Maria

Ein allgemeiner Krieg

Prophezeiungen späterer Erfindungen

Freilich waren die Gesichte des Mühlhiasl für die damaligen Leute sinnverwirrend und ganz und gar unverständlich. So sprach der Waldprophet etwa davon, daß im Wald „eiserne Straßen“ gebaut werden und der „eherne Hund“ durch die Öde bellen wird. Nach ihm wird der große Krieg (der Erste Weltkrieg) dann beginnen, wenn die „eiserne Straße“ im Vorwald fertig ist und der „eiserne Hund“ auch dort zu bellen beginnt. Am 1. August 1914 wurde die Bahnstrecke von Kalteneck nach Deggendorf fertig, am 2. August fuhren schon die ersten Einberufenen auf dieser Strecke in den Krieg. Der Mühlhiasl sagte auch voraus: „Durch einen Kleinen geht der Krieg an und durch einen Großen, der übers Wasser kommt, wird er gar.“ Der kleine Serbe hat den Krieg ausgelöst, der große Amerikaner ihn beendet!

Der Mühlhiasl sah auch die „Wagen ohne Roß und Deichsel“ voraus.

Den Beginn des Nationalsozialismus beschrieb er mit Worten, die selbst nach dem Geschehen nicht treffender zu wählen sind: „Die Kleinen werden groß und die Großen klein. Wenn aber der Bettelmann aufs hohe Roß kommt, dann kann ihn auch der Teufel nicht erreiten.“

Ebenso treffsicher sagte er den Zweiten Weltkrieg voraus: „Wenn‘s in Straubing über die Donau die große Brücke bauen, so wird‘s fertig, aber nimmer ganz, dann geht‘s los.“ Als der Krieg am 1. September 1939 losbrach, war die Straubinger Donaubrücke fast fertig, allerdings fehlte noch die Betondecke. Fügen wir noch ein paar dieser überaus originellen Voraussagen an: Der Waldprophet sah den Zeppelin über den Bayerischen Wald schweben, er sieht nämlich, daß die Menschen wie die Vögel fliegen werden und er beschreibt einen riesigen „weißen Vogel“.

Wetterwandel und gesellschaftlicher Wandel

Er sah die Wetterveränderung voraus – „Wenn man Sommer und Winter nicht mehr unterscheiden kann“ – Und die Einführung des Euro: „Einerlei Geld kommt auf.“
Auch die modernen gesellschaftlichen Veränderungen beschreibt er schon Anfang des 19. Jahrhunderts (!) mit den Worten: „Wenn man Mandl und Weibl nimmer auseinanderkennt“ und „Wenn d‘ Bauern mit gewichsten Stiefeln in die Miststatt hineinstehen; wenn sich d‘ Bauernleut g’wandn wie die Städtischen und die Städtischen wie die Narren; wenn die Mannerleut rote und weiße Hüte aufsetzen – nacher ist‘s nimmer weit hin.“ Versuchen Sie einmal die heutige Mode kürzer und prägnanter zu beschreiben, es wird Ihnen sicherlich nicht gelingen!

Zur wirtschaftlichen Entwicklung äußerte sich der Mühlhiasl so: „Geld wird gemacht, so viel, daß man’s gar nimmer kennen kann.“ Denken sie nur einmal an die aufgeblähten Staatshaushalte und die unübersehbar großen Schulden oder an die superreichen Milliardäre, die inzwischen die Hälfte des Weltvermögens in der Hand haben. Aber wie geht das Ganze aus? „Auf einmal gibts keins mehr.“ Alois Irlmaier hat bei der Einführung der neuen Währung, der D-Mark gesagt: “Das neue Geld ist in Ordnung, doch hütet euch vor dem, was danach kommt!“

Zur religiösen Entwicklung sagt der Waldprophet: „Der Glaube wird so klein werden, daß man ihn unter den Hut hineinbringt“ oder auch: „Der Glaube wird so klein werden, daß man ihn mit dem Geißelschnalzen vertreiben kann.“ Dann noch eine ganz und gar überraschende Aussage (man bedenke nochmals, das sagt der Waldprophet Anfang des 19. Jahrhunderts!): „Sieben geistliche Herren werden in Zwiesel eine Messe lesen, und bloß sieben Leut werden’s anhören.“ Da ist man direkt sprachlos: Menschenmachwerkskirche pur! Noch ein weiterer Volltreffer zum Thema Religion: „Übern katholischen Glauben spott‘n am besten die eigenen Leut.“

Zum Abschluß noch zwei Sätze aus dem Mund des Waldpropheten, die den Zustand der jetzigen Gesellschaft ganz genau beschreiben: „Die neuen Herren können nichts als Gesetze machen, die bald kein Mensch mehr halten und Steuern ausmachen, die niemand mehr zahlen wird.“ Allein die EU produziert jedes Jahr 1000 Gesetze. Wer soll diese Gesetzesflut noch einhalten und befolgen können? Nachher geht´s an, das „große Aufräumen“ in der dritten Zeit. Aber: „Niemand denkt dran, daß die Geißel Gottes kommt.“ Keiner will es glauben, daß diese Zeit des Wohlstands und Luxus plötzlich zuende gehen wird. „Dann wird das Bayerland verheert und verzehrt, das Böhmerland mit dem Besen ausgefegt.“ Die Leute, die vor Hunger aus der Stadt getrieben werden und zum Bauer sagen: „Geh, laß mich ackern“, werden von den Bauern „mit dem Pflugraitel erschlagen.“ Noch ein prophetischer Sinnspruch zu guter Letzt: „Kein Mensch wird den andern mehr mögen.“

Die Etappen zum großen Krieg

Überlassen wir nun nochmals Alois Irlmaier das Wort. Dieser hat gegenüber der Caritasschwester Maria Luise Bender gesagt:
1. Zuerst kommt ein Wohlstand wie noch nie!
2. Dann folgt ein Glaubensabfall wie noch nie zuvor.
3. Darauf eine Sittenverderbnis wie noch nie.
4. Alsdann kommt eine große Zahl fremder Leute ins Land.
5. Es herrscht eine große Inflation. Das Geld verliert mehr und mehr an Wert.
6. Bald darauf folgt die Revolution.
7. Dann überfallen die Russen über Nacht den Westen.

In der Großen Botschaft von La Salette ist die Rede von Frankreich, Italien, Spanien und England. Die weinende Madonna sagt das kommende göttliche Strafgericht für diese Länder voraus. „Frankreich, Italien, Spanien und England werden im Kriege sein. Das Blut wird auf den Straßen fließen. Der Franzose wird mit dem Franzosen kämpfen, der Italiener mit dem Italiener.“

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