Ein allgemeiner Krieg

Papst Pius’ IX. zum Triumph der Kirche nach der Verfolgung – Mgr. Pie

Hierzu sind die Worte Papst Pius’ IX. in seinem Breve vom 6. Jan. 1873 bemerkenswert. Nachdem der Papst erwähnt hat, daß nach der außergewöhnlich großen Verfolgung der Kirche zweifellos ein ganz besonders glänzender Triumph bevorsteht, fährt er fort: „Weil in den engeren und weniger gefahrvollen Kämpfen Gott der Kirche seine mächtige Hilfe bald durch die Waffen der Fürsten, bald durch die wunderbare Wirksamkeit und Kraft heiliger Männer verschafft, in diesem noch schwereren Kampfe aber ihr alle Hilfe vorenthalten hat, so ist daraus ersichtlich, daß er sich selbst den Sieg über seine Feinde vorbehalten hat. Dies wird um so einleuchtender, wenn man berücksichtigt, daß die Wurzel aller gegenwärtigen Übel hauptsächlich darin zu suchen ist, daß die mit allen ihren Talenten und Kräften nur den irdischen Dingen zugeneigten Menschen nicht nur Gott verlassen, sondern ihn auch ganz von sich verstoßen haben, so daß sie auf keine andere Weise mehr zu ihm zurückgeführt zu werden scheinen, als durch eine Tat, die nicht leicht einer zweiten Ursache zugeschrieben werden kann, und eine derartige ist, daß sie durch ihre Eigenart die Augen aller aufs Überirdische richten und alle zwingen wird, auszurufen: Vom Herrn ist das geschehen und es ist wunderbar in unseren Augen“ (Ebd. S. 109)

Ferner hat Papst Pius IX. im Jahre 1871, am 25. Jahrestag seiner Erwählung, einer französischen Deputation (Gesandtschaft), an deren Spitze der Bischof Forcade von Nevers stand, gesagt: „Es wird ein großes Wunder geschehen, das die Welt mit Staunen erfüllen wird. Diesem Wunder aber wird der Triumph der Revolution vorausgehen. Die Kirche wird außerordentlich leiden. Ihre Diener und ihr Oberhaupt werden beschimpft, verfolgt und gemartert werden“ (Ebd. S. 109f).
Ganz ähnlich äußerte sich um das Jahr 1880 auch Msgr. Pie, der Bischof von Poitiers: „Noch zu keiner Zeit der Weltgeschichte sahen wir eine so allgemeine Auflehnung gegen Gott wie heutzutage. Alles greift zu den Waffen gegen ihn. Niemals hatte man so allgemein jeden Vertrag mit Gott gelöst und ihm auf der ganzen Linie das freche Wort entgegengeschleudert: ‚Geh fort von uns (Job 21, 14), verlasse uns!‘ Das ist es, was die modernen Nationen mit Frankreich an der Spitze tun, sie sprechen: ‚Geh fort, wir wollen keinen Gott; wir wollen alles gegen ihn und ohne ihn tun.‘
Der Staat muß antikirchlich, atheistisch, rein weltlich sein. Und Gott nimmt die Völker beim Wort und überläßt sie ihrem Trotz und Eigenwillen, bis sie in ihrem Wahnsinn sich gegenseitig zerfleischen und Europa mit Blut und Ruinen bedecken.
Dann wird Gott wiederkommen, aber bewaffnet…
Dann werden alle sehen, daß er der Herr der von ihm erschaffenen Erde ist, aus welcher man ihn verjagen wollte. Und ihr sollt wissen, daß ich der Herr bin. Et scietis, quia ego sum Dominus (Ez. 7, 9)“ (Ebd. S. 110).

Zwei bayerische Hellseher: Alois Irlmaier…

Ehe wir uns noch etwas eingehender den Voraussagungen der zwei bayerischen Hellseher zuwenden wollen, möchten wir noch einige Hinweise zur Zuverlässigkeit dieser beiden Hellseher geben. Stephan Berndt, der sich ausgiebig mit vielen europäischen Hellsehern beschäftigt hat, nennt Irlmaier den zuverlässigsten von allen. Es seien hierzu nur ein paar jener Vorhersagen erwähnt, die sich inzwischen erfüllt haben und uns somit die Hellsehergabe bestätigen.
Irlmaier sah etwa auf den Feldern moderne Maschinen, unter denen er sich damals nichts vorstellen konnte. Er sah auch merkwürdige ‚Kasteln’, etwa 1,5 Meter groß und glänzend auf den Feldern stehen, die dort ein halbes oder dreiviertel Jahr lang liegen blieben. Das können nur die großen, kunststoffverpackten Siloballen sein, die nun schon seit weit mehr als einem Jahrzehnt üblich geworden sind, aber Ende der 50er Jahre noch vollkommen unbekannt waren.

Zwei sehr erstaunliche Aussagen einer Zeitgenossin Irlmaiers werden von Stephan Berndt in seinem Buch, „Alois Irlmaier, Ein Mann sagt, was er sieht“, festgehalten. Diese berichtet, Irlmaier habe gesagt, die Leute hätten irgendwann ein „Papperdeckel, das man in Zuban-Schachtel steckt. Damit wird bezahlt“. Als Stephan Berndt nachfragte, was mit ‚Zuban-Schachtel‘ gemeint sei, meinte die Frau: „Ja eben eine Zigarrenschachtel“.

Weiter berichtet diese Frau, Irlmaier habe auch gesagt, die „Leute sprechen in Zuban-Schachtel nei – mit dem spuins aa.“ Es gab damals von der Firma Zuban, einer Münchener Zigarettenfabrik (Königlich Bayerischer Hoflieferant, 1928 von Konkurrenz Neuerburg aufgekauft, später von Reemtsma aufgekauft), tatsächlich Zigarettentabak der Sorte ‚Sultan‘ in einer Blechdose, die schwarz war und so von Größe, Material und Gestalt (abgerundete Kanten!) einem modernen Mobiltelefon sehr ähnlich ist. Die Zuban Schachtel der Marke „Hofparkett“ sieht einem modernen i-Phone so zum Verwechseln ähnlich, daß man meint, das Design sei von dieser Schachtel übernommen worden.

Dabei hat Irlmaier, wenn er vom Gebrauch dieser Schachteln sprach, das Verhalten der modernen Smartphonebesitzer nachgemacht. Die Frau erzählt: „Da hat er immer so g’macht“ – und die Frau machte eine wischende Handbewegung, wie beim Bedienen eines Touchscreens! Irlmaier kommentierte damals seine Gesten: „Da ham sie so a schwarzes Kastl.“

Schon im Jahr 1949 sah Alois Irlmaier einen Umbruch im Osten Europas vorher: „Drüb’n im Osten gibts no an großen Umschwung. Des geht no net so gschwind, und es wern allerhand Kämpf’ vorausgehn, aber es kimmt.“ Wer hätte sich zur Zeit des Kalten Krieges so etwas auch nur vorstellen können?

… und der Mühlhiasl

Kommen wir noch zu einigen der bekanntesten Voraussagen des Waldpropheten zu sprechen, die sich ebenfalls inzwischen erfüllt haben. Dazu vorweg noch eine Bemerkung: Ab und zu liest man, die Voraussagen des Mühlhiasl seien erst im Nachhinein erfunden und zusammengedichtet worden – also nachdem schon alles geschehen sei, hätte man daraus Prophezeiungen gemacht und diese sodann einem sagenumwobenen Waldpropheten in den Mund gelegt. Nun gibt es aber durchaus alte Aufzeichnungen, in denen die mündlichen Überlieferungen festgehalten wurden und zudem genügend Zeitzeugen, von denen die Echtheit dieser prophetischen Sinnsprüche bezeugt wird. Es zeigt sich somit wieder einmal in dem Unglauben das alte rationalistische Vorurteil vieler Zeitgenossen, wonach es einfach wahre Prophetie nicht geben darf.

Die prophetischen Sprüche des Mühlhiasl beeindrucken vor allem durch ihre Kürze und Treffsicherheit. Nach seinen eigenen Angaben würden sich aber seine Schauungen erst in fast zweihundert Jahren erfüllen. Als man nämlich den Waldpropheten fragte, wann das alles geschehen würde, wies er auf einen kleinen Buben hin und sprach: „Der da wird’s nicht erleben, seine Kindeskinder auch nicht, aber deren Kindeskinder werden es erleben.“

Die Prophezeiungen des Waldpropheten beschreiben drei größere Zeitabschnitte:
Zunächst die „erste Zeit“ der Vorbereitung.
Sodann die zweite Zeit des „großen Krieges“ und nach demselben.
Hierauf folgt das „große Aufräumen“.