Archiv der Kategorie: Heilige Schrift

Die Traditionalisten im hl. Evangelium

Es macht einen jeweils recht nachdenklich, wenn man die Pharisäer am Werke sieht. Ihr Verhalten ist gar nicht so einfach zu begreifen, denn immerhin, sie durften mit unserem Herrn Jesus Christus zusammenleben, sie durften Seine Worte hören, Seine Wunder sehen und Seine Tugenden bewundern – man möchte sie dafür direkt beneiden – aber was hat es ihnen genützt? Nichts!

Weiterlesen

Petrus und Paulus

Die beiden Apostelfürsten, der hl. Petrus und der hl. Paulus, waren recht unterschiedliche Männer, was allein schon aus ihren unterschiedlichen Aufgaben im Reich Gottes, der hl. Kirche, ersichtlich wird. Petrus war der erste Papst, Paulus als der Völkerapostel der Theologe. Zwar wird in der Tradition von den Evangelisten der hl. Johannes als der Theologe bezeichnet, dennoch ist es aufgrund des ins Neue Testament aufgenommenen umfangreichen Schrifttums des hl. Paulus sicherlich berechtig, diesen ebenfalls als Theologen zu benennen. Wobei immer mitzubedenken ist, daß die Paulusbriefe Teil des Schriftkanons sind, also Wort Gottes im eigentlichen Sinn des Wortes, woraus folgt, der eigentliche Autor dieser Schriften ist der Heilige Geist. Das gilt gleicherweise auch für alle anderen Texte des Neuen und Alten Testaments, und damit auch für die des hl. Petrus, von dem ebenfalls zwei Briefe zum neutestamentlichen Kanon gehören.

Weiterlesen

Nachdenkliches zur Weihnachtsgeschichte

Wie sehr müssen wir Gott für die Gnade unseres hl. Glaubens danken, der uns vor vielfältigen Irrtümern bewahrt, vor mancherlei geistigen Verirrungen und Wirren! So absurd es dem modernen Menschen auch vorkommen mag, es ist doch ganz und gar wahr, durch unseren hl. Glauben werden wir in der Wirklichkeitserkenntnis gefestigt und vor vielen Täuschungen bewahrt, übermittelt uns doch unser hl. Offenbarungsglaube die göttliche Sicht der Wirklichkeit – und welche andere Sicht könnte richtiger sein als diese!

Weiterlesen

Reinigung

Sehet, ich sende meinen Boten, daß er den Weg vor mir her bereite. Und alsbald wird zu seinem Tempel der Herrscher kommen, den ihr suchet, und der Engel des Bundes, nach dem ihr verlangt. Sehet, er kommt, spricht der Herr der Heerscharen. Wer aber wird den Tag seiner Ankunft erfassen können und wer wird bestehen bei seinem Erscheinen? Denn er gleicht schmelzendem Feuer und dem Kraut der Walker. Und er wird sich setzen, das Silber zu schmelzen und zu läutern, und wird die Söhne Levis reinigen und sie läutern, wie Gold und wie Silber, daß sie dem Herrn Opfer und Gerechtigkeit darbringen. Dann wird dem Herrn die Opfergabe Judas und Jerusalems gefallen, wie in den Tagen der Vorzeit und wie in den längstvergangenen Jahren. (Mal 3, 1-4). Weiterlesen

Als Mann und Frau erschuf er sie

1. In der Vorstellung mancher Zeitgenossen erschient das 19. Jahrhundert als die „gute alte Zeit“, eine „Zeit großer Stabilität“, als „alles noch in Ordnung war“. Man denkt an Biedermeier, Romantik, Restauration, und übersieht, daß all das höchstens das letzte Aufflackern gewesen ist vor dem Zusammenbruch. Das 19. Jahrhundert war die Zeit größter Umbrüche auf allen Gebieten, politisch, wirtschaftlich, geistig, in Kunst und Philosophie, Gesellschaft und Kirche. Weiterlesen

Das Gleichnis vom Hochzeitsmahl – einst und heute

Wenn wir die Gleichnisse Jesu hören, denken wir viel zu selten daran, wie sehr gerade in diesen die göttliche Weisheit des Erzählers zum Ausdruck kommt. Unser Herr Jesus Christus kleidet die zeitlose Wahrheit in zeitliche Bilder. Dadurch geschieht es, daß diese Bilder aus unserer Welt, die uns auch heute noch, also nach immerhin bald 2000 Jahren, ganz vertraut vorkommen und es auch tatsächlich sind, eine Verständnisbrücke bilden zur unsichtbaren Welt Gottes. Besonders an den Gleichnissen Jesu erkennt man spontan, die Wahrheit wird niemals alt und sie ändert sich durchaus nicht im Laufe der Jahre, Jahrzehnte oder Jahrhunderte, wie man heute allenthalben meint. Auch heute noch sind die Gleichnisse Jesu so lebendig wie damals, als sie unser Herr den Aposteln und dem Volk erzählte und auch heute noch sind sie uns eine unentbehrliche Hilfe, das verborgene Himmelreich zu fassen. Weiterlesen