Der Große Monarch

Die dreitägige Finsternis

Wie Prof. Alfons Konzionator berichtet, wird es nach der seligen Maria Taigi diese Finsternis „ganz unmöglich machen, irgend etwas zu sehen; ferner wird die ‚Finsternis‘ mit ‚Verpestung der Luft‘ verbunden sein, die zwar nicht ausschließlich, aber hauptsächlich die Feinde der Religion hinwegrafft. Solange die Finsternis dauern wird, wird es unmöglich sein, Licht zu machen. Nur geweihte Kerzen werden sich anzünden lassen und Licht spenden. Wer während dieser Finsternis aus Neugierde das Fenster öffnen und hinausschauen oder aus dem Hause gehen wird, wird auf der Stelle tot hinfallen. Hier passen die Worte des Isaias: ‚Geh, mein Volk, geh in deine Kammer, schließ deine Tür hinter dir, verbirg dich einen kleinen Augenblick, bis der Zorn vorüber ist.‘ (Js. 26, 20) In diesen drei Tagen sollen die Leute vielmehr in ihren Häusern bleiben, den Rosenkranz beten und Gott um Barmherzigkeit anflehen“ (Ebd. S. 97).

Auch Elisabeth Canori-Mora, die wie Maria Taigi eine verheiratete Frau zu Rom war († 1825) hatte Offenbarungen. Sie weissagte über die dreitägige Finsternis folgendes: „Gott wird sich der Macht der Finsternis bedienen, um die Sektierer und Gottlosen, welche die Heilige Kirche in ihren Fundamenten erschüttern und vernichten wollen, auszurotten. In ihrer verwegenen Bosheit vermeinen diese Elenden, Gott von seinem Throne zu stoßen; aber er lacht über ihre Verschlagenheit, und durch ein Zeichen seiner mächtigen Hand wird er die Gotteslästerer und Gottlosen strafen… Gott wird zulassen, daß diese Heuchler durch die Grausamkeit der Dämonen gestraft werden und eines tragischen Todes sterben, weil sie sich freiwillig den höllischen Mächten übergeben und sich mit ihnen gegen die Katholische Kirche verbündet hatten… Hierauf verbreitete sich glänzende Klarheit über die Erde zum Zeichen der Versöhnung Gottes mit den Menschen… Die Kirche war wieder erneuert, sogar die Orden; und die Häuser der Christen glichen Klöstern, so groß war jetzt die Andacht und der Eifer für die Ehre Gottes. Auf diese Weise erfüllte sich in einem Augenblick der eklatante Triumph der Katholischen Kirche. Alles lobt und preist sie, alle übergeben sich ihr, indem sie den Papst als Stellvertreter Jesu Christi anerkennen“ (Ebd. S. 98).

Der Bericht der Julie Jahenny

Eine Visionärin, die viele Einzelheiten über die bevorstehende dreitägige Finsternis geschaut hat, ist die stigmatisierte Jungfrau Marie Julie Jahenny aus La Fraudais bei Blain (Loire-Inferieur) in Frankreich. Folgen wir weiter Prof. Alfons Konzionator:

„Geboren 12. Februar 1850, erhielt sie 1873 die fünf Wundmale Christi und auch die Wunden der Dornenkrone und der linken Schulter, die dem Heiland beim Kreuztragen verursacht wurden. Auf der Brust hatte sie ein großes Kreuz mit Inschriften, das der Begnadeten wunderbar ins Fleisch eingezeichnet war, woran sie, wie auch an den Wundmalen, jeden Freitag blutete. Seit sie die Stigmata trug, hat sie weder eine Minute geschlafen, noch etwas gegessen oder getrunken. …
Julie Jahenny berichtet folgendes am 4. März 1891: ‚Es wird eine dreitägige Finsternis in der Natur eintreten; während drei Nächten und zwei Tagen wird eine ununterbrochene Nacht sein. Die geweihten Kerzen von Wachs werden allein noch Licht spenden während dieser entsetzlichen Finsternis. Eine einzige Kerze wird hinreichen für drei Tage. Aber in den Häusern der Gottlosen und der Gotteslästerer werden die bösen Geister in den abscheulichsten und entsetzlichsten Gestalten erscheinen; sie werden in den Lüften die schrecklichsten Gotteslästerungen hören lassen. Die Blitze werden in eure Wohnungen eindringen, aber sie werden das Licht der geweihten Kerzen nicht auslöschen; weder der Wind noch der Sturm noch die Erdbeben werden sie auslöschen. Rote Wolken wie Blut werden am Himmel erscheinen; das Krachen des Donners wird die Erde erschüttern. Unheilbringende Blitze werden die Straßen durchzucken und dies zu einer Zeit, wo sie sonst nie vorkommen. Die Erde wird bis in ihre Grundfesten erschüttert werden. Das Meer wird schäumende Wogen über das Festland schleudern…
Die Erde wird in einen unermeßlichen Friedhof umgewandelt werden. Die Leichen der Gottlosen und der Gerechten werden die Oberfläche der Erde bedecken. Die Hungersnot wird dann groß sein. Alles wird zerstört sein und dreiviertel der Menschheit wird umkommen.
Die Krisis wird fast plötzlich ausbrechen. Die Strafe wird auf der ganzen Welt gemeinsam sein‘“
(Ebd. S. 100f).

Die dreitägige, ägyptische Finsternis im II. Buche Moses

Manchen kommen diese Schilderungen einer dreitägigen Finsternis als Gottesgericht womöglich ein wenig seltsam und recht unglaubwürdig vor. Deswegen erinnert Prof. Alfons Konzionator an die ägyptischen Plagen, durch die der Pharao genötigt werden sollte, das auserwählte Volk mit Moses wegziehen zu lassen:

„Beachtenswert ist es, daß bereits zur Zeit des Moses eine dreitägige vollständige Finsternis als Strafe für die Ägypter verhängt worden ist. Über die Finsternis wird im II. Buche Moses, 10. Kapitel, berichtet. Dort heißt es: Und der Herr sprach zu Moses: ‚Strecke deine Hand aus gegen Himmel, und es komme eine Finsternis über das Land Ägypten so dicht, daß man sie greifen kann.‘ Und er streckte seine Hand aus gegen Himmel, und es ward eine greuliche Finsternis drei Tage lang im ganzen Lande Ägypten. Einer sah den andern nicht und ging nicht von dem Orte, wo er war; wo aber immer die Söhne Israels wohnten, war Licht. (2. Moses, 10, 21 K.)
Wie Loch und Reisch1 in ihrer Bibelausgabe bemerken, wird dieser Bericht des Moses ergänzt durch eine nähere Schilderung im Buche der Weisheit, Kapitel 17; dort lesen wir: ‚Da die Unrechten meinten, das heilige Volk unterdrücken zu können, lagen sie da, von den Banden der Finsternis und langer Nacht gefesselt, eingeschlossen in ihren Häusern, als Verbannte von der ewigen Vorsehung… Nicht einmal die Schlupfwinkel, worin sie waren, schützten sie vor Furcht; ein Getöse kam von oben herab und erschreckte sie und traurige Gespenstergestalten, die erschienen, flößten ihnen Furcht ein. Keine Kraft des Feuers war hinreichend, ihnen zu leuchten… Indes erschien doch Feuer, urplötzlich und fürchterlich.‘ (Weish. 17, 2 ff.) ‚Aber bei den Heiligen (d. i. beim Volke Gottes, den Israeliten) war ein sehr großes Licht.‘ (Weish. 18, 1). In der Bibelausgabe von Loch und Reischl wird bei diesem Kapitel auf folgendes aufmerksam gemacht: Die Ägypter liebten die ‚geistige‘ Finsternis, dafür kam über sie eine ‚wirkliche‘ Finsternis, während derselben Zeit dem heiligen Volke, d. i. den Israeliten im Lande, das Sonnenlicht strahlte. Auch wurden während des dreitägigen Dunkels die Ägypter durch Feuerflammen, Getöse und Schreckgestalten, Gespenster aus der Tiefe (Dämonen) geängstigt. Daraus kann man schließen, daß wahrscheinlich auch bei der noch bevorstehenden dreitägigen Finsternis Dämonen und Feuerflammen Schreck ausüben dürften. Das hat übrigens auch die selige Maria Taigi angekündigt; man beachte ihre bereits zitierten Worte.
(Ebd. S. 105f)

Das „Lied der Linde“

Eine recht bekannte Prophezeiung ist das „Lied der Linde“, ein Gedicht, das im Jahre 1850 im hohlen Stamm einer tausendjährigen Linde bei Staffelstein im oberen Maintal in Franken gefunden wurde. Der Verfasser ist unbekannt. Auch in dieser Prophezeiung wird eine dreitägige Finsternis vorhergesagt:

Winter kommt, drei Tage Finsternis.
Blitz und Donner und der Erde Riß,
Bet‘ daheim, verlasse nicht das Haus!
Auch am Fenster schaue nicht den Graus!

Eine Kerze gibt die ganze Zeit allein,
Wofern sie brennen will, dir Schein.
Gift’ger Odem dringt aus Staubesnacht,
Schwarze Seuche, schlimmste Menschenschlacht.

Gleiches allen Erdgebor’nen droht,
Doch die Guten sterben sel’gen Tod.
Viel Getreue bleiben wunderbar
Frei von Atemkrampf und Pestgefahr.

Eine große Stadt der Schlamm verschlingt,
Eine andere mit dem Feuer ringt,
Alle Städte werden totenstill,
Auf dem Wiener Stephansplatz wächst Dill.

Zählst du alle Menschen auf der Welt,
Wirst du finden, daß ein Drittel fehlt,
Was noch übrig, schau in jedes Land,
Hat zur Hälft‘ verloren den Verstand.

und Pater Pio

Abschließen wollen wir unsere Dokumentation über die dreitägige Finsternis mit den Mahnungen von P. Pio vom 7. Februar 1950:

„Gebt acht auf die Tiere in diesen Tagen. Ich bin der Schöpfer und Beschützer der Tiere als auch der Menschen. Ich werde euch vorher einige Zeichen geben, zu welcher Zeit ihr mehr Futter für sie unterbringen sollt. Ich werde das Eigentum der Auserwählten beschützen, inklusive die Tiere. Laß niemanden auf den Hof, wer rausgeht und die Tiere füttert, wird sterben! Bedeckt eure Fenster sorgfältig. Meine Auserwählten sollen meinen Zorn nicht sehen. Habt Vertrauen zu mir und ich werde euer Schutz sein.
Hurrikane des Feuers werden ausströmen aus den Wolken und sich über die ganze Erde verbreiten! Stürme, Unwetter, Blitze und Erdbeben werden die Erde bedecken für zwei Tage. Ein ununterbrochener Feuerregen wird niedergehen! Es wird beginnen während einer sehr kalten Nacht. All das ist der Beweis, daß Gott der Herr der Schöpfung ist. Die, die auf mich hoffen und meinen Worten glauben, haben nichts zu befürchten, weil ich sie nicht im Stich lassen werde, auch die nicht, die meine Botschaft verbreiten.
Damit ihr vorbereitet seid auf diese Heimsuchungen, werde ich euch die folgenden Zeichen und Anweisungen geben: Die Nacht wird sehr kalt sein. Der Wind wird heulen. Nach einiger Zeit wird man Blitze hören. Schließt alle Türen und Fenster. Sprecht mit niemandem außerhalb des Hauses. Kniet nieder vor einem Kreuz, bereut eure Sünden und bittet meine Mutter um Schutz. Seht nicht heraus während des Erdbebens, weil der Ärger Gottes heilig ist!
Diejenigen, die diesen Rat nicht beachten, werden augenblicklich getötet. Der Wind wird die Giftgase über die ganze Erde verteilen. Die, die leiden und unschuldig sterben, werden Märtyrer sein und sie werden mit mir in mein Himmelreich einziehen. Satan wird triumphieren! Aber in drei Nächten wird das Erdbeben und das Feuer aufhören. Am folgenden Tag wird die Sonne wieder scheinen, Engel werden vom Himmel herabsteigen und den Geist des Friedens über die Erde verbreiten. Ein Gefühl von unermeßlicher Dankbarkeit wird die ergreifen, die diese schreckliche Prüfung überlebten.“

Der nachfolgende Triumph der Kirche

In La Salette sagte die weinende Gottesmutter zu Melanie: „Die Bösewichter werden mehrere Male seinem Leben (Papst Pius IX.) nachstellen, ohne seinen Tagen schaden zu können. Aber weder er noch sein Nachfolger werden den Triumph der Kirche Gottes sehen.“ Damit sagt also die allerseligste Jungfrau einen nochmaligen Triumph der Kirche voraus. Dementsprechend hat Papst Pius IX. in einem Breve vom 6. Januar 1873 an den Priester Jakob Margotti, nachdem er darauf hingewiesen, daß gegenwärtig von den Mächten der Erde nicht nur die Rechte der Kirche bedroht werden, wie in früheren Zeiten, sondern auch die kirchliche Gewalt selbst, dem Herausgeber eines Tageblattes zu Turin geschrieben: „Aus der Wildheit des so großen und doppelseitigen Kampfes, der durch Gottes Zulassung wider die Kirche entbrannt ist, können die Gläubigen leicht erkennen, daß nach der unwiderruflichen göttlichen Prophezeiung der Kirche selbst ein Triumph bereitet werden wird, der alle vorhergehenden an Vollkommenheit und Glanz übertreffen wird.“

Auch Papst Leo XIII. gab in seinem Rundschreiben „Auspicato concessum“ vom17. September 1882, worin er auf die in der menschlichen Gesellschaft ruhenden Übel eingeht, der Hoffnung Ausdruck: „Wenn nun solche Übel auf dem Menschengeschlechte lasten, dann wird Gott, sobald die Stunde des Trostes gekommen ist, einen außergewöhnlichen, hochbedeutsamen und in seiner Art einzigen Mann auf Erden auftreten lassen, in dessen Hände er die Besserung der Volkszustände legen wird.“ Dieser ganz und gar unerwartete und nochmalige Triumph der Kirche wird nach vielen Prophezeiungen durch die dreitägige Finsternis eingeleitet, durch den Großen Monarchen verwirklicht und durch einen großen heiligen Papst vollendet.