Es gibt eine Jahrhunderte zurückgehende Tradition, welche diese Ereignisse beschreibt. So hat schon in den 20er Jahren der oben schon zitierte Prof. Alfons Konzionator in seinem Buch „Der kommende große Monarch“ eine beeindruckende Anzahl von heiligen oder heiligmäßigen Sehern angeführt, die im Großen und Ganzen mit dem übereinstimmen, was in der Großen Botschaft von La Salette gesagt wird: Zuerst kommen die Revolutionen, dann der Krieg, dann ein direktes Eingreifen Gottes (dreitägige Finsternis) und schließlich ein neuer Frieden mit einem nochmals wunderbaren Aufblühen der Kirche. Dabei ist dieses nochmalige Aufblühen der Kirche Jesu Christi und des christlichen Europa vollkommen unerwartet, denn: Man wird glauben, alles sei verloren.
Hierzu zwei beeindruckende Zeugnisse:

„Schwester Marianne, Klosterpförtnerin bei den Ursulinen zu Blois in Frankreich, die daselbst 1804 im 55. Lebensjahr starb. Ganz kurze Zeit vor ihrem Tode im August 1804 prophezeite sie die Schicksale des Klosters und anderes, das bereits in Erfüllung gegangen ist. Dann sprach sie: ‚Man wird sehr beten müssen, denn die Bösen werden alles zerstören wollen. Vor dem großen Kampf werden sie Herren sein. Sie werden so viel Böses stiften, als sie nur können, nicht soviel jedoch, als sie wollen, weil sie die Zeit nicht dazu haben werden … Die weniger zahlreichen Guten werden einen Augenblick nahe daran sein, vernichtet zu werden, aber, O Macht Gottes, O Macht Gottes! Alle Bösen werden zu Grunde gehen …‘.
Damit stimmt überein die Weissagung des Jesuitenpaters Nectou. Dieser war Vorsteher eines Hauses der Jesuiten in Belgien und Verfasser mehrerer asketischer Schriften; er starb am 12. Juli 1772 im Rufe der Heiligkeit zu Bordeaux. Um das Jahr 1760 hat er vieles geweissagt, wovon schon manches bereits in Erfüllung gegangen ist, z. B. die Unterdrückung des Jesuitenordens (1773), die französische Revolution (1789), verbunden mit der Hinrichtung der gekrönten Häupter (1793), usw. Anfangs schenkte man seinen Prophezeiungen keinen Glauben, bis schließlich die Schreckenstage hereinbrachen. Noch in Erfüllung gehen soll folgende Weissagung von ihm: „Wenn diese Ereignisse, die den Triumph der Kirche herbeiführen werden, herannahen, wird eine solche Unordnung auf Erden herrschen, daß man meinen wird, Gott habe die Menschen ganz ihrem verkehrten Sinn überlassen, und die gastliche (gütige) Vorsehung kümmere sich nicht mehr um die Welt. Mit einem Wort, die Unordnung wird so allgemein sein, daß man sich nicht mehr zurechtfinden wird. Ist der Augenblick der letzten Krisis gekommen, so wird man nichts anderes tun können, als dort ausharren, wo Gott uns hingestellt hat, und sich in sein inneres verschließen und beten, bis der Zorn und die Gerechtigkeit Gottes befriedigt sein werden.‘“ (Prof. Alfons Konzionator, „Der kommende große Monarch“, Van-Acken-Verlag Konstanz-Düsseldorf-Lingen 1957, S. 84f).

Der Zerfall der kirchlichen Ordnung vor dem großen Krieg

Diese Beschreibung der Zeit vor dem großen Krieg geben viele Seher: Zunächst zerfällt jegliche kirchliche und gesellschaftliche Ordnung. Dabei wird dieser Zerfall so groß und so umfassend sein, daß er alles Vorherige weit übertrifft. Müssen wir nicht inzwischen nüchtern feststellen: Der dämonische Einfluß auf diese sog. moderne Gesellschaft erreicht ein Maß, das man sich noch vor 50 Jahren nicht einmal hat vorstellen können! Und hat sich nicht auch dies inzwischen erfüllt: Vor dem großen Kampf werden sie (die Zerstörer des christlichen Glaubens und jeglicher Moral) Herren sein.

Die Dienerin Gottes, Oberin Maria Steiner († 1862), sprach in den Jahren 1843 und 1844: „Ich sah die Orden und die Geistlichkeit im allgemeinen in solcher Erschlaffung, daß die Strafe kommen muß … Ach ihr armen Ordensmänner und ihr armen Klosterfrauen! Die Ordensmänner werden ihre Konvente verlassen müssen und die Nonnen aus ihren Klöstern vertrieben werden … Die Kirche wird verfolgt werden und Rom wird des Heiligen Vaters beraubt werden… Wenn man nicht durch Gebet Schonung erfleht, wird die Zeit kommen, wo man das Schwert und den Tod sehen kann, und Rom wird ohne Hirte sein“ (Ebd. S. 80f).

Auch diese Vorhersage haben wir vor unseren Augen sich verwirklichen sehen. Die Klöster sind großteils verlassen, die Kirche wird überall verfolgt und Rom wurde des Heiligen Vaters beraubt. Hierzu paßt noch ganz gut eine Aussage Alois Irlmaiers: „Und dann hat er a gesagt, von dene Leit, die ausschaun wie die Heandl (Hörner) aufhabn, (Irlmaier spricht von den Bischöfen, deren Mitren von der Seite gesehen wie Hörner aussehen) die sind a mit dem schwarzen Mann.“ Die ganze kirchliche Hierarchie ist vom Glauben abgefallen und dient dem Feind, dem schwarzen Mann, dessen einziges Ziel es ist, den katholischen Glauben vollkommen zu zerstören.