Archiv der Kategorie: Liturgie

Vom Fest der Erscheinung Unsres Herrn

Nach dem Hochfest der Geburt Unseres Herrn begeht die Kirche am 6. Januar ein weiteres hohes Fest: das Fest der Erscheinung des Herrn, auch Epiphanie oder „Dreikönigsfest“ genannt. Der Katechismus des hl. Pius X. erklärt uns: „Das Fest der Erscheinung des Herrn ist eingesetzt, um das Andenken an drei große Geheimnisse zu feiern, von denen das erste und Hauptgeheimnis die Anbetung der Weisen ist, das zweite ist die Taufe Jesu Christi, das dritte ist sein erstes Wunder auf der Hochzeit zu Kana in Galiläa.“ Das Evangelium des ersten Geheimnisses hören wir am 6. Januar, das des zweiten am Oktavtag von Epiphanie, dem 13. Januar, das Evangelium von der Hochzeit zu Kana wird am zweiten Sonntag nach Erscheinung verlesen. Weiterlesen

Tätige Teilnahme

1. Das Zauberwort bei den „liturgischen Reformen“ des vorigen Jahrhunderts, welche in den „Novus Ordo Missae“ mündeten, war die „tätige Teilnahme“ der Gläubigen. Dieses Schlagwort, das die „Liturgische Bewegung“ eifrig in die katholische Welt streute, ging angeblich auf keinen geringeren zurück als den heiligen Papst Pius X., näherhin auf sein Motu proprioTra le SollecitudiniInter pastoralis officii“, auch „Gesetzbuch der Kirchenmusik“ genannt, vom 22. November 1903. Weiterlesen

Der liturgisch bewegte Traditionalist

Es gibt ein untrügliches Kennzeichen, woran der katholische Priester einen „Novus Ordo“-Besucher erkennt, der sich, aus welchen Gründen auch immer, in seine Heilige Messe verirrt hat: an dem verzweifelten Versuch, noch ein „Amen“ hervorzubringen, während der Priester daran ist, ihm den eucharistischen Heiland auf die Zunge zu legen. Weiterlesen

Liturgische Metamorphose – 7. Teil

Das „große Werk“ des Alchimisten Annibale Bugnini ist am Ziel. Die Transformation vom terminus a quo, dem heiligen Meßopfer der katholischen Kirche, zum terminus ad quem, der Versammlung zur Mahlfeier der konziliaren Menschenmachwerkskirche, ist vollzogen. Wir haben im letzten Beitrag begonnen, uns eine solche „(un)heilige Versammlung des Volkes Gottes“ nach dem „Novus ordo“ im Detail näher anzusehen. Wir waren überrascht, wie deutlich in den „Gebeten zur Gabenbereitung“, welche an die Stelle der Opferung getreten sind, zum Ausdruck kommt, daß wir es nicht mehr mit dem Opfer des Abel, sondern mit dem des Brudermörders Kain zu tun haben. So sind wir auf alles gefaßt, wenn wir uns jetzt mit dem „Eucharistischen Hochgebet“ beschäftigen. Weiterlesen

Vom Fronleichnamsfest

1. Das Wort „Fronleichnam“ ist eine alte, mittelhochdeutsche Übersetzung des lateinischen „Corpus Christi“ – „Leib des Herrn“ sagen wir heute. Wir feiern also an diesem Tag die leibhaftige Gegenwart Unseres Herrn Jesus Christus im heiligsten Altarsakrament. Weiterlesen

Vom Dreifaltigkeitsfest

1. Wir glauben an den dreifaltigen Gott: Ein Gott in drei Personen, Vater, Sohn und Heiliger Geist. Das ist es, was unseren christlichen Glauben von allen anderen Religionen unterscheidet, selbst den sogenannten „monotheistischen“. Denn diese glauben zwar an einen Gott, aber nicht an einen Gott in drei Personen. Für uns jedoch ist dieser Glaube fundamental, und wir bekennen ihn viele Male am Tag, z.B. wenn wir das Kreuzzeichen machen und dazu beten: „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“ Weiterlesen

Prototyp der Neuen Messe

Wenn man die Arbeit der Modernisten mit derjenigen der sog. Traditionalisten vergleicht, so muß man leider weitestgehend feststellen, die Modernisten arbeiten vorausschauender, geordneter, zielstrebiger, gekonnter und viel effektiver als diese. Dazu kommt noch, nur ganz wenige Traditionalisten sind noch fähig, die ganze Tragweite der modernistischen Irrlehre richtig einzuschätzen, weshalb sie fast immer weit hinter der modernistischen Fehlentwicklung hinterherhinken. Ein Paradebeispiel dafür ist die hl. Liturgie und ihre modernistische Reform. Wir haben in der Artikelreihe „Liturgische Metamorphose“ schon ausführlich dargestellt, mit welchem über Jahrzehnte währenden Bemühen die Modernisten daran gegangen sind, die hl. Liturgie so grundlegend zu verändern, daß sie als Kult des Menschen auch zur neuen Menschenmachwerkskirche paßt. Weiterlesen