Archiv der Kategorie: Liturgie

Unversöhnliche Logik

Der moderne Mensch ist immer wieder und in den meisten Lebensbereichen mit der doch sehr bedrückenden Erfahrung konfrontiert: Es ist weitgehend nichts mehr normal. Oder, sozusagen von der anderen Seite her formuliert: Es ist fast alles verrückt geworden. Diese Erfahrungstatsache zeigt, daß inzwischen der irrationale Grund modernen Denkens, der von den modernen sog. Philosophen über Jahrhunderte den Leuten gepredigt und von den Medien eingehämmert wurde, im alltäglichen Leben angekommen ist. Infolgedessen werden die Menschen immer verhaltensauffälliger und daraus folgend unberechenbarer. Weiterlesen

Innere Versöhnung in der Kirche

1. Vor zehn Jahren, am 7. Juli 2007, erließ Joseph Ratzinger als „Benedikt XVI.“ sein vielbeachtetes „Motu proprio Summorum Pontificum“, untertitelt „De usu extraordinario antiquae formae Ritus Romani“, „über den außerordentlichen Gebrauch der alten Form des römischen Ritus“, oder „über den Gebrauch der Römischen Liturgie in der Gestalt vor der Reform von 1970“, wie die deutsche Übersetzung auf den Seiten des Vatikan lautet. Weiterlesen

Das deutsche Kirchenlied

1. Gerne wird Dr. Martin Luther als Begründer der deutschen Sprache gefeiert, als erster deutscher Bibelübersetzer wie auch als Erfinder des deutschen Kirchenliedes. Daß all das ein Mythos ist, wird von ernsthaften Forschern heute kaum noch bestritten. Allerdings hat er es verstanden, die deutsche Sprache (bzw. die damalige chursächsische Kanzleisprache) in ganz eigener Weise seinen Zwecken dienstbar zu machen und mit ihrer Hilfe durch seine Bibelübersetzung und seine Kirchenlieder seinen „neuen Glauben“ geschickt auszubreiten. Weiterlesen

Kettenfeier des heiligen Petrus

Die Kirche begeht am 1. August die Kettenfeier des heiligen Petrus. Dieses alte und bedeutungsvolle Fest mit dem Rang Duplex majus fiel bereits den frühen bugninischen Reformen zum Opfer und findet sich im sog. „Missale Johannes‘ XXIII.“ von 1962 nicht mehr. Hier dazu die Lesungen der zweiten und dritten Nachtstunde der Matutin aus dem römischen Brevier. Weiterlesen

Tätige Teilnahme – Teil 2

1. Im ersten Teil dieser Arbeit haben wir im Anschluß an Dr. Byrne unserem sinistren Verdacht Ausdruck verliehen, finstere Kräfte im Vatikan hätten bereits im Jahr 1903 die Worte des hl. Pius X. verfälscht und so hinterrücks die „tätige Teilnahme“ der Gläubigen in sein „Motu proprio“ über die Kirchenmusik eingeschmuggelt, die dort ursprünglich gar nicht zu finden war. Damit lagen wir falsch. Tatsächlich stammt der Ausdruck original von Pius X. selber, wie uns ein aufmerksamer Leser aufklären konnte. Weiterlesen

Petri Stuhlfeier

Die Kirche feiert am 18. Januar das Fest „Petri Stuhlfeier zu Rom“. Der „Schott“ (1934) schreibt dazu: „Vielleicht schon um das Jahr 300, sicher um 450, feierte man in Rom am 22. Februar ein eigenes Fest zur Erinnerung daran, daß der hl. Petrus in Rom Bischof wurde, d.h. den bischöflichen Stuhl von Rom bestieg. In Gallien beging man im 6. Jahrhundert am 18. Januar ein Fest zur Erinnerung an die Übergabe der Schlüsselgewalt an Petrus.Noch im 6. Jahrhundert begann man eine doppelte Stuhlfeier zu unterscheiden, eine zu Rom und eine zu Antiochien, wo Petrus zuerst tätig war. Papst Paul IV. schrieb 1558 beide Feste vor, für den 18. Januar das Fest der Stuhlfeier zu Rom, für den 22. Februar das der Stuhlfeier zu Antiochien.“ Weiterlesen

Vom Fest der Erscheinung Unsres Herrn

Nach dem Hochfest der Geburt Unseres Herrn begeht die Kirche am 6. Januar ein weiteres hohes Fest: das Fest der Erscheinung des Herrn, auch Epiphanie oder „Dreikönigsfest“ genannt. Der Katechismus des hl. Pius X. erklärt uns: „Das Fest der Erscheinung des Herrn ist eingesetzt, um das Andenken an drei große Geheimnisse zu feiern, von denen das erste und Hauptgeheimnis die Anbetung der Weisen ist, das zweite ist die Taufe Jesu Christi, das dritte ist sein erstes Wunder auf der Hochzeit zu Kana in Galiläa.“ Das Evangelium des ersten Geheimnisses hören wir am 6. Januar, das des zweiten am Oktavtag von Epiphanie, dem 13. Januar, das Evangelium von der Hochzeit zu Kana wird am zweiten Sonntag nach Erscheinung verlesen. Weiterlesen