Pharisäer und Zöllner

von antimodernist2014

Wir können die Gnade gar nicht hoch genug einschätzen, daß wir einen gottmenschlichen Lehrmeister haben, einen Lehrmeister, der in der Welt Gottes und unserer Menschenwelt zuhause ist. Beide Welten sind Ihm ganz und gar vertraut und beide Welten muß Er uns deuten, denn nicht nur die himmlische, auch die irdische Welt ist uns seit der Sünde im Paradies fremd geworden. In vielfältigem Irrtum ist der Mensch gefangen und ohne Hilfe Gottes findet er aus diesem undurchdringlichen Gestrüpp des Irrtums nicht mehr heraus.

Etwas unschätzbar Wertvolles ist es, die eigene Seelenwelt im Lichte Gottes sehen zu lernen. Dazu möchte uns das Evangelium vom 10. Sonntag nach Pfingsten helfen. Unser göttlicher Heiland faßt zwei Seelenwelten in einem Gleichnis zusammen, zwei Seelenwelten, die unterschiedlicher und gegensätzlicher gar nicht sein könnten. Unser göttlicher Lehrmeister wählt zwei Menschen aus, an denen er uns eine ganz und gar grundlegende Einsicht in das Geheimnis des inneren Lebens vermitteln will.

Damit wir das Gleichnis richtig lesen können, müssen wir uns zunächst von einem Vorurteil befreien. Für uns ist das Wort „Pharisäer“ ein negativer Begriff. Wir denken bei dem Wort sofort an die damaligen Pharisäer, die unserem Herrn nicht nur das Leben recht schwer gemacht haben, weil sie Ihm ständig in hinterhältigster Weise nachstellten, sondern Ihn schließlich sogar von Pilatus zum Tode verurteilen und kreuzigen ließen.

Die damaligen Zuhörer hingegen sahen das noch ganz anders. Für sie war ein Pharisäer ein geachteter Mann, ja ein Mann, der beim Volk großes Ansehen genoß. Man machte ihm Platz, wenn er in ein Haus kam, man grüßte und ehrte ihn, wenn man ihm auf der Straße begegnete. Man könnte die Pharisäer zur Zeit Jesu heute wohl mit einem Theologieprofessor vergleichen oder etwas besser sogar einem Bischof. Für die Zuhörer war jedenfalls der Pharisäer, der in den Tempel geht, um zu beten, eine Ehrenperson.

Dem entgegenstehend war der Zöllner vom Volk ganz und gar nicht geachtet. Er galt vielmehr als ein öffentlicher Sünder, weil er nicht nur einfach die Steuern eintrieb, sondern meistens wohl auch zu viel an Steuern verlangte, um den Überschuß in die eigene Tasche stecken zu können. Das muß man also gut bedenken: Die Zuhörer waren beim Erzählen des Gleichnisses spontan auf der Seite des Pharisäers und gegen den Zöllner. Das hat der göttliche Lehrmeister natürlich so gewollt, um die Spannung zu erhöhen und die Überraschung noch größer zu machen.

Der Pharisäer geht zum Tempel, um zu beten. Wenn man aufmerksam zuhört, kann man sich des Eindrucks kaum erwehren, daß sein Gebet sehr nach Selbstbeweihräucherung klingt. Aber selbst wenn es so ist, ist es dennoch wahr, was er sagt. Er gibt wirklich den Zehnten und er fastet tatsächlich zweimal in der Woche. Das ist wahr und es ist auch wahr, daß er nicht ist wie die übrigen Menschen, wie die Räuber, Diebe und Ehebrecher, aber auch wie dieser Zöllner da. Er ist sicherlich kein Räuber, kein Dieb oder Ehebrecher und keine Zöllner, aber was heißt das letztlich? Was bedeutet diese Abgrenzung in den Augen Gottes? Klingt das alles nicht recht arrogant, wenn er sich darauf so viel einbildet?

Woher aber kommt das eigentlich, daß er sich gar so viel auf seine Werke einbildet? Ist das allein ein moralischer Mangel, den man dem Pharisäer gar nicht so sehr anlasten darf? Fehlt es ihm an der notwendigen Tugend oder handelt es sich dabei ganz einfach um einen Charakterfehler? Der war schon als Kind so arrogant, da kann man nichts machen. Er ist halt so, aber er meint es nicht so?

Nein, der Grund für diese verkehrte Seelenhaltung ist ein anderer. Der Grund ist eine Irrlehre, also zunächst ein theoretischer Irrtum im Glauben. Die Israeliten waren stolz darauf, Kinder Abrahams zu sein. Das ist an sich nicht verkehrt, ist es doch eine unverdiente und unverdienbare Gnade. Aber das war nicht alles. Sie meinten zudem, als Kinder Abrahams gehören sie zum auserwählten Volk und als solches sind sie das bevorzugte Volk Gottes, das Volk, auf das Gott mit besonderem Wohlwollen sieht. Gott war stolz auf dieses Volk, so dachten die Juden – also ist Er auch stolz auf mich.

Damit nun Gott zu Recht auf den einzelnen Juden stolz sein kann, muß dieser das Gesetz erfüllen. Wenn er aber das Gesetz erfüllt, dann ist alles gut. Das war der Irrtum der Werkgerechtigkeit: Ich erfülle das Gesetz des Moses, dafür muß dann auch Gott mit mir zufrieden sein und mich in Sein Reich aufnehmen. Ich gebe Ihm das Werk, dafür gibt Er mir den Himmel – mein Herz aber brauche ich Ihm nicht zu geben. Das Werk allein genügt für die Befolgung des Gesetzes und für die Rechtfertigung vor Gott, das nennt man Buchstabentreue, wie der hl. Paulus erklärt: „Nicht als wären wir aus eigener Kraft befähigt etwas zu ersinnen; unsere Fähigkeit kommt von Gott, der uns auch befähigt hat, Diener des Neuen Bundes zu sein, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes; – denn der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig“ (2 Kor 3, 5 f).

In dieser Gesinnung der Buchstabentreue tritt der Pharisäer vor Gott. Er hat nämlich diesen Glaubensirrtum ganz verinnerlicht, er ist vollkommen werkgerecht und aufgrund dieser seiner Werke sodann vollkommen selbstbewußt vor Gott, weil er überzeugt ist, Gott kann mit ihm zufrieden sein. Schließlich ist er doch ernsthaft bestrebt, daß alles formalrechtlich in Ordnung ist – aber persönlich möglichst unverbindlich bleibt, so kann man wohl hinzufügen. Der Werkgerechte verschanzt sich hinter seinem Werk und hält mit diesem Gott auf Distanz: Du mußt zufrieden sein mit meinem Werk, mein Herz aber behalte ich für mich.

Diese verkehrte Seelenhaltung ist die unmittelbare Folge aus der Irrlehre, die Folge einer falschen theologischen Auslegung des „Kinder Abrahams seins“. Der Pharisäer ist überzeugt: Wenn ich schon von Geburt an als Kind Abrahams auserwählt bin, da kann gar nichts mehr schief gehen. Ich muß nur noch zur Absicherung und Beruhigung meines Gewissens das Gesetz Mose erfüllen, dann weiß ich ganz sicher, daß ich zu den Gerechtfertigten gehöre. Und die tatsächlich vollbrachten Werke geben ihm und befestigen in ihm diese ganz und gar verkehrte Sicherheit.

Es ist gerade heutzutage so wichtig zu zeigen, wie gefährlich eine Irrlehre ist, weil der moderne Gläubige, der moderne „Katholik“ oder auch der moderne Traditionalist meint, der Glaube sei nicht so wichtig. Was für eine Selbsttäuschung! Das Urteil Jesu über den Pharisäer ist vernichtend: Dieser ging nicht gerechtfertigt nach Hause! Wie muß dieses Urteil die damaligen Zuhörer getroffen haben, die doch den Pharisäer als ehrenwerten Mann schätzten und womöglich ihm auch darin recht gaben, daß Gott mit ihm zufrieden sein kann und muß. Und da ergeht dieses niederschmetternde Urteil über ihn!

Welche Irrlehren verführen die Gläubigen heute zu einer falschen Heilssicherheit? Viele Traditionalisten haben sich ganz auf die Praxis konzentriert, auf Messe und Sakramente. Wir haben die „alte“ Messe – wie furchtbar ist im Grunde diese Benennung! – wir haben die Sakramente und wir haben darum auch noch den Glauben, so sagen und denken sie – auch wenn sie, wenn sie nur ein wenig ehrlich wären, zugeben müßten, daß sie gar nicht erklären können, warum gerade sie noch den katholischen Glauben haben, denn wer garantiert ihnen denn, daß ihre Tradition mit dem katholischen Glauben übereinstimmt? Jedenfalls sind sie, weil sie die „alte“ Messe und die Sakramente haben, überzeugt, daß sie gerechtfertigt sind, gerechtfertigt wie der Pharisäer muß man hinzufügen. Sie sind zufrieden in ihrem Tradiland und wähnen sich auf der Insel der Seligen.

Es ist eine Tatsache, Glaubensirrtümer sind viel gefährlicher als man heute zugibt. In früheren Zeiten war man hierin noch viel klarsichtiger und fester. Jeder Katholik wußte selbstverständlich: Ein Glaubensirrtum gefährdet auch immer das ewige Heil, weil er die Haltung vor Gott verfälscht, weil er einen falschen Weg der Erlösung vorgaukelt und falsche Heilssicherheit schenkt. Nochmals sei es betont, die falsche Heilssicherheit der meisten Traditionalisten gründet auf der Überzeugung, solange wir die alte Messe und die Sakramente haben, haben wir auch die Tradition und wir können ganz beruhigt sein. Dasselbe hat auch der Pharisäer gedacht, als er nach Hause ging – aber er hatte sich vollkommen geirrt! Die Grundlage der Rechtfertigung ist selbstverständlich nicht die „alte“ Messe oder die Sakramente, sondern der wahre, der katholische Glaube.

Das wird im zweiten Teil des Gleichnisses beim Zöllner gar nicht thematisiert, dennoch ist es Voraussetzung zum richtigen Verständnis. Unser göttlicher Lehrmeister möchte uns durch das Verhalten des Zöllners die richtige Seelenhaltung vor Augen stellen, die aus dem wahren Glauben folgt. Der Zöllner bekennt sich als Sünder, was uns unser hl. Glaube ganz eindeutig lehrt. Wir werden schon in der Erbsünde geboren und stehen unser ganzes Leben im Kampf gegen die Sünde. Der hl. Apostel Johannes läßt in seinem ersten Brief keinen Zweifel daran: „Wenn wir sagen: ‚Wir haben keine Sünde!‘, betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, er vergibt uns die Sünden und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit. Wenn wir sagen, daß wir nicht gesündigt haben, machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns“ (1 Joh. 1, 8 – 10).

Der Zöllner war offensichtlich ganz tief von dieser Einsicht geprägt. Ganz zerknirscht kommt er zum Tempel, weil seine Reue über seine Sünden durch und durch echt ist. Der Zöllner weiß zudem, daß Gott den reuigen Sünder nicht zurückstößt, wie es nochmals der hl. Johannes in seinem ersten Brief hervorhebt: „Meine Kinder, ich schreibe euch das, damit ihr nicht sündigt. Wenn aber jemand sündigt, so haben wir einen Beistand beim Vater, Jesus Christus, den Gerechten“ (1 Joh. 2, 1).

Der Sünder muß glauben, daß wir einen Mittler beim Vater haben, der für uns eintritt – Jesus Christus, den Gerechten. Auch hier sehen wir, die Grundlage für die Reue, die wahre Reue, die richtige Reue ist wiederum der wahre Glaube, nämlich das Wissen um unseren einzigen Mittler beim Vater, der für unsere Sünden vollgültige Sühne geleistet hat. Weil uns aber dieser Mittler die Gnade wiedergeschenkt hat, werden wir durch Gnade und Reue wiedergeboren zu einem neuen Leben. Wir werden durch die Gnade geheiligt und zu Kindern Gottes.

Hierzu ebenfalls ein Beispiel für eine Irrlehre, die dieses Wissen zerstört und die sozusagen die Rückseite des Irrtums des Pharisäers ist. Martin Luther lehrt letztlich, daß man die Sünde gar nicht bereuen braucht, sondern nach ihm muß man nur fest glauben, daß man in Jesus Christus gerechtfertigt ist – und dann ist man es auch. Diese Irrlehre faßt Luther in knappster und prägnanter Form in einem Brief an Melanchthon so zusammen: „Wenn du ein Prediger der Gnade bist, so predige nicht eine ersonnene, sondern eine echte Gnade; wenn es echte Gnade ist, dann trage echte, nicht ersonnene Sünde. Gott macht nicht Menschen selig, die auf ersonnene Weise Sünder sind. Sei ein Sünder und sündige kräftig, aber vertraue noch kräftiger und freue dich in Christus, der der Sieger ist über Sünde, Tod und Welt. Wir müssen sündigen, solange wir hier sind; dieses Leben ist keine Wohnung der Gerechtigkeit, sondern wir warten (noch), sagt Petrus, auf den neuen Himmel und die neue Erde, in denen die Gerechtigkeit wohnt. Es genügt, daß wir durch den Reichtum der Herrlichkeit Gottes das Lamm, das der Welt Sünde trägt, anerkannt haben; von ihm wird uns die Sünde nicht fortreißen, auch wenn wir tausend- und abertausendmal an einem Tage huren oder töten“ (Cl. 6, 55, 32; WA Br 2, 372).

Letztlich ist diese Lehre Luthers nichts anderes als das vermessentliche Vertrauen auf Gottes Barmherzigkeit. Luther ermuntert seinen Gefährten des Irrtums: „Sei ein Sünder und sündige kräftig, aber vertraue noch kräftiger und freue dich in Christus, der der Sieger ist über Sünde, Tod und Welt.“ Er fordert ihn nicht auf, seine Sünden zu bereuen und fortan ein Gott wohlgefälliges Leben zu führen, sondern er soll in seinen Sünden vermessentlich auf Gottes Barmherzigkeit vertrauen. Dies aber ist die Sünde gegen den Heiligen Geist, die nicht vergeben wird, weil sie von Gott nicht vergeben werden kann, fehlt doch als Voraussetzung die Reue. Denselben Irrtum wie Martin Luther lehrt auch Herr Bergoglio in seiner „Liebesfreud“ – nicht mehr Reue und Umkehr, sondern vermessentliches Vertrauen auf Gottes Barmherzigkeit.

Beim Erscheinen dieses Schreibens meinte Professor Roberto de Mattei, in seinem Vortrag auf dem „Roman Life Forum“ am 6. Mai 2016 über die „gegenwärtige Krise im Kontext der Kirchengeschichte“ immerhin, um ein negatives Urteil über „Amoris laetitia“ fällen zu können, sei es sei nicht nötig, Theologie studiert zu haben, es genüge vielmehr der „sensus fidei“ (der Glaubenssinn) aufgrund der Taufe und der Firmung. Dieser „sensus fidei“ veranlasse uns durch „übernatürlichen Instinkt“, dieses Dokument zurückzuweisen. Und er nennt „Amoris laetitia“ ein „skandalöses Dokument mit katastrophalen Folgen für die Seelen“. Leider zieht der italienische Professor nicht die notwendigen Konsequenzen aus dieser Einsicht, was doch wohl zeigt, daß es um den „sensus fidei“ (der Glaubenssinn) doch nicht so gut bestellt ist. Denn war ist wohl die Folge davon, daß sein „Papst“ seinen Gläubigen die Sünde gegen den Heiligen Geist lehrt, sodaß dieses skandalöse Dokument katastrophale Folgen für die Seelen hat?

Es ist schon recht bedrückend, feststellen zu müssen, auch die meisten Traditionalisten können nicht einmal mehr die wahre göttliche Barmherzigkeit von der Sünde gegen den Heiligen Geist unterscheiden, denn sonst müßten sie sich notwendigerweise von Bergoglio distanzieren und lossagen. Wenn man aber selbst zu dieser grundlegenden Unterscheidung nicht mehr fähig ist, braucht einem wirklich nichts mehr wundern.

Aber kommen wir zurück zum Gleichnis des Evangeliums. Warum war Gott mit dem Zöllner barmherzig? Weil dieser seine Sünde eingesehen, sie bereut und den festen Vorsatz gefaßt hat, diese fortan zu meiden. Darum empfindet er seine Schuld ganz tief, so tief, daß er nicht einmal wagt, zu Gott aufzuschauen, sondern nur mit zerknirschten Herzen sprechen kann: „O Gott, sei mir Sünder gnädig!“ Es sei nochmals daran erinnert, nur weil er den wahren Glauben hat, kann er auch die wahre Reue und die wahre Liebe haben. Die wahre Gottesliebe allein läßt ihn mit der Gnadenhilfe Gottes sein Leben ändern und Gottes Gebote fortan wieder treu befolgen, weshalb er gerechtfertigt nach Hause ging. Und wie werden die damaligen Zuhörer gestaunt haben, als sie hörten, der Zöllner geht gerechtfertigt nach Hause, der Pharisäer aber nicht! Das Gleichnis zeigt uns also, ein falscher Glaube zieht auch immer eine falsche Liebe nach sich. Wie es heute eine Fülle von Irrtümern im Glauben gibt, so auch eine Fülle von falschen Vorstellungen der Liebe.

Was für einen ergreifenden Einblick in das Wesen von Glaube und Liebe, von rechter Erkenntnis und richtigem Handeln gibt das Gleichnis vom Pharisäer und Zöllner – und daraus folgend in die verschiedenen Seelenlandschaften. Der selbstgerechte Pharisäer ist durch seine Werkgerechtigkeit so verblendet, daß er seine Lebenslüge nicht mehr durchschaut, wie es bei Martin Luther bis an sein Lebensende tatsächlich auch war. Der Zöllner dagegen wird vom göttlichen Licht so erleuchtet, daß er voller Reue Gott um Verzeihung für alle seine Sünden bittet und sein Leben grundlegend ändert. Alle großen Büßer konnten sich an seinem Vorbild trösten und aufrichten, hat ihm doch unser göttlicher Lehrmeister die Vergebung der Sünden zugesichert. Sein Glaube hat in der Liebe über die Sünde gesiegt. So müssen auch wir uns immer um beides bemühen, müssen immer beides im Auge behalten. Und wenn wir uns um den wahren Glauben und die echte Gottesliebe bemühen, wird unser Vertrauen auf die Barmherzigkeit Gottes immer mehr wachsen und immer fester werden, wie beim Zöllner in unserem Gleichnis. Dieses Vertrauen kommentiert die hl. Liturgie im Offertorium vom 10. Sonntag nach Pfingsten mit den Worten aus dem Psalm 24: „Zu Dir, o Herr, erhebe ich meine Seele, mein Gott, auf Dich vertraue ich. Drob wird ich nicht erröten, noch sollen meine Feinde mich verlachen. Denn all die vielen, die auf Dich hoffen, werden nicht enttäuscht.“