„Antimodernist“ Nr. 20 erschienen

Die 20. Ausgabe unserer Zeitschrift „Antimodernist“ ist erschienen und kann auf unserer Seite thomasvonaquin.org bestellt werden. Im dazu versandten Rundbrief Nr. 25 heißt es:

Mit diesem Schreiben erhalten Sie wieder die neue Ausgabe unserer Zeitschrift „Antimodernist“. Zuweilen erreicht uns die Klage, unsere Beiträge seien z.T. oder sogar großteils schwer zu lesen. Natürlich ist es unser Bemühen, allgemeinverständlich zu schreiben. Dabei möchten wir aber auch darauf hinweisen, es ist nicht unsere Absicht, unsere Leser zu unterhalten oder mit neuen Nachrichten zu versorgen, wie die meisten anderen Blätter. Nein, wir wollen sie zum Nachdenken anregen. Ein wesentlicher Grund für den Erfolg des Modernismus war schließlich die immer weiter um sich greifende Oberflächlichkeit der Mehrheit der Katholiken. Wir wollen nicht auch noch die Sensationslust oder eine seichte Gefühlsfrömmigkeit bedienen, wie so viele andere, sondern wir wollen sie auf den geistigen Kampf aufmerksam machen, der mitten unter uns tobt und unsere Zeit wesentlich prägt.
Dabei ist es nicht immer leicht, auf die brennenden Fragen leicht verständlich zu antworten und die wichtigsten Irrlehren einfach darzustellen. Sie müssen aus dem Zusammenhang heraus begriffen werden. Erst der rechte Überblick schafft die Voraussetzung, auch genügend gegen sie gewappnet zu sein.

Unser erster Beitrag gibt Gedanken eines einfachen, biederen Mannes wieder, der eines Tages zu seinem eigenen Erstaunen feststellen muß, daß er aufgrund des allgemeinen Sieges des Modernismus zum Revolutionär geworden ist. Vor 150 Jahren wäre er einfach nur ein unauffälliger Katholik gewesen, nun steht er plötzlich am Rande der Gesellschaft und dessen, was sich heute Kirche nennt, und fragt sich, wie das denn eigentlich gekommen ist, daß er auf einmal weitgehend als Gegner und sogar Aufwiegler gilt. Da es doch den meisten Lesern zuweilen ähnlich ergehen dürfte, schienen uns diese Gedanken durchaus erwähnens- und erwägenswert.

Wer den Modernismus unterschätzt, der steht auf verlorenem Posten. Während die Modernisten großteils sehr gezielt und systematisch ihren Kampf gegen den übernatürlichen Glauben führten und führen, war die Verteidigung unter den Katholiken meist nur sporadisch, oft auch bloß halbherzig und mit der Zeit immer mehr nur vereinzelt. Der zweite Teil unseres Beitrags über die Schriften des hl. Dionysius vom Areopag zeigt die Vorgehensweise der Modernisten bei der Zerstörung eines unserer Glaubensfundamente, nämlich der geschichtlichen Glaubwürdigkeit unserer wichtigsten Traditionsquellen. Wie wir schon im ersten Teil unserer Abhandlung in der letzten Nummer unserer Zeitschrift gehört haben, war der hl. Dionysius vom Areopag einer der bedeutendsten apostolischen Väter und seine Schriften wurden allgemein bewundert und in höchsten Ehren gehalten, waren sie doch ein Widerhall des lebendigen Glaubens der Apostel und zudem ein hervorragendes Zeugnis für die Vollkommenheit des kirchlichen Lebens in der apostolischen Zeit. Hat doch Gott in Seiner Weisheit mit Hilfe der Apostel von Anfang an alles aufs Beste geordnet. Gerade dies aber widerspricht einem modernistischen Dogma, daß nämlich am Anfang alles noch ganz einfach, ja primitiv gewesen sein muß. Für einen Modernisten weiß der hl. Dionysius als Zeitgenosse der Apostel einfach zu viel – also kann er kein Zeitgenosse der Apostel gewesen sein, er muß sehr viel später gelebt und geschrieben haben – so die Schlußfolgerung der Modernisten. Mit Hilfe der Arbeit von P. Leonissa zeigen wir weiter auf, zu welch unsinnigen Gedankenkonstruktionen dieses Vorurteil der Modernisten geführt hat. Rückblickend ist man schon etwas ratlos, wenn man feststellen muß, diese Unsinnigkeiten haben sich durchgesetzt und sind heute Allgemeingut in der Menschenmachwerkskirche geworden.

Der letzte Beitrag unserer Zeitschrift ist eine Fortsetzung der Geschichte des Naturalismus. Er verweist auf die Zeit der ersten Christenverfolgung unter den römischen Kaisern. Viel zu wenig bedenken wir die damalige Not der Christen in einem heidnischen Staat, der den Kaisern göttliche Ehren zuerkennt. Von Anfang an waren die Christen den Heiden ein Dorn im Auge, bekannten sie doch einen einzigen Gott, weshalb sie sich weigerten, am heidnischen Staatskult teilzunehmen. Diese Weigerung ließ sie als Staatsfeinde erscheinen. Die Folge davon waren mehrere Verfolgungen, in denen unzählige Märtyrer ihren Glauben mit ihrem Blut bezeugten. Es gab aber auch die Versuchung, sich mit dem Heidentum zu arrangieren, d.h. Kompromisse einzugehen. Nun kann zwar der Irrtum vielfältige Kompromisse machen, nicht aber die göttliche Wahrheit – aber lesen Sie diese spannenden Geschichten selbst!

Am Beginn des Neuen Jahres wollen wir Ihnen allen aus ganzem Herzen für Ihre vielfältige Unterstützung danken. Sie sind als unsere Wohltäter in unser Gebet und ins hl. Meßopfer immer eingeschlossen. Möge Ihnen unser göttlicher Herr alles reichlich vergelten, so vergelten, wie es nur Er mit Seiner Gnade kann!

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