Freue dich, Jungfrau Maria

von antimodernist2014

Im Beitrag „Der Große Monarch“ haben wir auf zukünftige Ereignisse verwiesen, die uns in der Großen Botschaft von La Salette und von anderen Visionären vorausgesagt werden. Wir haben auch darauf hingewiesen, daß dieses neue Zeitalter, das Gott uns wunderbarerweise noch schenken möchte, das Zeitalter Mariens sein wird. Genaugenommen ist dieses Zeitalter Mariens schon angebrochen, aber es wird sich schließlich erst nach dem großen Weltgeschehen vollenden.

Schon im Jahre 1904 schrieb der hl. Pius X. in seiner Enzyklika „Ad diem illum laetissimum“ zum 50. Jahrestag der Dogmenverkündigung von der Unbefleckten Empfängnis: „Gehen wir in Unserer Erwartung zu weit, ehrwürdige Brüder, wenn Wir Uns der Hoffnung hingeben, daß bei dieser Erinnerungsfeier der Unbefleckten Empfängnis der Jungfrau auch jetzt, nach Ablauf eines halben Jahrhunderts, ein lebhafter Widerhall dieser heiligen Freude in unseren Herzen spürbar wird und daß allmählich wie damals auch heute der Glaube und die Liebe zur Gottesmutter machtvoll in Erscheinung treten wird? Diesen lebhaften Wunsch erweckt in Uns die Liebe, die Wir zur allerseligsten Jungfrau im Herzen tragen und die, ein Gnadengeschenk übrigens ihrer Güte, Wir allzeit zu vermehren trachteten. Zur sicheren Hoffnung und Erwartung aber, daß dieser Unser Wunsch auch in Erfüllung gehen werde, berechtigt Uns das Bestreben aller wahren Katholiken, die nie müde werden und immer bereit sind, der hehren Gottesmutter stets neue Beweise der Liebe und der Verehrung zu erbringen. Wir wollen indessen nicht verschweigen, daß dieses Unser Verlangen einer gewissen inneren Stimme entspringt, und diese scheint Uns zu sagen, daß nun bald jene Hoffnungen und Erwartungen in Erfüllung gehen werden, zu denen Unser Vorgänger Pius, und mit ihm alle Bischöfe, nicht ohne Grund sich gedrängt fühlten, wenn einmal die Wahrheit der Unbefleckten Empfängnis als Glaubenssatz ausgesprochen wäre.“

Der Beginn eines gewaltigen Krieges

Die allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria ist im Laufe der Jahrhunderte immer mehr aus dem Schatten ihres Sohnes herausgetreten, um die ihr von der göttlichen Vorsehung zuerkannte Stellung im Heilswerk Jesu Christi einzunehmen. Je heftiger die Auseinandersetzung zwischen der Kirche Jesu Christi und dem Teufel wird, desto mächtiger und notwendiger wird der Schutz Mariens für ihre Kinder. Seit der Renaissance führen die Söhne der Finsternis einen wohl durchdachten und bis ins Einzelne geplanten Angriff gegen die Kinder des Lichtes. Je klarer man diese Tatsache erfaßt, desto deutlicher erinnert man sich an die zwei Stellen aus der Heiligen Schrift, die diesen Kampf beschreiben und zugleich deuten.

Nach dem Sündenfall, als sie „das Geräusch der Schritte Gottes des Herrn hörten, der sich zur Zeit des Tagwindes im Garten erging, versteckten sich der Mensch und seine Frau vor Gott dem Herrn zwischen den Sträuchern des Gartens“ (Gen. 3,8). Aber vor Gott kann man sich natürlich nicht verstecken, Gott spürt sie auf und fragt: „Adam, wo bist du?“ (Gen. 3,9). Was doch so viel heißt wie: „Adam, wohin bist du nur geraten, was ist dir passiert?“ Adam bekennt seinen Fall offen vor Gott und sodann auch Eva. Eva aber erklärt: „Die Schlange hat mich verführt; so habe ich gegessen“ (Gen. 3,13). Hinter der Schlange verbirgt sich aber der Teufel, der Menschenmörder von Anbeginn, der hinter aller Bosheit steckt und den Menschen durch seine List allezeit ins Verderben führen möchte. Dementsprechend wirft unser Herr Jesus Christus den ungläubigen Juden vor: „Ihr habt den Teufel zum Vater, und nach den Begierden eures Vaters wollt ihr handeln. Er war ein Menschenmörder von Anbeginn. Er steht nicht in der Wahrheit, weil keine Wahrheit in ihm ist. Wenn er lügt, spricht er aus seinem eigenen Wesen. Denn er ist ein Lügner und der Vater der Lüge“ (Joh 8,44).

Nach dem Sündenfall gibt Gott die Menschen nicht auf. Der Sieg des Teufels ist kein vollkommener Sieg, es ist vielmehr der Beginn eines gewaltigen geistigen Krieges, der bis zum Endgericht dauern wird. Die Heilige Schrift berichtet uns sozusagen von der göttlichen Kriegserklärung an den Teufel: „Da sprach Gott der Herr zur Schlange: ‚Weil du das getan hast, sei verflucht unter allem Vieh und allen Tieren des Feldes! Auf deinem Bauch sollst du kriechen und Staub sollst du fressen alle Tage deines Lebens! Feindschaft setze ich zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Nachkommen und ihrem Nachkommen. Er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst nach seiner Ferse schnappen.‘“

Die apokalyptische Frau

Die ganze Weltgeschichte steht unter dem Zeichen dieser Feindschaft, die sich zum Ende der Zeit ihrem Höhepunkt nähern wird, wie es uns in der Geheimen Offenbarung des Apostels Johannes berichtet wird. In der Mitte des großen, geheimnisvollen Offenbarungstextes steht die Schau von dem „großen Zeichen am Himmel“: „eine Frau, bekleidet mit der Sonne und der Mond unter ihren Füßen und auf ihrem Haupt eine Krone von zwölf Sternen.“

Dazu erklärt der hl. Papst Pius X. in der schon genannten Enzyklika: „‚Ein großes Zeichen‘, so beschreibt der Apostel Johannes das ihm zuteil gewordene Gesicht, ‚ein großes Zeichen erschien am Himmel: Eine Frau, bekleidet mit der Sonne, den Mond zu ihren Füßen, und eine Krone von zwölf Sternen auf ihrem Haupte.‘ Jeder aber weiß, daß diese Frau niemand anderen bedeutet als Maria, die als unversehrte Jungfrau Christus, unser Haupt geboren. ‚Und die Frau‘, so fährt der Apostel fort, ‚war gesegneten Leibes und schrie in ihren Wehen und Geburtsnöten.‘ Der Apostel sah also die heilige Gottesmutter, obwohl sie bereits beseligt im Himmel war, doch an geheimnisvollen Geburtswehen leiden. Was für eine Geburt mag damit wohl gemeint sein? Zweifellos handelt es sich um die Geburt von uns selbst, die wir, in der irdischen Verbannung noch zurückgehalten, erst zur vollkommenen Liebe Gottes und zur ewigen Glückseligkeit geboren werden müssen. Die Geburtswehen Mariens aber veranschaulichen ihre Liebe und ihr Bemühen, mit denen die Jungfrau auf dem Himmelsthron wacht und durch ihre fortwährende Fürbitte zu bewirken sucht, daß die Zahl der Erwählten ihr Vollmaß erreiche.“

Die päpstliche Unfehlbarkeit, der himmlische Schutz unseres hl. Glaubens

Welcher Katholik könnte darüber in Zweifel sein, daß er in dieser papstlosen Zeit eines besonderen himmlischen Schutzes bedarf? Ist unser hl. Glaube nicht Tag für Tag vielen und schweren Gefahren ausgesetzt? Wie aber ist es möglich, den Glauben zu stärken und mit jener übernatürlichen Lebenskraft zu durchdringen, die uns über alles Irdisch-Sichtbare in die unsichtbare Welt Gottes und der Gnade emporhebt? Wer steht uns hilfreich zur Seite, damit wir nicht beginnen zu verzagen?

Auch zur Zeit des hl. Pius X. war es für die Katholiken nicht leicht, ihrem Glauben inmitten des sich verbreitenden Liberalismus im staatlichen und Modernismus im kirchlichen Bereich treu zu bleiben. Darum ermahnt sie der hl. Papst, den Mut nicht zu verlieren, sondern das ganze Vertrauen auf Gott zu setzen: „Es gibt freilich nicht wenige, die es bedauern, daß diese Hoffnungen bis auf den heutigen Tag noch nicht ihre letzte Erfüllung gefunden haben, und die glauben, mit Jeremias sprechen zu können: ‚Wir hofften auf Frieden, und nichts Gutes ist geworden; wir hofften auf die Zeit der Heilung und siehe: Schrecken.‘ Solche ‚Kleingläubige‘ verdienen Tadel; sie nehmen sich nicht genügend Mühe, die Werke Gottes zu überdenken und ihren tiefen Wahrheitsgehalt auszuschöpfen. Denn wer vermag die geheimen Gnadenschätze zu ermessen und aufzuzählen, die Gott auf die Vermittlung der seligsten Jungfrau hin diese ganze Zeit hindurch der Kirche zugewendet hat? Aber abgesehen davon: Haben wir nicht zur rechten Zeit die Abhaltung des Vatikanischen Konzils erlebt und damit die Glaubenserklärung der Unfehlbarkeit des Papstes, die allen künftigen Irrungen rechtzeitig einen wirksamen Riegel vorschiebt? Sind wir nicht Zeugen ungeahnter und nie da gewesener Beteuerungen der Liebe gewesen, die aus allen Ständen und Länderstrichen die Gläubigen schon seit längerer Zeit hierher zog, dem Stellvertreter Christi Verehrung und Huldigung zu erweisen? Müssen wir nicht geradezu in staunende Bewunderung versinken vor dem Walten der Vorsehung Gottes, die an Unseren zwei Vorgängern, Pius und Leo, sich so wunderbar erwiesen hat? Trotz der sturmvollen Zeit haben sie in einer Regierungsdauer, wie sie keinem anderen beschieden war, die Kirche in Heiligkeit regiert.“

Die zwei feindlichen Kräfte des geistigen Kampfes der Weltgeschichte: Die Frau und der Drache

Das Vertrauen auf die Unfehlbarkeit des Papstes war also nach Pius X. der entscheidende Grund, warum die Katholiken fest darauf vertrauen können, daß das kirchliche Lehramt „allen künftigen Irrungen rechtzeitig einen wirksamen Riegel vorschiebt“. Allein dieses Vertrauen hat in allen künftigen Stürmen den Katholiken in den immer heftiger werden Angriffen der Feinde der Kirche festen Halt geben – bis zum Tod von Pius XII. Beginnt doch mit Angelo Giuseppe Roncalli alias Johannes XXIII. die systematische Umgestaltung vom Lehramt zum Leeramt und mit dem sog. Vatikanum 2 die Neugründung der Menschenmachwerkskirche. Der Feind ist nämlich immer am Werk, wie es in der Geheimen Offenbarung so eindrücklich beschrieben ist. Steht doch dem Großen Zeichen am Himmel ein anderes, recht unheimliches Zeichen entgegen:

„Noch ein anderes Zeichen erschien am Himmel: ein großer feuerroter Drache mit sieben Köpfen und zehn Hörnern und sieben Kronen auf seinen Köpfen. Sein Schweif fegte den dritten Teil der Sterne vom Himmel und warf sie auf die Erde.
Der Drache steht vor der Frau, die im Begriff ist, zu gebären, um ihr Kind gleich nach der Geburt zu verschlingen. Sie gebar ein Kind, einen Sohn, der alle Völker mit eisernem Zepter regieren soll. Doch ihr Kind ward zu Gott auf seinen Thron entrückt. Die Frau aber floh in die Wüste, wo sie eine von Gott ihr bereitete Stätte hat, damit man sie dort zwölfhundertsechzig Tage lang ernähre.
Da brach im Himmel Krieg aus. Michael und seine Engel kämpften mit dem Drachen. Und der Drache und seine Engel führten Krieg, vermochten aber nicht standzuhalten; sie wurden aus dem Himmel vertrieben. Und gestürzt wurde der große Drache – die alte Schlange, genannt Teufel und Satan –, der die ganze Welt verführt. Er wurde auf die Erde geworfen und mit ihm seine Engel.“
(Apk. 12,3-9)

In diesen zwei Bildern werden die zwei feindlichen Kräfte jenes gewaltigen Kampfes, der die ganze Weltgeschichte prägt, sichtbar: Die Frau und der Drache. Dabei kann man es nicht ernst genug nehmen, der Drache „wurde auf die Erde geworfen und mit ihm seine Engel“. Wie uns die Geheime Offenbarung als Ganze zeigt, wird dieser Kampf in der Endzeit seinen Höhepunkt erreichen. Der höllische Drache versteht es nämlich, die Welt immer mehr mit seinem Geist, d.h. mit seinem Gedankengut, seinen Prinzipien, seinen gesellschaftlichen Regeln zu erfüllen und die Welt in seinem Sinne zu manipulieren. Dadurch kamen die Katholiken, besonders seit der Renaissance, in immer größer werdende Bedrängnis.

Die sieben Weltzeitalter nach Bartholomäus Holzhauser

Bartholomäus Holzhauser stellt in seiner Auslegung der Geheimen Offenbarung des hl. Apostels Johannes einen Bezug von den sieben Sendschreiben zu sieben Weltzeitaltern her. Nach seiner Einteilung der Weltgeschichte befinden wir uns jetzt im fünften Weltzeitalter. Er beschreibt dieses folgendermaßen:

„Das fünfte Zeitalter der Kirche beginnt unter Kaiser Karl V., und Papst Leo X. um das Jahr 1520, und wird bis auf den heiligen Papst und jenen mächtigen Monarchen dauern, der die Hilfe Gottes genannt werden wird. Dieses Zeitalter ist ein Zustand der Betrübnis, der Trostlosigkeit, der Demut und Armut der Kirche. Es wird mit Recht der Reinigungsstand genannt, in welchem Christus der Herr seinen Weizen durch grausame Kriege, Aufruhr, Hunger und Pest, und durch noch andere schreckliche Übel sichten wird. Mehrere entstandene Irrlehren, sowie die freisinnigen lebenden bösen Christen werden die Bistümer wegnehmen, unzählige Klöster aufheben, und die reichsten Abteien einziehen. Die Kirche wird selbst von katholischen Fürsten unterdrückt, durch Steuern und Abgaben verarmt und in die Enge getrieben werden, daß wir Ursache haben, mit dem Propheten Jeremias zu klagen und auszurufen: Das vornehmste Land geriet unter Disteln, die Kirche ist verächtlich und niedrig geworden, weil sie von den Irrlehrern und bösen (freisinnigen) Christen gelästert, und weil die Geistlichkeit verachtet wird. Man erweist ihr nicht mehr die gebührende Ehre und Achtung. Durch dieses alles wird Gott seinen Weizen sichten, und die Spreu in das Feuer werfen; den Weizen aber wird Er in die Scheuer legen.“
(Alle Texte aus: Barholomä Holzhausers Erklärung der Offenbarung des heil. Apostels Johannes on den sieben Zeitaltern der katholischen Kirche, München 1872)

Es ist wohl kaum zu bezweifeln, daß sich diese Beschreibung des fünften Zeitalters im Laufe der letzten Jahrhunderte erfüllt hat. Holzhauser selbst hatte schon die Wirren der Reformation vor Augen und sah darin die Erfüllung dessen, was in der Geheimen Offenbarung rätselhaft angedeutet ist. Die Mahnung in der Geheimen Offenbarung an die Gemeinde von Sardes lautet folgendermaßen:

„Dem Engel der Gemeinde von Sardes schreibe: So spricht, der die sieben Geister Gottes und die sieben Sterne hat: Ich kenne deine Werke. Du hast den Namen, daß du lebst, und doch bist du tot. Wach auf und stärke den Rest, der am Absterben ist! Denn deine Werke habe ich nicht als vollkommen gefunden vor meinem Gott. Gedenke also, wie du es empfangen und gehört hast. Bewahre es und bekehre dich! Wenn du aber nicht wachst, so komme ich wie ein Dieb, und du wirst nicht wissen, zu welcher Stunde ich über dich komme.
Indes hast du noch einige wenige Namen in Sardes, die ihre Kleider nicht befleckt haben. Sie werden in weißen Gewändern mit mir wandeln, weil sie würdig sind.
Der Sieger wird so mit weißen Gewändern angetan, und nimmer lösche ich seinen Namen aus dem Buch des Lebens; vielmehr werde ich seinen Namen vor meinem Vater und vor seinen Engeln bekennen.
Wer Ohren hat, der höre, was der Geist zu den Gemeinden spricht!“ (Offb. 3,1-6)

Dazu der Kommentar von Holzhauser:

Das spricht der, welcher die sieben Geister Gottes hat und die sieben Sterne. Off. 3,1. Unter den sieben Geistern versteht man die sieben Gaben des Heiligen Geistes, den Er in alle Welt ausgesendet hat, um den Völkern die Wahrheit des Glaubens zu verkünden. Unter den sieben Sternen aber die Gesamtheit der Bischöfe und Lehrer. Dies aber sagt der, welcher die sieben Geister Gottes, und die sieben Sterne hat. Das heißt, Jesus, der Sohn Gottes, dem alle Gewalt im Himmel und auf Erde übergeben ist, der die sieben Geister, Gaben des Heiligen Geistes, und die sieben Sterne, die Vorsteher und Lehrer der Kirche, in seiner Gewalt hat, daß Er diese, wegen den schweren Sünden, dem Unglauben und der Härte des Herzens, von uns entfernen, und den benachbarten Völkerschaften geben könne, wie Er es auch zum Teil schon in Erfüllung brachte, indem Er den mächtigsten Teil von Europa verließ, und durch den heiligen Franz von Xaver und andere Lehrer die entferntesten Völker von Indien, die noch in den Finsternissen saßen, mit dem Lichte des Glaubens erleuchtete. Es ist nur zu fürchten, daß Er uns ganz verlasse, wenn wir nicht schnell Buße tun, und zu einem christlichen Leben zurückkehren…
Ich kenne deine Werke: Du hast den Namen, daß du lebest, und bist tot. Off. 3, 1. Mit diesen Worten straft Jesus die Werke dieses Zeitalters. Ich kenne deine Werke, das heißt, deine bösen, sehr unvollkommenen, nur scheinbar guten Werke sind mir nicht unbekannt, denen es aber an der wahren Liebe fehlt. Mir, der ich die Herzen durchforsche, sind deine Werke nicht unbekannt, die äußerlich gut scheinen, innerlich aber böse und tot sind.
Du hast den Namen, daß du lebest. Diesen Namen, daß wir in Christo, dem wahren Lebensgrunde, leben, können wir aus drei Ursachen haben: 1. Durch den wirklichen Glauben an Christus, woher wir denn auch Christen genannt werden. 2. Durch die Werke der Gerechtigkeit und Liebe um Jesu willen; dieses geistliche Leben hat jeder, der sich in keiner schweren Sünde befindet. 3. Durch die göttliche Kraft der Priester- und Bischofs-Weihen (der heiligen Sakramente, der Firmung, des Altars, der Ehe etc.); durch Beobachtung der evangelischen Räte, und durch die besondere Hingebung, die durch die Ordensgelübde geschieht.

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